rheuma-hand      rheuma-selbst-hilfe logo   logo
         
   
Home     Forum
         
     Infliximab, Remicade®    
 

Ärzteliste

SHG

Formulare

 
 
 

Forum

Chat

Lexikon

Laborwerte

Links

Archiv

Impressum

Über uns

Dr. Mesaric

 
 
 

Infliximab (Remicade®)

Ist ein chimärer (Maus/Mensch) monoklonaler Antikörper gegen

TNF-alpha.

Handelspräparat 

 

Remicade®, Durchstichflaschen mit 100 mg Lyophilisat zur Infusionsbereitung.

 

Dosierungsschema

Gilt für Linkchronische Polyarthritis (c.P.): 3 mg/kg

Körpergewicht intravenös als Infusion über mindestens 2 Stunden. Diese Dosis wird

zum Zeitpunkt 0 und nach 2 und 6 Wochen verabreicht, weitere Infusionen je nach

Wirkung im Abstand von jeweils 4–8 Wochen in derselben Dosis (auch Dosiserhöhung

bis 5 mg/kg monatlich möglich).

 

Indikationen

LinkChronische Polyarthritis (c.P.), LinkPsoriasisarthritis, LinkM. Bechterew.

Außerhalb der Rheumatologie ist Infliximab zur Behandlung des LinkM. Crohn registriert.

 

Die Anwendung ist für Patienten vorbehalten, die trotz adäquater LinkBasistherapie

inklusive LinkMethotrexat in voller Dosis und ausreichender Dauer noch eine aktive

Erkrankung  haben; wir  verweisen hier auf die jeweils aktuellen indikationsspezifischen

Richtlinien. Methotrexat wird parallel zur Infliximab-Therapie weiter verabreicht, um die

Wirksamkeit zu steigern. Eine Unverträglichkeit der klassischen Basistherapeutika ist

kein Ausschlussgrund zur Gabe von Infliximab.

 

Wirkungseintritt

In wenigen Tagen bis Wochen, kein Wirkungsverlust in der Dauertherapie (2-Jahres-

Daten).

 

Untersuchungen vor Therapiebeginn

Kompletter LinkLaborbasisblockLinkANA, ds-DNA-Antikörper, Ausschluss von Infekten

und malignen Tumoren. Insbesonders Ausschluss einer aktiven oder latenten Tuber-

kulose durch  C/P-Röntgen, Mendel-Mantoux-Test.

 

Klinische Kontrollen :

Health Assessment Questionnaire, ein LinkAkutphasenparameter (regelmäßig und zum

Zeitpunkt vor der Verabreichung des Präparates zur Bewertung der Effizienz), Fahndung

nach Infektionen, insbesondere auch aktive oder inaktive (latente) Tuberkulose.

 

Dokumentation- und Patienteninformation über umgehende ärztliche Kontrolle im Falle

des Auftretens von Infektionen.

 

Laborkontrollen

LinkLaborbasisblock vor jeder Infusion, LinkANA, anti-ds-DNA 3-monatlich.

 

Kontraindikationen

Akute, chronische (virale, bakterielle oder andere) und rekurrierende Infekte,

bekannte Allergien gegen das Präparat, gegen einen der Hilfsstoffe oder gegen

Mausproteine, manifeste Tumorerkrankungen, aktive oder inaktive (latente)

Tuberkulose, demyelinisierende Erkrankung (wie z. B. Multiple Sklerose).

Herzinsuffizienz Stadium NYHA III,IV

 

Relative Kontraindikationen:

Tumor-Anamnese, TBC-Anamnese. Keine Erfahrungen bestehen über die Anwendung

in der Gravidität und Stillzeit, daher bei Kinderwunsch Gravidität erst 6 Monate nach

Beendigung der Therapie empfohlen; keine Erfahrungen mit Kindern (<17 Jahre) und

noch unzureichende Daten über die Anwendung bei älteren Patienten.

 

Nebenwirkungen

Möglich sind:

- Kopfschmerz,

- Übelkeit,

- abdomineller Schmerz,

- Pharyngitis (Rachenentzündung),

- Entzündungen der oberen Luftwege,

- Hautausschläge und Juckreiz,

- allergische Reaktionen (Infusions-Reaktionen während und bis 2 Stunden nach

  Infusion) möglich, schwere Formen aber selten; ein Therapieabbruch ist in den

  meisten Fällen nicht erforderlich.

- Entwicklung antinukleärer und anti-ds-DNA-Antikörper, lupus-like-syndrome,

  Antikörper-bildung gegen Infliximab.

- Erhöhte Infektionsneigung (speziell oberer Respirationstrakt, Harntrakt),

  manchmal mit

- hochakutem Verlauf, Manifestation einer Tuberkulose und  anderer Infekte mit

- intrazellulären Bakterien (Listeriose etc.)

- Bei einer neuerlichen Verabreichung des Präparates nach 2-jähriger Therapie-

  pause sind spät auftretende allergische unerwünschte Wirkungen (nach 3-12

  Tagen Serumkrank-heit ähnliche Symptomatik) bekannt geworden.

 

Interaktionen

Keine Studien durchgeführt.

 

Therapieabbruch

- Schwere Allergien,

- schwere Infektionen oder Sepsis;

- Entwicklung einer cardialen Insuffizienz,

- Auftreten von Symptomen einer demyelinisierenden Erkrankung unter der

  Therapie,

- lupus-like-syndrome.

- Therapieunterbrechung bei Auftreten von jeglichen Infektionen.

 

Operationen

Vor Operation Kontaktaufnahme mit Rheumatologen. Eine Pause von 2 Wochen vor und

nach Operationen wird empfohlen.

 

Besonderes

Aufgrund der Infektionsgefahr soll keine rohe Milch oder Edelschimmelkäse verzehrt

werden (Listerien)

 

Impfungen sind – außer mit Lebendimpfstoffen - nicht kontraindiziert.

Erfahrungen über das Angehen von Impfungen unter Infliximab gibt es nicht.

 

Weitere Informationen:

LinkBasistherapie

LinkBasismedikamente

LinkImpfungen bei Immunsupprimierten  

 

 

 

Autor: Eveline Ioannidis 

 

Stand: 10.09.1010

 

 

Quellen:

Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation

European Medicines Agency (EMEA)

  

 

 

top nach oben

 

 

 

   
   

  - Rheuma-Selbst-Hilfe.at.com              Kuvert  E-Mail