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Dr. Mesaric

 
 
 

Monozyten

Weiße Blutkörperchen, die man in der Anfangszeit der

Mikroskopie als einkernige (=mononukleäre) Zellen den

"mehrkernigen" Granulozyten gegenüberstellte.

 

 

Später wurde klar, dass auch die Granulozyten nur einen Kern haben, mag dieser auch

aus 2 oder mehreren, nur durch dünne Brücken verbundenen Teilen bestehen.

Monozyten verweilen nicht lange im Blut. Sie wandern in das Gewebe und werden dort

zu verschiedenen Fresszellen (Makrophagen). Makrophagen können z.B. Bakterien

fressen. Dies dient aber nicht nur der Beseitigung des Bakteriums.

Eine überaus wichtige Funktion der Fresszellen ist auch, den LinkLymphozyten

Bakterienteile zu präsentieren. Dadurch werden die Lymphozyten auf den Eindringling

aufmerksam und starten ihrerseits die Abwehrmechanismen.

 

 

REFERENZ-

BEREICH

 

Bereich

Einheit

relativ*

2 bis 10

% der Leukozyten

absolut*/µl

200 bis 800

Zellen /µl

absolut*/l

0.20 bis 0.80

x109 Zellen /l

*Die Menge bestimmter Linkweißer Blutkörperchen kann man einerseits relativ

als %-Wert angeben (20% Monozyten heißt z.B., dass 20% aller weißen

Blutkörperchen Monozyten sind) oder absolut als Anzahl der Zellen, die in einem

bestimmten Volumen enthalten sind. Meist ist der Absolutwert der aussagekräf-

tigere. Haben Sie z.B. 15% Monozyten bei einer LinkLeukozytenzahl von nur

4000/µl, dann sind die Monozyten ja absolut immer noch normal (nämlich 600/µl).

Hinweis: aus isolierten, leichten Erhöhungen oder Erniedrigungen von Laborwerten

kann man in den allermeisten Fällen keine Schlussfolgerungen auf irgendeine

Erkrankung ziehen.

Liegen also nur leichte Veränderungen vor, muss keineswegs irgendeine der

nachfolgend genannten Erkrankungen oder Veränderungen vorliegen!

ERHÖHUNG=

MONO-

ZYTOSE

Zuerst seien 2 Dinge vorausgeschickt:

Wird eine Monozytose festgestellt, muss erst einmal

abgeklärt werden, ob tatsächlich eine vorliegt.

Viele Zellen können den Monozytenwert eines Blutbildautomaten

fälschlich erhöhen.

Eine mikroskopische oder weiterführende Abklärung ist daher

erforderlich. Beispielsweise führt das sog. Pfeiffersche

Drüsenfieber (=Kissing-Disease=infektiöse Mononukleose, EBV-

Infektion) nicht zu einer echten Monozytose. Die früher als

"lymphomonozytoide Übergangsformen" bezeichneten Zellen

sind heute eindeutig als Lymphozyten identifiziert.

 

Leichte Monozytosen sind nicht selten. Oft findet man keine

bestimmte Ursache.

  • Best. Bakterielle Infektionen:

    Tuberkulose, Entzündungen der Herzklappen (subakute

    bakterielle Endokarditis), Syphilis, Brucellose, Typhus

  • Erholungsphase nach akuten Infektionen

  • Einzeller und Rickettsieninfektionen:

    Rocky mountain spotted fever (Felsengebirgsfleckfieber),

    Malaria, Trypanosomiasis (Schlafkrankheit), Kala-Azar

    (Leishmaniase)

  • Leberzirrhose

  • Bösartige Erkrankungen des Blutes:

    Monozytäre Leukämien, Morbus Hodgkin, Non-Hodgkin-

    Lymphome, Chronisch Myeloische Leukämie und andere

    Myeloproliferative Syndrome, Multiples Myelom, Maligne

    Histiozytose

  • Verschiedene Tumoren:

    bes. Eierstock-, Magen- und Brusttumoren sowie Melanom

  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises:

    LinkLupus Erythematodes, LinkRheumatoide Arthritis

  • Granulomatöse Erkrankungen:

    Sarkoidose, LinkColitis Ulcerosa, LinkMorbus Crohn

  • Chronische, hochdosierte Kortikoidtherapie

  • Lipoidspeicherkrankheiten

  • Hand-Schüller-Christiansche Erkrankung

 

Bei folgenden Medikamenten wurde eine Erhöhung der

Monozyten beobachtet:

  • Manche Antibiotika

Relative Erhöhungen der Monozyten (angegeben in % der weißen

Blutkörperchen) entstehen natürlich bei der Verminderung der

anderen weißen Blutkörperchen.

 

VERMIN-

DERUNG =

MONOZYTO-

PENIE

  • Haarzellleukämie

  • Aplastische Anämie

  • Relative Verminderungen der Monozyten

    (angegeben in % der weißen Blutkörperchen)

    entstehen natürlich bei der Vermehrung der

    anderen weißen Blutkörperchen

 

 

 

Autor: Dipl. MTF Nicole Dorner

 

Stand: 23.05.2010

 

Quellen:

wikipedia.at/

AKH consilium

med4you.at/

 

 

 

 

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