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Dr. Mesaric

 
 
 

Trijodthyronin (=T3),  freies Trijodthyronin

(freies T3 = fT3)

Trijodthyronin ist ein Schilddrüsenhormon.

Die Schilddrüse heißt lateinisch "Glandula thyreoidea". Im Tri-jod-thyronin sind drei

Jod-Atome.

Der Begriff Hormon kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie antreiben,

in Bewegung setzen.

 

Wann bestimmt man T3 bzw. fT3?

Bei Verdacht auf verschiedene Schilddrüsenerkrankungen oder Funktionsstörungen,

insbesondere bei Verdacht auf Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse. Man misst

T3 bzw. fT3 in der Blutflüssigkeit. Freies T3 ist das nicht an Eiweißstoffe gebundene

T3.

 

Welche Zeichen hat eine Schilddrüsenüberfunktion (=Hyperthyreose)?

Hervortretende Augäpfel ("Glanzauge", Exophthalmus), Schilddrüsenvergrößerung

(Kropf), Zittern, Fahrigkeit, Schweißausbrüche, Bevorzugung kühlerer Umgebung,

schneller Herzschlag, Durchfälle, vermehrter Appetit (trotzdem Gewichtsabnahme),

dünne Haare, Haarausfall, Muskelschwäche.

Bei älteren Menschen sind die Zeichen oft nicht so deutlich ausgeprägt.

 

Welche Zeichen hat eine Schilddrüsenunterfunktion (=Hypothyreose)?

Aufgedunsenes Gesicht, verschwollene Augen, geschwollene Lippen,

Gewichtszunahme, trockene - raue -verdickte - manchmal gelblich verfärbte Haut,

Verlangsamung, heisere Stimme, leichte Ermüdbarkeit, allgemeine Schwäche,

Verstopfung, langsamer Herzschlag, Bevorzugung wärmerer Umgebung, ev. Kropf.

 

REFERENZ-

BEREICH:

Erwachsene

Bereich

Einheit

Bereich

Einheit

Gesamt T3 (TT3)

0.9 - 1.8

µg/l

1.4 - 2.8

nmol/l

freies T3 (fT3)

3.5 - 8

ng/l

5.4 - 12.3

pmol/l

ERHÖHUNG:

Primäre Schilddrüsenüberfunktion

(= primäre Hyperthyreose; häufig)

 

Liegt dann vor, wenn die Schilddrüse zu viel Schilddrüsenhormone

ausschüttet. Die Hirnanhangsdrüse wird versuchen gegenzusteuern

indem sie die TSH Ausschüttung vermindert. TSH wird daher in

diesen Fällen erniedrigt sein.

 

Etwa 5-10% aller Schilddrüsenüberfunktionen haben nur T3 bzw.

fT3 erhöht.

 

Die Ursachen der primären Hyperthyreose

  • Autoimmun-verursachte Entzündungen der Schilddrüse

  • (Unsere Abwehr richtet sich gegen das eigene

    Schilddrüsengewebe). Dazu gehört der Morbus Basedow.

  • Andere Entzündungen der Schilddrüse,

  • auch durch Bestrahlung verursachte 

  • Gutartige Tumoren

  • (sog. Autonomes Adenom), seltener bösartige Tumoren

    (Schilddrüsenkarzinom) der Schilddrüse können

    Schilddrüsenhormone bilden 

  • Disseminierte Autonomie der Schilddrüse

  • Die ganze Schilddrüse bildet zu viel Hormone obwohl TSH

    niedrig ist 

  • Jodzufuhr

  • Übermäßige Jodzufuhr bei Jodmangel oder Autonomer

    Schilddrüse (Medikamente, Kontrastmittel) nicht aber T4.

  • Hyperthyreosis factitia

  • (=künstliche Überfunktion)

    Übermäßige Einnahme von Schilddrüsenhormontabletten

    könnte zu erhöhten T3 bzw. fT3 Spiegeln im Blut führen.

 

Sekundäre Schilddrüsenüberfunktion

(= sekundäre Hyperthyreose; selten)

 

Obwohl die Schilddrüse genügend Hormone produziert, schüttet

die Hirnanhangsdrüse weiter TSH aus und treibt dadurch die

Schilddrüse an.

Das führt dann natürlich dazu, dass zu viele Schilddrüsenhormone

im Blut sind, also eine Schilddrüsenüberfunktion, eine

Hyperthyreose entsteht.

Und weil daran nicht die Schilddrüse selbst schuld ist, nennt man

das "sekundäre" Hyperthyreose. In diesen Fällen wird die TSH

Konzentration im Blut erhöht sein.

 

Ursachen einer sekundären Schilddrüsenüberfunktion:

  • Tumoren, die TSH oder TSH-ähnliche Stoffe produzieren

  • Unempfindlichkeit der Hirnanhangsdrüse gegenüber den

  • Schilddrüsenhormonen (Hirnanhangsdrüse „glaubt“ es sei

    zu wenig Schilddrüsenhormon im Blut und schüttet verstärkt

    TSH aus)

VERMIN-

DERUNG

 Primäre Schilddrüsenunterfunktion

(= primäre Hypothyreose; häufig)

 

Die Schilddrüse produziert nicht genug Hormone

(Schilddrüsenunterfunktion; da die Schilddrüse selbst daran schuld

ist, nennt man das „primär“). Der Hypothalamus und die

Hirnanhangsdrüse „merken“, dass nicht genug Schilddrüsenhormone

im Blut sind und schütten vermehrt TRH bzw. TSH aus, um die

Schilddrüse anzutreiben. TSH ist also bei der primären

Schilddrüsenunterfunktion vermehrt.

 

Erst bei ausgeprägter Schilddrüsenunterfunktion ist auch T3 bzw.

fT3 erniedrigt.

 

Ursachen der primären Hypothyreose

 

1. Nach der Geburt erworbene Hypothyreose

  • Nach Schilddrüsenentzündungen

  • (häufigste Form: Autoimmunthreoiditis Hashimoto)

  • Nach operativer Entfernung von Schilddrüsengewebe

  • Nach Bestrahlungen oder Radiojod-Therapie der Schilddrüse

  • Medikamente, die die Schilddrüse hemmen (z.B. Lithium)

  • Schilddrüsentumoren

  • Übermäßige Jodzufuhr (Medikamente, Kontrastmittel)

  • Extremer Jodmangel

  • Antikörper gegen die Schilddrüse oder Hormone

  • Hormonresistenz (Hormone wirken nicht)

2. Angeborene Ursachen

(nicht rückgängig zu machen)

  • Schilddrüse nicht angelegt, unterentwickelt oder an der

  • falschen Stelle angelegt)

  • Jodfehlverwertung führt zur Bildung schlecht wirksamer

  • Hormone

3. Im Mutterleib erworbene Neugeborenenhypothyreose

(meist rückgängig zu machen)

  • Jod-Mangel in der Schwangerschaft

  • Schilddrüsenhemmende Medikamente

  • Immunologisch - Antikörper der Mutter gegen die Schilddrüse

  • gehen auf das Kind über

 

Sekundäre Schilddrüsenunterfunktion

(sekundäre Hypothyreose; selten)

 

Die Schilddrüse produziert zu wenig Schilddrüsenhormone, ist aber

nicht selbst daran schuld. Sie wird zu wenig von der Hirnanhangs-

drüse angetrieben. Diese schüttet zu wenig TSH aus.

  • Angeborener TSH-Mangel

  • Tumoren im Bereich der Hirnanhangsdrüse

  • Zerstörung von Teilen der Hirnanhangsdrüse

  • kommt zum Beispiel bei der Geburt vor (bei der Mutter)

 

Low T3-Syndrom

("Niedrig-T3-Syndrom")

 

Bei längerdauernden schweren Erkrankungen, beim Fasten, durch

bestimmte Medikamente und bei älteren Menschen kann T3 erniedrigt

sein.

Als Ursache sieht man eine verminderte Umwandlung von T4 in T3 an.

 

 

 

Autor: Dipl. MTF Nicole Dorner  

 

Quellen:  

wikipedia.at/  

AKH consilium  

med4you.at/

 

 

 

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