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Rheuma und Reisen, Rheuma und Urlaub

   
 

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Über uns

Dr. Mesaric

 
 
 

Welche Medikamente gehören in die Reiseapotheke?

Was ist sonst noch bei Reisen zu beachten?

 

Tipps für Rheumatiker

 

 

 Reisevorbereitung:

 

Einholen der Länderinformation über vorkommende Krankheiten:

Infos: Linkhttp://www.reiseapotheke.de/de/laenderinfo_8.php

 

Impfvorschriften beachten!

Überprüfen Sie auch, ob der Impfschutz für Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung

(Polio) eventuell aufgefrischt werden muss.

Rechtzeitig impfen lassen!

 

Für schwer Immunsupprimierte gilt:

Keine Impfungen mit Lebendimpfstoffen, Totimpfstoffe hingegen sind erlaubt.

 

Infos: Linkhttp://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Impfungen/Wissen/

Lebend-und-Totimpfung-1575.html

 

Infos: LinkImpfungen bei Immunsupprimierten Rheumatikern

Kann man immunsupprimierte Patienten impfen?

 

Reist das Haustier mit?:

Infos: Linkhttp://www.reiseapotheke.de/de/impfplan_fuer_tiere_19.php

 

Checkliste:

Infos: Linkhttp://www.reiseapotheke.de/de/checkliste_11.php

 

Welche Gegenden sind für Rheumatiker das ideale Urlaubsziel?

Geeignet:

• stabiler Wetterlage

• warmem und trockenem Umfeld

• sonnigem Klima (ideal mit Schatten spendendem Umfeld)

• reiner Luft

 

Ungeeignet:

• starken Extremen

• starker bis sehr starker Hitze

• schwül warmem tropischen Klima

• raschem Wechsel von Hoch- und Niederdruck-Wetterlagen

• nassem und kaltem Wetter

• tagelangem Nebel

 

Empfehlenswert für Patienten mit Linkentzündlich-rheumatischen Erkrankungen

sind Gegenden mit wenig Luftfeuchtigkeit.

Für Patienten mit LinkPsoriasisarthritis ist ein Urlaub am Meer sicherlich sehr geeignet.

Für Patienten mit Linksystemischen Lupus erythematodes gilt es die Sonne zu

meiden.

 

Bei Körperbehinderung eine behindertengerechte barrierefreie Unterkunft wählen.

 

Für Urlaube in Österreich hilft der „behinderten freundliche Hotelführer“ weiter:

LinkBEHINDERTENFREUNDLICHER HOTELFÜHRER

 

Bevor die Reise beginnt, sollte darauf geachtet werden, dass die

regelmäßigen Blut-Kontrollen sowie der Leber- und Nierenwerte nicht

versäumt werden.

Kurz vor einer Reise sollte eine Umstellung der Medikamente vermieden werden, da es

eventuell zu damit verbundenen Nebenwirkungen kommen kann.

LinkMTX in Spritzenform kann für die Dauer des Urlaubs auf Tabletten umgestellt

werden (fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob das auch bei Ihnen möglich wäre)

Nehmen Sie besser ein paar mehr Tabletten mit als für die Dauer der Reise notwendig

sind. Es kann immer zu Verspätungen oder Verlust kommen.

 

Bei Reisen in Länder außerhalb der EU können unterschiedliche Bestimmungen für die

Mitnahme von Medikamenten gelten. So wird in manchen Ländern eine Deklaration der

Arzneimittel bei der Einreise oder ein ärztliches Attest verlangt. Weitere Informationen

über die Einfuhrregelungen für Arzneimittel finden Sie bei den jeweiligen

LinkLänderinformationen des Außenministeriums (Reiseinformationen).

Mit einem ärztlichen Attest für die medikamentöse Behandlung sind Sie für den Fall

gewappnet, sich im Ausland die nötigen Medikamente besorgen zu müssen. Das Attest

sollte auch in englischer Sprache verfasst sein und neben dem Arzneimittelnamen

(Handelsnamen) auch den Wirkstoffnamen enthalten (Es kann sein, dass Ihr

Medikament im Ausland unter einem anderen Handelsnahmen geführt wird, deshalb ist

der Wirkstoffname besonders wichtig!).

 

Transport von Medikamenten

Tabletten:

Grundsätzlich sollten alle Medikamente im Handgepäck transportiert werden. In der

Regel können Medikamente in Tablettenform ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen

mitgeführt werden. Jedoch ist gerade bei starken Schmerzmitteln, die zu der Gruppe

der Opioide gehören, eine ärztliche Bescheinigung für die Einfuhr ins Ausland notwendig.

 

Spritzen:

Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind hier bei Flugreisen notwendig. Ca. zwei Wochen

vor Abflug sollte die entsprechende Fluggesellschaft über die Mitnahme der Spritzen

informiert werden. Auch diese gehören ins Handgepäck und sollten vor Abflug beim

Bordpersonal abgegeben werden.

Bei einigen dieser Medikamente ist es äußerst wichtig, dass sie permanent gekühlt

werden. Der Hersteller empfiehlt eine Kühlung von + 2 °C bis + 8 °C. Daher wird für

den Transport eine Kühltasche empfohlen.

Die Kühltaschen sind in der Apotheke beziehbar, machen Pharmafirmen stellen sie

für Patienten kostenlos zur Verfügung (beziehbar über dem behandelnden Arzt oder

Apotheker).

Ein ärztliches Attest über die medizinische Notwendigkeit ist erforderlich.

 

Reiseapotheke Grundausstattung

Jene Medikamente, die man auch zu Hause ständig nimmt, sollten auf jeden Fall

einen besonderen Platz in der Reiseapotheke haben, denn oftmals kann das Fehlen

eines derartigen Medikamentes (z.B. Insulin für Diabetiker) lebensbedrohliche Folgen

haben.

 

Allgemeines:

- Fieberthermometer, Pinzette, Schere, Fremdkörperhäkchen

- Spritzen und Nadeln sowie sonstiges medizinisches Equipment nur in

- Ausnahmefällen und dann nur mit mehrsprachiger Erklärung

- elastische Binde, Dreieckstuch, Kompressen, Pflaster, Wundklebestreifen

- Insektenschutzmittel und Sonnenschutz

- Hautdesinfektion, ev. Wasserdesinfektion

- “Pille“, Damenbinden, Kondome

- Ohropax

 

Spezielles:

- Durchfallmedikamente (Imodium, Enterobene, den Wirkstoff des Imodium gibt

- es neuerdings auch als rezeptfreies "Loperamid ratiopharm akut"!); Vorsicht,

- nie bei fieberhaftem Durchfall!)

- Breitbandantibiotikum: mit dem Arzt besprechen

- orale Dehydrierungslösung (für Kinder als fertiges Granulat in der Apotheke),

- für Erwachsene: Orangensaft plus 1 EL Zucker plus 1KL Salz; kein Coca-Cola

- (zu viel Zucker!)

- Augen-und Ohrentropfen (ev. mit Antibiotikazusatz)

- schmerzlindernde und fiebersenkende Mittel

- Mittel gegen Erbrechen

- antiallergisches Mittel (Tabletten und Salbe/Creme)

- Nasentropfen

- Hustenmittel

- Wund- und Heilsalbe

 

Glucocorticoide in ausreichender Menge

Sollte während des Urlaubes doch eine Verschlechterung eintreten, kann die Dosis

im Sinne einer LinkCortison-Stoßtherapie angepasst werden. Die Dosierung sollte vor

Reisebeginn mit dem behandelnden Arzt festgelegt werden – Notfallplan!

Wegen allfälliger Rückfragen immer die Praxis-Telefonnummer mit sich führen!

 

Anreise

 

Egal welches Verkehrsmittel benutzt wird, wichtig bei längerer Anreise ist die

Beinfreiheit und die Möglichkeit sich zwischendurch „die Beine vertreten“ zu

können.

 

Wichtig:

Patienten mit bekannten Venenproblemen, Raucher, Frauen die die „Pille“ einnehmen

und Übergewichtige  sollten die Thromboseprophylaxe nicht vergessen! (Stützstrümpfe,

Heparin spritzen, viel Trinken)

Eventuell  in diese Prophylaxe einzubeziehen sind noch Personen mit Zuckerkrankheit,

Bluthochdruck oder andere Herzgefäßerkrankungen die eine Thrombose begünstigen

können.

 

Am Urlaubsziel

 

Der richtige Sonnenschutz

Zahlreiche Medikamente können dazu führen, dass die Haut gegenüber der

Sonneneinstrahlung empfindlicher wird und mit Röte, Ausschlag und Juckreiz reagiert.

Daher ist ein Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor über 30 erforderlich. Bitte

die Anwendungshinweise des Produktherstellers beachten!

Außerdem sollte zu intensive Sonneneinstrahlung vermieden werden.

 

Bei Patienten mit Linksystemischen Lupus erythematodes kann es durch die Sonne

zu einer Aktivierung der Grunderkrankung kommen!

 

Medikamente, die zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit führen können

 

Viele Rheumatiker haben aufgrund ihrer Medikamente ein erhöhtes

Infektionsrisiko.

Daher sollten vorbeugende Maßnahmen getroffen werden:

 

- Nur gekochtes, gebratenes Fleisch und Gemüse essen, Obst nur geschält essen

- Trinken Sie kein Leitungswasser, nur Mineralwasser! Keine Eiswürfel!

- Vollklimatisierte Hotelzimmer sind oft zu kühl und Bronchitis, Husten und Schnupfen

- sind die Folgen.

- Meiden Sie Regionen mit hohem Infektionsrisiko.

 

Weitere Informationen:

LinkHygienetipps und Maßnahmen für immunsupprimierte Menschen zur

Vermeidung von Infektionen

 

Medikamenteneinnahme und Zeitverschiebung

Cortison

LinkCortison sollte grundsätzlich frühmorgens (zwischen 5:00 und 8.00 Uhr) einge-

nommen werden. Die körpereigene Produktion von Cortison unterliegt nämlich 

Tagesschwankungen.

Produktionsstart ist so gegen 4.00 Uhr. Zwischen 6.00 Uhr und 8.00 Uhr morgens

erreicht die Produktion ihren Höchstwert und gegen 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr fällt sie

wieder stark ab. So passt die frühmorgendliche Einnahme des zusätzlichen Cortisons

am Besten zur körpereigenen Produktion.

Daher sollte die Einnahme auch bei einer Zeitverschiebung im Urlaubsland wieder

frühmorgens erfolgen. Das bedeutet bei einer Reise nach Osten würde die Tablette

nicht nach 24 Stunden geschluckt werden, sondern etwas früher, um wieder in den

morgendlichen Rhythmus zu kommen. Bei einer Reise in den Westen dauert es dann

entsprechend länger bis die nächste Tablette eingenommen wird. Daher empfiehlt es

sich in diesem Fall zur Überbrückung circa ein Drittel der Dosis am Abend der Ankunft

einzunehmen.

 

NSAR und Schmerzmittel

In der Regel müssen NSAR und die meisten Schmerzmittel zweimal pro Tag, also alle

12 Stunden eingenommen werden. Dies sollte auch bei einer Zeitverschiebung

möglichst beibehalten werden. Bei einer mehrstündigen Zeitverschiebung kann es

jedoch sein, dass die Schmerztablette mitten in der Nacht geschluckt werden müsste.

Um Schmerzen zu vermeiden, empfiehlt es sich das 12-stündige Intervall eher zu

verkürzen. Das bedeutet die Schmerztablette sollte vor dem Zu-Bett-Gehen geschluckt

werden und dann wieder alle 12 Stunden.

 

Andere Medikamente

Diese sollten zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden, wie zu Hause. Das bedeutet

beispielsweise wenn ein Biological immer sonntags um 14.00 Uhr gespritzt wird, sollte

es auch in Amerika oder Asien sonntags um 14.00 Uhr Ortszeit gespritzt werden. Da

diese Medikamente in der Regel schon über mehrere Monate eingenommen werden, ist

im Blut genügend davon vorhanden, so dass eine Verschiebung um weniger als einen

Tag die Wirkung nicht beeinflusst.

 

 

Autor: Eveline Ioannidis

 

 

Quellen:

reiseapotheke.de

reisemed.at

abbott-care.de

gesundheit.gv.at/  

 

 

 

Das Rheuma-Selbst-Hilfe Team wünscht allen Usern

einen wunderschönen und erholsamen Urlaub! 

 

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