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    Leflunomid, Arava®    
 

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Dr. Mesaric

 
 
 

Leflunomid

 

Handelspräparat :

Arava® 10 mg, 20 mg, 100 mg Filmtabletten

 

Indikationen

Linkchronische Polyarthritis und  LinkPsoriasisarthropathie, periphere LinkArthritis bei

Linkseronegativen Spondarthropathien;

Bisher nur bei Erwachsenen zugelassen; in Studien auch bei LinkM. Wegener, LinkSLE

und Felty Syndrom erfolgreich angewandt.

 

Dosierung

20 mg tgl (maximal 30mg), unabhängig von der Nahrungsaufnahme. Die loading-dose

(100mg an den ersten 3 Tagen) wird wegen vermehrter Unverträglichkeiten nur selten

angewandt. 10mg Dosis nur bei Kombination mit LinkMTX sinnvoll.

 

Wirkungseintritt

Nach 4–8 Wochen.

 

Untersuchungen vor Therapiebeginn

klinisch-physikalisch, LinkLaborbasisblock, Blutdruck, Ausschluss einer Schwanger-

schaft. Es wurden pulmonale UAW (Pneumonitis) beobachtet, ein Ausschluss

pulmonaler Veränderung vor Therapiebeginn ist notwendig.

 

Laborkontrollen

Alle zwei Wochen in den ersten sechs Monaten der Behandlung die LinkALT (SGPT) und

ein vollständiges LinkBlutbild (einschließlich LinkDifferenzialblutbild und

LinkBlutplättchen).

Anschließend sollen diese Werte alle acht Wochen kontrolliert werden.

 

Bei persistierender Erhöhung der LinkAST (SGOT) oder LinkALT (SGPT) über das Dreifache

des oberen Normbereichs muss Leflunomid abgesetzt werden.

Bei Kinderwunsch kann (in speziellen Fällen) der Plasmaspiegel (durch den Hersteller)

gemessen werden, nachdem eine Elimination des Medikamentes mit Cholestyramin

durchgeführt wurde, siehe unten) .

 

Klinische Kontrollen

Blutdruck  (Selbstmessung)

 

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft,

  • fehlender Empfängnisschutz bei gebärfähigen Frauen und Männern, die ein Kind

    zeugen möchten.

  • Frauen die stillen, dürfen Leflunomid nicht einnehmen. Leflunomidallergie,

  • schwere Infektionen,

  • schwere Immundefekte (AIDS),

  • Myelodysplastisches Syndrom,

  • ausgeprägte LinkLeukopenie,

  • LinkThrombopenie,

  • schwere Anämie.

  • Eingeschränkte Leberfunktion,

  • mittlere oder schwere Niereninsuffizienz,

  • schwere Hypoproteinämie,

  • nephrotisches Syndrom.

Bei leichter Niereninsuffizienz und im Alter ist keine Dosisreduktion notwendig.

Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist Leflunomid nicht zugelassen.

 

Nebenwirkungen

  • Diarrhoe, Nausea, Dyspepsie, (Durchfall, Übelkeit, verschiedene

    Oberbauchbeschwerden unterschiedlicher Entstehung)

  • erhöhte Leberwerte, Leberschäden unterschiedlichen Schweregrads

  • Cephalea (Kopfschmerzen) und Schwindel,

  • Schleimhautläsionen,

  • Bronchitis,

  • arterielle Hypertonie (Bluthochdruck),

  • Exantheme (Hautausschläge),

  • Alopezie (Haarausfall),

  • Hauttrockenheit,

  • Appetitlosigkeit,

  • Gewichtsverlust,

  • LinkLeukopenie,

  • sehr selten Pneumonitis,

  • erhöhtes Infektrisiko

  • hämatologische Reaktionen 

 

Interaktionen

Marcoumar, mögliche additive Hepatotoxizität durch Itraconazol, LinkMethotrexat

Leflunomid und seine Metaboliten hemmen hepatales Cytochrom P450. Leflunomid führt

zu einer klinisch fraglich bedeutsamen Erhöhung der Blutspiegel von ungebundenen

NSAR und von Tolbutamid. Kombinationstherapien mit anderen LinkBasistherapeutika

sind möglich (auch LinkBiologika), dann allerdings sind sorgfältige Laborkontrollen

erforderlich.

 

Achtung:

Das Präparat bzw. sein Hauptmetabolit hat eine Eliminationshalbwertzeit von etwa 2

Wochen, es soll aber bei schweren Nebenwirkungen oder im Falle einer nach dem

Absetzen von Leflunomid geplanten Schwangerschaft mit Cholestyramin oder Aktivkohle

aus dem Körper eliminiert (ausgewaschen) werden. Dazu werden dreimal tgl. 8 g

Cholestyramin oder 4 mal tgl. 50 g Aktivkohlepulver durch insgesamt 11 Tage

empfohlen.

 

Therapieabbruch

  • Bei persistierender Leukopenie unter 3.000 L/G,

  • Thrombopenie unter 100.000 T/T oder bei

  • Erhöhung der AST (SGOT) oder ALT (SGPT) über das Dreifache des oberen

    Normbereichs muss Leflunomid abgesetzt werden, ebenso bei

  • persistierenden Unverträglichkeitsreaktionen im Bereich der Haut oder des Darms.

 

Quellen:

 

Weitere Informationen:

 

 

Stand: 12.05.2010

 

 

 

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