rheuma-hand      rheuma-selbst-hife logo   logo
         
   
Home     Forum
         
   

 

   
 

Ärzteliste

SHG

Formulare

 
 
 

Forum

Chat

Lexikon

Laborwerte

Links

Archiv

Impressum

Über uns

Dr. Mesaric

 
 
 

Welt Rheuma Tag 2011:

Rheuma ist keine Frage des Alters  

Rheumatisch entzündliche

Erkrankungen gehören in

Österreich zu den häufigsten

Leiden. Sie haben Auswirkungen,

die neben den Betroffenen auch

Familie und Arbeitsumfeld

berühren. Dennoch wissen die

meisten Menschen hierzulande

erschreckend wenig über Rheuma

und es gibt falsche Bilder in den

Köpfen, die sich hartnäckig halten.

Um mehr Verständnis für die

Lebensumstände von

RheumapatientInnen zu erreichen

ist konsequente Aufklärungsarbeit

notwendig.    

Welt-Rheuma-Tag 2011

Fotograf/In: Christian Hofer

Auftraggeber: Public Health PR GmbH

Beschreibung: Welt Rheuma Tag 2011

Pressekonferenz, Cafe Demel Salzburg, 2011-10-05;

Foto: fotodienst/Chris Hofer;

Bild zeigt: Mag. Michael Leitner, Dr.Armin Vesenmayer,

Mag. Franz Wendtner, Traude Schaffer  

 

Unter dem Motto "Move to Improve" wird heuer der internationale Welt Rheuma Tag am

12. Oktober begangen. Dieser Anlass wird von Betroffenen und Medizinern genutzt, um

auch hierzulande Aufklärungsarbeit rund um das Thema zu leisten. Aufklärungsarbeit, die

laut Traude Schaffer, Präsidentin der Patientenorganisation Österreichische Rheumaliga,

dringend notwendig ist: "In Österreich glauben immer noch viele, dass Rheuma eine

Krankheit alter Menschen ist. Tatsächlich sind Menschen jeden Alters davon betroffen,

leider auch Kleinkinder. Kaum jemand, der nicht selbst Rheumapatient oder Angehöriger

ist, versteht, mit welchen physischen Einschränkungen man leben muss. Oft ist die

Krankheit nach außen gar nicht sichtbar. Die Schmerzen, unter denen viele Erkrankte

leiden, können von der Umwelt meist nicht nachvollzogen werden. Hier haben wir noch

viel an Informationsarbeit vor uns." Aus diesem Grund veranstaltet die Österreichische

Rheumaliga (ÖRL) zeitgleich mit dem Welt Rheuma Tag am 12. Oktober den bereits

elften Salzburger Rheumatag in Salzburg. Im Rahmen dieses Informationstages wird es

zahlreiche Vorträge und Aktionen rund um Rheuma geben, um die öffentliche

Aufmerksamkeit für das Thema zu steigern und Betroffene und Interessierte über

rheumatische Erkrankungen aufzuklären.  

 

Früherkennung und individuelle Therapie

Doch auch die Betroffenen selbst und auch so mancher Arzt sind nicht immer

ausreichend informiert. Diagnose und Therapie sind bei Erkrankungen des rheumatischen

Formenkreises hoch komplex und erfordern eine spezialisierte Ausbildung. Früherkennung

und rechtzeitige Behandlung mit laufender Kontrolle der Erkrankungsaktivität bzw.

Überprüfung der Effektivität der gewählten Therapie sind entscheidend für das ganze

weitere Leben. Nur so kann man beispielsweise bei Rheumatoider Arthritis irreversible

Schäden an Gelenken verhindern. Ein zerstörtes Gelenk bedeutet in der Regel eine

erhebliche Einschränkung der Funktionalität einer Gliedmaße bis hin zum völligen

Funktionsverlust. Das bedeutet für den Einzelnen oft auch den Verlust des

Arbeitsplatzes. Dr. Armin Vesenmayer, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie

und ärztlicher Beirat der ÖRL erklärt: "Die Identifikation rheumatischer Erkrankungen ist

meist nur auf der Grundlage einer Kombination von klinischen, röntgenologischen und

labormedizinischen Untersuchungen möglich. Oft sind Symptome verschiedener

Erkrankungen so ähnlich, dass eine klare Abgrenzung zu Beginn schwierig ist. Ähnliches

gilt für die Therapie: sie muss für jeden Patienten individuell erstellt und im ständigen

Dialog mit ihm bei Bedarf auch laufend angepasst werden. Hier ist es jedenfalls ratsam

einen Rheumatologen aufzusuchen. Der Pferdefuß dabei ist, dass wir in Österreich

gerade einmal 200 Ärzte und Ärztinnen mit rheumatologischer Zusatzausbildung haben.

Ein Missstand, der dringend korrigiert werden muss."  

 

Erfolgreiche Therapie durch gute Kommunikation

Eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient sieht auch Gertraud Schaffer als

einen entscheidenden Faktor für den Therapieerfolg: "Als Betroffene erwarte ich zwei

Dinge von meinem Arzt: einen verständnisvollen Umgang mit meiner Situation, und ich

möchte wissen, was das Ziel einer bestimmten Therapie ist, welche Therapieoptionen

es gibt und warum der Arzt oder die Ärztin gerade diese Behandlung für die richtige

hält. Wenn diese Kommunikation gut funktioniert, trage ich als Patientin die Therapie

besser mit, ganz einfach weil ich mich verstanden fühle und Vertrauen aufbaue. Das

klingt simpel, ist aber ganz wesentlich bei Menschen, die immer wieder auf

Unverständnis für ihre Bedürfnisse stoßen und in vielen Fällen ständig unter Schmerzen

leiden."  

 

Schmerzlinderung mit Hilfe von Psychotherapie

Tatsächlich sind rheumatische Erkrankungen sehr häufig mit chronischen Schmerzen

verbunden, die einen Menschen mit der Zeit mürbe machen. Die psychische Belastung

durch ständige Schmerzen führt bei vielen RheumapatientInnen zu Angst und Depression.

Hier ist es wichtig, bei Bedarf professionelle Hilfe in Form von Psychotherapie in Anspruch

nehmen zu können. Mag. Franz Wendtner, klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe

und Psychotherapeut vom Universitätsinstitut für Klinische Psychologie der Paracelsus

Medizinischen Privatuniversität und der Universitätsklinik für Innere Medizin III im

Landeskrankenhaus Salzburg sieht in diesem Fall die Hauptaufgaben der

psychotherapeutischen Begleitung in der Reduktion der Schmerzen, der Verringerung der

psychischen Belastung und der Unterstützung beim Erhalt bzw. der Wiederherstellung

der Arbeitsfähigkeit und der Steigerung der Lebensqualität der PatientInnen. Wendtner

dazu: "Das wichtigste für einen Schmerzpatienten ist die Linderung des Schmerzes.

Dieses Ziel kann durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen einer

Schmerztherapie unter Einbindung von Psychotherapie erreicht werden. Dabei muss

diese Therapie aber für den Patienten verstehbar gemacht werden. Er muss erkennen

können, dass Schmerz keine rein organische Sache ist, sondern auch von sozialen

Faktoren wie beispielsweise familiärer Situation oder Arbeitsunfähigkeit beeinflusst wird

und, dass diese Faktoren auch relevant für die Linderung oder Bewältigung des

Schmerzes sind."  

 

Aktive PatientInnen bleiben in Bewegung

Einigkeit herrscht bei allen Experten, dass RheumapatientInnen selbst viel dazu

beitragen können, dass sie mit guter Lebensqualität ein erfülltes Leben - privat wie

beruflich - leben können. Vesenmayer dazu: "Eines der wichtigsten Ziele aus Sicht der

Betroffenen ist, trotz Rheuma beweglich zu bleiben. Denn bewegliche Gelenke

ermöglichen ein Leben mit hoher Qualität und bieten auch die Möglichkeit aktiv im

Berufsleben bleiben zu können." Und Wendtner, der auch diplomierter Qigonglehrer ist,

ergänzt: "Die Anwendung von Qigong kann die Beweglichkeit fördern. Und wenn es den

Patienten ermöglicht wird, eigenverantwortlich und aktiv zum Gelingen ihrer

Schmerztherapie beizutragen, dann erhöht das nicht nur die Aussicht auf Erfolg,

sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen." Diese Hilfe zur Selbsthilfe ist seit jeher

das Credo der Österreichischen Rheumaliga und Gertraud Schaffer meint abschließend:

"Wer rastet der rostet, daher verstehen wir das Motto des Welt Rheuma Tages "Move to

Improve" durchaus als Auftrag und bieten in unseren österreichweit 16 Gruppen auch

Bewegungsaktivitäten wie z.B. Rheumaunterwassergymnastik an. Seine Beweglichkeit zu

erhalten ist für fast jeden Menschen mit Rheuma von zentraler Wichtigkeit, denn sie

bedeutet ein selbstbestimmtes Leben führen zu können."  

 

 

Autor und Quelle:

Public Health PR

Mag. Michael Leitner, MAS  

 

Stand: 05.10.2011 

 

 

 

top nach oben

 

 

 

 

 

   
   

  - Rheuma-Selbst-Hilfe.at.com              Kuvert  E-Mail