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Dr. Mesaric

 
 
 

Etanercept (Enbrel®)

Rekombinantes Protein aus p75 TNF-Rezeptor und IgG-Fc.

Handelspräparat

Enbrel®, Durchstichfläschchen mit 25 mg löslichem Pulver.

Dosierungsschema

Für Erwachsene 25 mg 2-mal wöchentlich subkutan, auch eine einmal wöchentliche

Dosis von 50mg ist erprobt .

Für Kinder Dosierung 0,4 mg/kg KG (maximal 25 mg als Einzeldosis insgesamt) 2 x

wöchentlich subkutan.

Die Injektion erfolgt im Allgemeinen durch den Patienten selbst nach eingehender

Instruktion.

Indikationen

LinkChronische Polyarthritis, LinkPsoriasisarthritis, LinkM. Bechterew,

Linkjuvenile idiopathische (chronische) Arthritis;

 

Die Anwendung ist für Patienten vorbehalten, die trotz einer adäquaten Basistherapie

(inklusive LinkMethotrexat) in voller Dosis und ausreichender Dauer noch eine aktive

Krankheit haben; wir  verweisen hier auf die jeweils aktuellen indikationsspezifischen

Richtlinien.

Etanercept kann auch als Monotherapie (ohne gleichzeitiger Gabe von Methotrexat

=MTX) verabreicht werden. Die Kombination mit  MTX erhöht aber signifikant die

Wirksamkeit gegenüber der Monotherapie und ist daher anzustreben– bei Unverträglich-

keit von MTX eventuell Kombination von Etanercept mit anderen klassischen

LinkBasistherapeutika.

 

Außerhalb der Rheumatologie ist Etanercept in der Therapie der Psoriasis vulgaris

zugelassen (Dosierung 2x50mg s.c./Woche)

Wirkungseintritt

In etwa 2 Wochen, weitere Verbesserungen bis zum dritten Behandlungsmonat.

Untersuchungen vor Therapiebeginn

LinkLaborbasisblock, LinkANA, insbesondere aber Ausschluss von Infekten und rezenten

malignen Prozessen sowie demyelinisierenden Erkrankungen (z.B. MS). Ausschluss

einer aktiven oder latenten Tuberkulose durch C/P-Röntgen und Mendel-Mantoux-

Test. Sonographie Oberbauch.

Klinische Kontrollen

Health Assessment Questionnaire, ein LinkAkutphasenparameter (regelmäßig und

zum Zeitpunkt vor der Verabreichung des Präparates zur Bewertung der Effizienz),

regelmäßig Fahndung nach Infektionen, insbesondere auch aktive oder inaktive

(latente) Tuberkulose.

 

Dokumentation- und Patienteninformation über umgehende ärztliche Kontrolle im

Falle des Auftretens von Infektionen.

 

Bei Infekten, Fieber oder Symptomen, die auf eine Blutdyskrasie hinweisen könnten,

ist eine umgehende Rückmeldung der Patienten beim behandelnden internistischen

Rheumatologen erforderlich (Patienteninformation).

Neurologische Kontrolle wegen möglicher demyelinisierender Erkrankungen (z.B.

Multible Sklerose).

Laborkontrollen

LinkLaborbasisblock mit LinkANA, nach 1, 2 und 4 Monaten, dann 3-monatlich.

LinkBlutbild monatlich, anti-DNA-Antikörper.

Kontraindikationen

Akute, chronische (virale, bakterielle oder andere) und rekurrierende Infekte sowie

demyelinisierende Erkrankungen; bekannte Allergie gegen das Präparat, manifeste

Tumorerkrankungen. Herzinsuffizienz NYHA III,IV

Relative Kontraindikationen:

Tumor-Anamnese, TBC-Anamnese. Für Gravidität und Stillzeit existieren keine Erfah-

rungen.

Vorsicht ist angezeigt bei Behandlung von Patienten, die eine Anamnese von

Blutdyskrasien haben.

Nebenwirkungen

  • Lokale Reaktionen an den Injektionsstellen,

  • erhöhte Infektrate im Bereich der oberen Luftwege;

  • Kopfschmerz,

  • Dyspepsie,

  • selten aplastische Anämie und Pancytopenie.

  • Entwicklung von LinkANA und anti-ds-DNA-Antikörpern sowie nicht neutralisie-

    renden Antikörpern gegen Etanercept.

  • Allergische Reaktionen wurden in weniger als 1% aller Patienten festgestellt.

  • Lupus-like syndrome

Interaktionen

LinkMethotrexat hat auf die Kinetik von Etanercept keinen Einfluss, ansonsten liegen

bzgl. Interaktionen keine Studien vor.

Therapieabbruch

  • Beim Auftreten schwerer Infektionen bzw. Sepsis oder

  • schwerer allergischer Reaktionen oder

  • Hinweis auf Entwicklung einer demyelinisierenden Erkrankung.

  • Therapieunterbrechung bei Auftreten von jeglichen Infektionen.

  • Entwicklung einer cardialen Insuffizienz

Operationen

Vor Operation Kontaktaufnahme mit Rheumatologen. Vor und nach elektiven Opera-

tionen 2 Wochen Therapiepause.

Besonderes

Impfungen: Patienten mit JCA sollen vor Etablierung der Etanercept-Behandlung die

empfohlenen Impfungen erhalten.

Keine Impfungen mit Lebendimpfstoffen.

  

Es gibt keine Daten über die Effizienz von Impfungen während der Etanercept-

Therapie.

Weitere Informationen: LinkImpfungen bei Immunsupprimierten

 

 

Autor: Eveline Ioannidis

 

Stand: 30.11.2010

 

Quellen:

Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation

European Medicines Agency (EMEA)

 

 

 

 

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