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Dr. Mesaric

 
 
 

Neuropathische Schmerzen:

 

jeder 3. hat Depressionen, jeder 4. Angststörungen, 60% haben

Schlafstörungen.

Frühe Behandlung gibt verlorene Lebensqualität zurück und beugt Schmerz-

krankheit vor.

 

Als "messerscharf" oder "elektroschockähnlich" beschreiben Patient/innen mit

neuropathischen Schmerzen ihre Schmerzattacken, die durch Reizung oder Schädigung

von Nerven hervorgerufen werden. Diese PatientInnen machen 40 Prozent der Patient/

Innen in Schmerzpraxen aus, insgesamt sind über 3 Prozent der österreichischen

Bevölkerung betroffen. Das Risiko steigt mit dem Alter - jeder 2. der insgesamt 262.000

Patienten ist älter als 40 Jahre.

 

Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff (Vorstand der Abteilung für Anästhesie und

Intensivmedizin, Wilhelminenspital Wien): "Wie eine österreichische Studie zeigt, leiden

ein Drittel dieser Patienten zusätzlich an Depressionen und ein Viertel unter Angst-

störungen.

Es wundert daher nicht, dass sich zwei Drittel der Betroffenen in ihrem Alltag durch ihre

Beschwerden sehr stark eingeschränkt fühlen. 60 Prozent haben Schlafstörungen".

 

Große wirtschaftliche Auswirkungen

Neuropathische Schmerzen haben auch sozialökonomische Konsequenzen. Das ergab

unter anderem die Auswertung von über 100.000 Datensätze aus dem großen, vom

Unternehmen Pfizer unterstützten Projekt painDETECT. Ziel war die Erarbeitung eines

einfachen und benutzerfreundlichen Hilfsmittels für die Früherkennung und die

Beurteilung neuropathischer Schmerzen, die Arbeitsgruppe an der Medizinuniversität

Wien hatte erstmals in Österreich diesen Fragebogen in elektronischer Form eingesetzt.

Schwere chronische Schmerzen führen sehr häufig zu Krankheitstagen und Arbeits-

unfähigkeit, jeder fünfte Betroffene muss vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden.

Das Risiko für einen vorzeitigen Ruhestand ist besonders hoch, wenn die chronischen

Schmerzen von psychischen Erkrankungen begleitet werden.

 

Wenig bekannt, zu selten diagnostiziert

Bei einer großen Zahl der Patienten wird erst sehr spät mit einer maßgeschneiderten

Therapie begonnen. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Bevölkerung zu wenig

über neuropathische Schmerzen informiert ist, und dass diese Schmerzen auf

herkömmliche Schmerzmittel schlecht oder nicht ansprechen. In einer Umfrage, die

Pfizer gemeinsam mit dem Netzwerk Neuropathischer Schmerz (neuropathic pain

network - NPN) durchführen ließ, gaben 58 Prozent der Befragten an, noch nie etwas

von neuropathischen Schmerzen gehört zu haben. Und ein Drittel derer, die meinten den

Begriff zu kennen, hatte keine genaue Vorstellung von dieser Schmerzform. Die fatale

Konsequenz:

Mehr Befragte würden nach ihren Angaben beim Auftreten solcher Schmerzen zu einem

rezeptfreien Schmerzmittel greifen, als einen Arzt zu konsultieren.

 

Dabei stehen der modernen Medizin wirkungsvolle Therapien sowohl gegen den

neuropathischen Schmerz als auch gegen die psychischen Begleiterkrankungen zur

Verfügung. Bei länger anhaltenden Schmerzen, so Prof. Gustorff, sollte nicht zuge-

wartet werden: "Eine rasche Behandlung gibt nicht nur die verlorene Lebensqualität

wieder, sie verhindert auch, dass sich chronischer Schmerz zur Schmerzkrankheit

entwickelt."

 

Quelle:

B&K Medien

PA zu den 8. Österreichischen Schmerzwochen der ÖSG

 

Letzte Aktualisierung: 18.09.2011

 

 

 

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