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Dr. Mesaric

 
 
 

C-Peptid

Das C-Peptid, ein Stoff von unbekannter Funktion, wird immer gleichzeitig mit

dem Insulin von der Bauchspeicheldrüse ins Blut abgegeben.

Die C-Peptid-Bestimmung im Blut kann helfen, verschiedene Formen der Zuckerkrank-

heit zu unterscheiden, die richtige Behandlung bei Zuckerkrankheit zu wählen und die

Ursache einer Hypoglykämie (=Unterzucker) zu finden. Peptide sind Moleküle die aus

Ketten von Aminosäuren bestehen, also gewissermaßen "kurze Eiweißstoffe".

Das C steht für "connecting" also deutsch "verbindend".  

 

Was ist das C-Peptid?

Die sog. Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse stellen das LinkInsulin her. Dabei bilden sie

zuerst eine Vorstufe des Insulins, das Proinsulin. Dieses wird dann in das Insulin und

eben das C-Peptid gespalten. Beide werden dann ins Blut ausgeschüttet.

Das C-Peptid (Connecting-Peptide) wird deswegen "Verbindungs-"Peptid genannt, weil

es im Proinsulin die beiden Ketten des späteren Insulins verbindet.

Die untenstehende Abbildung macht dies klarer. 

 

Die Ausschüttung von Insulin, C-Peptid und Proinsulin

Die Ausschüttung von Insulin, C-Peptid und Proinsulin

Insulin wird in den Inselzellen der Bauchspeichel-

drüse (genauer gesagt, in den sog. beta-Zellen)

gebildet.

Die bilden aber zuerst einmal eine Vorstufe von

Insulin, das Proinsulin.

Dieses wird in Insulin (rot) und das C-Peptid (grau)

gespalten.

Wann immer ein Molekül Insulin ausgeschüttet wird,

gelangt auch ein Molekül C-Peptid ins Blut.

Aber auch Proinsulin selbst wird (in geringen

Mengen) ans Blut abgegeben.

 

Peptid wird immer dann ins Blut ausgeschüttet, wenn auch Insulin

ausgeschüttet wird.

Bezüglich der Regulation der C-Peptid Ausschüttung siehe daher Abschnitt Regulation

der Insulinausschüttung auf der LinkInsulin-Seite.

 

Welche Funktion hat das C-Peptid im Blut

Noch konnte man keine finden.

 

Warum bestimmt man C-Peptid im Blut?

Die Bestimmung von C-Peptid ist eine Spezialuntersuchung, die relativ selten

durchgeführt wird. Zur Diagnose der LinkZuckerkrankheit ist sie im Allgemeinen nicht

nötig.

Der C-Peptid wird oft im Rahmen von klinischen Tests untersucht, wo man dem

Patienten eine Substanz (z.B. Zucker oder ein Hormon) verabreicht, oder ihn

längere Zeit hungern lässt und dann überprüft, wie der C-Peptidspiegel darauf

reagiert.

 

Man misst C-Peptid im Blut:

- Bei der Hypoglykämie (Unterzucker),

  • um die Ursache des niedrigen Blutzuckers zu klären.

- bei Zuckerkrankheit (LinkDiabetes mellitus),

  • um zu sehen, wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch liefert oder

  • bei Anregung liefern kann.

  • Dies hilft entscheiden, ob bei Diabetes Typ 2 eine Insulin-Behandlung

  • sinnvoll ist,

  • um spezielle, seltenere Ursachen des Diabetes zu erkennen.

 

Könnte man nicht genauso gut Insulin messen?

Meistens ja, das C-Peptid hat aber verschiedene Vorteile:

  • Insulin wird sehr rasch vorwiegend von der Leber abgebaut. Die Funktion

    der Leber hat daher Einfluss auf die Insulinspiegel im Blut. Beim C-Peptid

    ist das nicht der Fall.

  • Der Insulinspiegel sagt nichts darüber aus, ob das Insulin aus der

    Bauchspeicheldrüse kommt oder als Medikament verabreicht wurde. Das

    C-Peptid kommt sicher aus der Bauchspeicheldrüse. Findet man hohes

    Insulin aber keine C-Peptid-Erhöhung wurde Insulin verabreicht.

  • C-Peptid bleibt im Gegensatz zu Insulin länger im Blut, es wird nicht so

    schnell abgebaut. Eine nur kurzfristig hohe Insulinkonzentration kann man

    leichter "verpassen", das C-Peptid bleibt länger erhöht.

Darüber hinaus ist die Bestimmung von C-Peptid heute nicht mehr aufwändiger

als die von Insulin. 

 

Wie misst man das C-Peptid?

Einerseits ganz "normal" mit einer Blutabnahme in der Früh nach 12-stündiger

Nüchternphase wie die meisten anderen Laborwerte auch. Andererseits gibt es

spezielle Tests, bei denen man das C-Peptid nach dreitägigem Fasten misst oder

nachdem man die Bauchspeicheldrüse mit Glukose oder Glukagon zur Insulin-

Produktion (und damit auch zur C-Peptid-Produktion) angeregt hat.  

 

Wie kommt es zu erhöhten C-Peptid- / Insulinspiegeln?

Prinzipiell gibt es für unpassend hohe oder wirklich erhöhte C-Peptid- oder

Insulinspiegel folgende Ursachen:  

Unpassend hoch (Blutzuckerspiegel ist eher niedrig, Insulin würde nicht benötigt

werden):

  • C-Peptid und Insulin werden von einem Tumor produziert (dessen Zellen

    unterliegen nicht der normalen Steuerung durch den Blutzuckerspiegel).

  • Die C-Peptid- und Insulinausschüttung wurde durch Medikamente angeregt.

  • Sehr selten auch durch bestimmte Antikörper bei LinkAutoimmunerkrankungen,

    durch die die Insulin-produzierenden Zellen angeregt werden.

Wirklich erhöht:

  • Zuckerkrankheit vom Typ 2 und andere spezielle Formen der Zuckerkrankheit,

    bei denen Insulin nicht ausreichend auf die Zellen wirken kann. Als Ausgleich

    wird mehr Insulin (und C-Peptid) ausgeschüttet.

  • Erkrankungen oder Situationen, die den Blutzucker erhöhen. Als Reaktion

  • wird vermehrt Insulin (und C-Peptid) ausgeschüttet.

  • Fettleibigkeit

 

Wie kommt es zu erniedrigten C-Peptid- / Insulinspiegeln?

Prinzipiell gibt es für unpassend niedrige oder wirklich erniedrigte C-Peptid- oder

Insulinspiegel folgende Ursachen:

  • Zerstörung der Insulin-produzierenden Zellen (Typ 1 Diabetes, andere

    Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Medikamente, Gifte, Virusinfektionen),

  • Überforderung und Schädigung der Insulin-produzierenden Zellen

    (Typ 2 Diabetes),

  • seltene Erbschäden der Insulin-produzierenden Zellen

  • ein Tumor produziert ein Hormon, das die Insulinausschüttung hemmt.


Genaue Beschreibung der Laborwerte: Linksiehe Labor von A bis Z

Weitere Informationen: LinkC-Peptid - Referenzwerte

 

 

Autor: Dipl. MTF Nicole Dorner    

 

Stand: 10.06.2011  

 

Quellen:  

wikipedia.at/  

AKH consilium  

med4you.at/

 

Bildquelle:

med4you.at/  

 

 

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