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Dr. Mesaric

 
 
 

Abatacept

 

ist ein Fusionsprotein aus der extrazellulären Domäne des humanen zyto-

toxischen T-Lymphozyten-Antigens-4 (CTLA-4) und einem modifizierten Fc-

Teil des humanen Immunglobulins G1; es wird durch rekombinante DNA-

Technologie aus Ovarialzellkul-turen des Chinesischen Hamsters gewonnen.

 

Handelspräparat

Orencia

250mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung Dosie-

rung

 

Dosierschema in Abhängigkeit vom Körpergewicht:

< 60 kg: 500 mg; ≥ 60 kg bis ≤ 100 kg: 750 mg; > 100 kg: 1.000 mg

Abatacept wird als 30-minütige intravenöse Infusion verabreicht.

Abatacept wird in Woche 0, 2 und 4 und anschließend alle 4 Wochen angewendet.

 

Indikation

Abatacept ist in Kombination mit LinkMethotrexat für die Behandlung der mäßig bis

hoch aktiven LinkRheumatoiden Arthritis bei Erwachsenen zugelassen, wenn das

Ansprechen auf andere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (LinkBasistherapeu-

tika, DMARDs), einschließlich mindestens eines Tumor-Nekrose- Faktor-(TNF)-

Inhibitors nicht ausreichend ist oder wenn diese nicht vertragen werden.

 

Prämedikation

Nicht erforderlich

 

Wirkeintritt

Zumeist zwischen 14 Tagen und 6 Monaten

 

Welches Screening soll vor der Behandlung mit Abatacept durchgeführt werden?

Es sollten folgende Screening Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Anamnese und klinische Untersuchung

    • Erhebung möglicher Kontraindikationen

    • Erwägung eines Thoraxröntgens

    • Systemisches Tb-Screening

  • *Routinemäßige Laborparameter

  • Hepatitis B, -C Serologie

  • eventuell fehlende Impfungen ergänzen

Verlaufskontrollen

*Routinelaborblock alle 3 Monate und klinische Untersuchung

 

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile;

Schwere und unkontrollierte Infektionen

 

Nebenwirkungen

In placebokontrollierten klinischen Studien mit Abatacept wurden bei 52,2% der

mit Abatacept behandelten Patienten und bei 46,1% der mit Placebo behandelten

Patienten unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAWs) gemeldet.

Die am häufigsten gemeldeten UAWs (≥ 5%) bei den mit Abatacept behandelten

Patienten waren Kopfschmerzen und Übelkeit. Der Anteil der Patienten, die die

Behandlung aufgrund von UAWs abbrachen, lag bei 3,4% der mit Abatacept behan-

delten Patienten und 2,2% der mit Placebo behandelten Patienten. Ein Zusammenhang

von Abatacept mit dem Auftreten von Malignomen ist derzeit nicht bekannt, allerdings

waren PatientInnen mit Malignomanamnese an der Teilnahme von klinischen Studien

ausgeschlossen. Daher ist bei PatientInnen mit Tumoranamnese besondere Vorsicht

geboten.

 

Interaktionen

Eine Dosisanpassung ist bei Anwendung in Kombination mit anderen LinkDMARDs,

LinkKortikosteroiden, Salicylaten, nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSARs) oder

Analgetika nicht erforderlich. Die Kombination mit TNF Blockern wird nicht empfohlen.

 

Operationen

Vor Operation Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Rheumatologen

 

Impfungen

Impfungen mit Totimpfstoffen wie Hepatitis B, Pneumokokken und Influenza sollten

vor dem Beginn der Abatacept Therapie durchgeführt werden. Lebendvakzine (z.B.:

Gelbfieber, Masern, Mumps, Röteln, Tuberkulose, Windpocken, Kinderlähmung,

Schluckimpfng, Typhus Schluckimpfung) dürfen nicht gleichzeitig oder innerhalb von

3 Monaten nach Absetzen von Abatacept gegeben werden. Arzneimittel, die wie

Abatacept auf das Immunsystem wirken, können die Wirksamkeit mancher Immunisie-

rungen schwächen.

 

Schwangerschaft

Abatacept darf laut Fachinformation nicht während der Schwangerschaft verwendet

werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Frauen im gebärfähigen Alter

sollten während der Behandlung und bis zu 14 Wochen nach der letzten Abatacept-

Dosis zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden.

 

 

Weitere Informationen:

LinkImpfungen bei Immunsupprimierten

* LinkKontrollen der Basistherapien (Laborbasisblock)

 

 

 

Autor: Eveline Ioannidis

 

Stand September 2009

Letzte Aktualisierung: 09.09.2011

 

Quellen:

Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie

 

 

 

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