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Dr. Mesaric

 
 
 

C-reaktives Protein (CRP) 

CRP ist der wichtigste Entzündungsparameter

zur Erkennung von Entzündungen

(LinkAkut-Phase-Parameter).  

CRP-c-reaktives Protein 

Es steigt rasch an, wenn eine Entzündung auftritt und fällt rasch wieder

ab, wenn sie wieder vorbei ist. (Anstieg ca. 6-12h nach Beginn einer

akuten Entzündungsreaktion. Die Halbwertszeit im Plasma beträt ca. 24

Stunden - schneller Abfall nach Genesung)

 

CRP ist ein Eiweißstoff, der in der Leber gebildet wird. Wenn im Körper eine Entzündung

vorliegt (z.B. eine Infektion mit Krankheitserregern), werden vom entzündeten Gewebe

bestimmte Entzündungsstoffe gebildet (z. B. Interleukin 6). Diese Entzündungsstoffe

veranlassen die Leber zur Bildung von CRP.

 

CRP ist auch bei gesunden Menschen im Blut vorhanden. 90 % aller Gesunden haben

ein CRP unter 3 mg/l und von diesen sind wiederum 99 % unter 1 mg/l. Als normal

gelten bei Erwachsenen Werte bis 5 mg/l (Milligramm pro Liter) oder 0,5 mg/dl

(Milligramm pro Deziliter). Es gibt auch Laboratorien mit anderen Normalwerten. Der

Referenzwert ist abhängig von der jeweiligen Analysemethode.

 

Hohe Werte (> 100 mg/l) sprechen mit großer Wahrscheinlichkeit für schwere,

bakterielle Infektionen oder ausgedehnten Gewebszerfall z. B. bei Tumorerkrankungen.

Leicht erhöhte Werte (< 50 mg/l) kommen auch bei leichteren oder lokal begrenzten

LinkEntzündungen, bei Virusinfekten oder kleineren Gewebsschäden vor.

 

CRP reagiert schneller und deutlicher als die anderen genannten Parameter, wie z.b.

dieLinkBlutsenkung (BSK).

 

REFERENZ

BEREICH:

Bereich

Einheit

Bereich

Einheit

- 5

mg/l

- 0,5

mg/dl

ERHÖHUNG

/POSITIV:

  • Werte zwischen 5 und 50 mg/l:

  • lokale oder leichtere Entzündungen (z.B. Abszesse und

    andere kleine Eiterungen, Bronchitis, Harnwegsinfekt,

    ruhendeLinkrheumatische Erkrankungen, ev. schwere

    Virusinfektionen), Herzinfarkt, Venenthrombosen, maligne

    Tumoren, Unfälle. Leichte Erhöhungen findet man auch bei

    Rauchern und Extremsportlern (z.B. Marathonläufer).

    Auch bei leichteren entzündlichen Prozessen kann CRP

    leicht ansteigen. Gegenüber einem anderen LinkAkute-

    Phase-Protein, dem Procalcitonin, ist CRP empfindlicher.

    CRP kann daher benutzt werden, um den Verlauf einer

    Erkrankung zu verfolgen.

  • Werte über 50mg/l sprechen für schwerere LinkEntzündun-

  • gen.

  • Werte über 100mg/l sprechen für eine schwere Erkrankung

    und sind oft mit bakteriellen Infektionen verbunden:

    Blutvergiftung (Sepsis), bakterielle Hirnhautentzündung oder

    Lungenentzündung, komplizierte Bauchspeicheldrüsen-

    entzündung (Pankreatitis), schwere Operationen, schwere

    Linkrheumatische Erkrankungen im aktiven Stadium,

    aktiver LinkMorbus Crohn, manche ausgedehnte Tumoren

    (Multiples Myleom, Morbus Hodgkin)

NORMALWERT

/NEGATIV:

für die normalen Methoden ist keine untere Grenze definiert, es

gibt daher keine zu kleinen Werte.

"Mikro CRP":

Auch Werte innerhalb des "Normalbereichs", also unter 5 mg/l,

sollen Bedeutung für das Risiko eines Herzinfarktes oder Hirninfark-

tes (Hirnschlag) haben.

Es gilt: je kleiner der Wert umso besser.

Für diese Anwendung des CRP muss man aber Methoden

anwenden, die diese kleinen Konzentrationen auch verlässlich

messen können.

 

 

Patienten mit Linkrheumatoider Arthirits haben abhängig von der Krankheitsaktivität

CRP-Werte bis über 200 mg/l. Diese korrelieren gut mit den klinischen Symptomen.  

Bei der Kontrolle der Krankheitsaktivität und der Therapiewirkung entzündlich-

rheumatischer Erkrankungen kommt es weniger auf die absolute Höhe des CRP an,

sondern auf die Änderungen der Höhe im Krankheitsverlauf.

Ein Patient mit einer Linkchronischen Polyarthritis und mit einem CRP von 100 mg/l

muß nicht kranker sein als ein Patient, ebenfalls mit einer chronischen Polyarthritis und

einem CRP von nur 50 mg/l. Vielleicht ist es sogar umgekehrt. Wichtig ist aber, ob bei

Patienten unter einer Therapie das CRP auf < 5 mg/l abfällt und niedrig bleibt oder ob

es u. U. im weiteren Verlauf wieder zu einem Anstieg kommt. Jeder Patient mit einer

chronischen entzündlich-rheumatischen Erkrankung sollte sich deshalb selber im

Rahmen des eigenen Krankheits- und Behandlungsmonitoring eine Verlaufsdarstellung

seiner CRP-Werte anlegen (entweder als Graphik oder als Tabelle).

 

Das CRP wird sehr schnell und sehr stark durch LinkCortison beeinflußt.

 

Faktoren, die bei der Beurteilung des CRP zu beachten sind

 

Alter

Kinder haben geringere Normalwerte als Erwachsene

Pepys

(1999)

Rauchen

Sonst gesunde Erwachsene haben einen 10-fach

erhöhten CRP-Median (11 mg/l; 5-40).

Das

(1985)

Ernährungs-

und

Hormonstatus

Schwerste metabolische Mangelzustände führen zu

einer abgeschwächten akuten Phase Reaktion.

Körperliche

Anstrengung

Abhängig vom Trainingszustand steigt das CRP nach

körperlicher Belastung.

Strachan

et al.

(1984)

Schwanger-

schaft

Während er Schwangerschaft steigt das CRP

kontinuierlich bis zu einem Wert von max.2 mg/dl bei

der Geburt.

Wood

(2000)

Klinischer

Status

Unterschiedliche Entzündungen gehen summativ in

den Wert ein.

Dauer der

Erkrankung

In den ersten 12 h nach Krankheitsbeginn kann das

CRP noch normal sein.

Art der Infektion

und Gewebs-

beteiligung

Oberflächliche bakterielle und virale Entzündungen

verursachen einen geringeren Anstieg als tief sitzende

bakterielle Infektionen.

Spezielle

Erkrankung

LinkColitis Ulcerosa, LinkSLE, Sclerodermie,

LinkDermatomyositis, Leukämie, LinkSjögren Syndrom

verursachen im Vergleich zum Entzündungsausmaß

geringe CRP-Anstiege.

Kommt es bei Patienten mit diesen Erkrankungen dann

aber zu einer Infektion, steigt das CRP wie erwartet an.  

Pepys &

Baltz

(1983)

Behandlung vor

Testung

Antibiotika und LinkSteroidgabe beeinflussen die

akute Phase Reaktion, das Krankheitsgeschehen und

damit das CRP.

Einzel- und

serielle Messung

Da der individuelle, genetisch determinierte CRP-Wert

nur geringe Schwankungen aufweist, läßt sich aus

seriellen Messungen auf den Krankheitsverlauf

rückschließen.

Pepys

(1999)

 

Alternative Verfahren: LinkBlutkörperchensenkungsgeschwindigkeitsmessung

 

Die Erkennung und Überwachung einer Entzündungsreaktion kann durch folgende

Untersuchungen erfolgen:

 

 

Autor:

Dipl. MTF Nicole Dorner        

Eveline Ioannidis

 

Stand: 01.10.2011

 

Quellen:  

wikipedia.at/  

AKH consilium  

med4you.at/

rheuma-online.de/

hw.oeaw.ac.at/

 

Bildquelle:

User Skolstoe, wikipedia.org/

 

 

 

  

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