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Dr. Mesaric

 
 
 

Cyclosporin A  

Handelspräparat: Sandimmun Neoral®-Kapseln zu 25, 50 und

100 mg Sandimmun Neoral®-100 mg/ml-Trinklösung

Indikationen

LinkChronische Polyarthritis, besonders in Kombination mit anderen Basistherapeutika.

LinkKollagenosen, LinkPsoriasisarthropathie. Die Hauptindikation des Präparates ist

die Transplantationsmedizin.

 

Dosierung

Beginnend mit 2,5 mg/kg KG/die, monatliche Steigerung um 0,5 mg bis auf maximal

5 mg/kg KG/die, aufgeteilt auf 2 Tagesdosen.

Erhaltungsdosis meist bei 3,5 mg/kg KG/die.

 

Wirkungseintritt

Nach 6–8 Wochen, falls nach 12 Wochen keine Wirkung, absetzen.

 

Untersuchungen vor Therapiebeginn

klinisch-physikalisch, Link Laborbasisblock,  wobei besonders auf die Wichtigkeit

eines kompletten Harnbefundes hinzuweisen ist sowie auch auf die zweimalige

Erhebung von LinkKreatinin an zwei verschiedenen Tagen, daneben auch Kalium.

Ausschluss bestehender Infekte, Blutdruckstatus!

 

Laborkontrollen

In 14-tägigen Abständen Kreatinin und Kalium bis zur Erreichung der stabilen Dosis

(im Allgemeinen nach 3 Monaten), danach  Laborbasisblock monatlich.

Steigt das Serumkreatinin um 30% über den individuellen Ausgangswert, so ist die

Cyclosporin-A-Dosis für 1 Monat um 25% zu reduzieren und eine Laborkontrolle nach

14 Tagen zu veranlassen. Bleibt das Serumkreatinin weiterhin erhöht, so ist

Cyclosporin A für 4 Wochen abzusetzen und erst bei Erreichen des Ausgangswertes

(zweimalige Bestimmung) neu zu beginnen. Blutspiegelbestimmungen sind in der

rheumatologischen Indikation nicht erforderlich.

 

Klinische Kontrollen

Blutdruckmessung (Selbstmessung), sonst im gleichen zeitlichen Abstand wie die

Laboruntersuchungen). Bei Auftreten einer Hypertonie nicht Diltiazem oder kalium-

sparende Diuretika einsetzen. Gingiva-Inspektion.

 

Kontraindikationen

Zustand nach oder gegenwärtiges Malignom.

Ausnahme: Hautmalignome (gilt nicht für Melanome), Präkanzerosen wie z.B. eine

Leukoplakie. Unkontrollierte Hypertonie, Nierenschaden, Schwere Herz- oder Bluter-

krankungen, Leberschaden (Enzyme über das Zweifache des oberen Grenzwertes

erhöht), Schwangerschaft und Stillzeit. Bekannte Allergie gegenüber dem Präparat.

Nicht kontrollierte Infektionen.

 

Nebenwirkungen

  • Hypertrichose,

  • Störung der Nierenfunktion, Hypertonie;

  • GI-Störungen: Anorexie, Nausea, Erbrechen, Durchfälle, Gingivahyperplasie;

  • leichter Anstieg von Kalium, Harnsäure, Blutfetten, Blutzucker;

  • Fieber,

  • Amenorrhoe,

  • Muskelkrämpfe,

  • Epiäquivalente,

  • Tremor,

  • Myopathie.

 

Interaktionen

Mit Antiepileptika, Ketokonazol, Flukonazol, Trimethoprim, Makrolide, Erythromycin,

Verapamil, Diltiazem. Additive Nebenwirkungen auf die Niere durch NSAR (und auch

andere Medikamente) möglich.

Der Genuss von Grapefruit und Grapefruit-Juice ist zu unterlassen, da dies zu einer

Steigerung des Cyclosporinspiegels führt.

 

Therapieunterbrechung bzw. -abbruch

  • Niere: siehe unter Laborkontrollen

  • nicht beherrschbare arterielle Hypertonie,

  • Leberschäden,

  • Blutbildveränderungen.

  • Aktive Infektionen,

  • Verdacht auf Vorliegen eines Malignoms (außer einem Basaliom).

  • Neurologische Störungen.

 

Autor: Eveline Ioannidis

 

Quelle:

Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation

 

Stand: 22.01.2010

 

 

 

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