rheuma-hand      rheuma-selbst-hilfe logo   logo
         
   
Home     Forum
         
    Laborwerte von A - Z    
 

Ärzteliste

SHG

Formulare

 
 
 

Forum

Chat

Lexikon

Laborwerte

Links

Archiv

Impressum

Über uns

Dr. Mesaric

 
 
 

Laborwerte von A - Z

Buchstabe L

- A - B - C - E - F - G - H - I - K - L - R - T -

Lymphozytensubgruppenbestimmung

("Immunstatus")

 

Mit Hilfe des Mikroskops kann man die weißen Blutkörperchen in

link-weiter lesenGranulozyten, link-weiter lesenMonozyten und link-weiter lesenLymphozyten unterteilen.

 

Die link-weiter lesenLymphozyten sind im Rahmen der Abwehr besonders für die Entfernung von

Viren, Tumorzellen aber auch für die Produktion der Antikörper zuständig. Man fand

bald heraus, dass die im Mikroskop relativ einheitlich wirkenden Lymphozyten aus

verschiedenen Untergruppen (Subgruppen) bestehen: B-Zellen, T-Zellen, Natural

Killerzellen (NK-Zellen)*.

Mit Hilfe der Durchflusszytometrie kann man diese Subgruppen im Blut eines Menschen

bestimmen. Neben den Subgruppen kann man auch den Aktivierungszustand der T-

Zellen messen.

 

*Die "natürlichen Killerzellen" haben ihren Namen davon, dass sie Tumorzellen und

Virusinfizierte Zellen ohne vorhergehende Immunisierung, also "beim ersten Antreffen"

töten können.

 

REFERENZ-

BEREICH:

Die Lymphozyten eines gesunden Erwachsenen sind zu etwa 70%

T-Lymphozyten, 15% B-Lymphozyten und zu 15% Natural-Killerzellen.

Die T-Lymphozyten unterteilen sich in CD4+ Zellen (auch Helperzellen

genannt, ca. 40% der Lymphozyten) und CD8+ Zellen ("Suppressor-

zellen", besser zytotoxische T-Zellen genannt, ca. 30%).

 

Die oft angegebene CD4/CD8-Ratio beschreibt das Verhältnis von

CD4+ zu CD8+ T-Zellen (Normalwert etwa 1.4). Sie wird manchmal

auch als T4/T8 oder als Helper/Suppressor Ratio bezeichnet.

Im Normalfall sind nur wenige T-Zellen aktiviert (ca. 7% der

Lymphozyten; erkennbar durch HLA-DR auf der T-Zelloberfläche).

 

Detaillierte und altersbezogene Referenzbereiche:

link-weiter lesenLYMPHOZYTEN-SUBPOPULATIONEN Referenzbereiche

("Normalbereiche") EDTA-Vollblut

 

Hinweis: aus isolierten, leichten Erhöhungen oder Erniedrigungen von Labor-

werten kann man in den allermeisten Fällen keine Schlussfolgerungen auf

irgendeine Erkrankung ziehen. Liegen also nur leichte Veränderungen vor,

muss keineswegs irgendeine der nachfolgend genannten Erkrankungen oder

Veränderungen vorliegen!

T-ZELLEN:

 

  • Vermehrung der T-Zellen bei manchen Infektionen, Leukämien,

  • bestimmten Hormonstörungen.

  • Verminderung der T-Zellen bei bestimmten Infektionen und

  • Immundefekten.

  • Vermehrung der CD4+ T-Zellen bei manchen

  • link-weiter lesenAutoimmunerkrankungen, manchen T-Zellleukämien.

  • Verminderung der CD4+ T-Zellen bei

  • Immunschwächekrankheiten, manchen Virusinfektionen.

  • Vermehrung der CD8+ T-Zellen bei manchen Virusinfektionen,

  • manchen T- Zellleukämien, manchen Allergieformen.

  • Verminderung der CD8+ T-Zellen bei Vitamin B12 Mangel,

  • Verbrennungen, manchen link-weiter lesenAutoimmunerkrankungen.

  • Erhöhung der CD4/CD8-Ratio:

  • link-weiter lesenRheumatoide Arthritis, Insulin-abhängiger Diabetes

    mellitus, link-weiter lesenSystemischer Lupus erythematodes ohne

    Nieren-schaden,

    Primär Biliäre Cirrhose, Atopische Dermatitis, Sezary Syndrom,

    link-weiter lesenPsoriasis, Chronische Autoimmunhepatitis, Multiple Sklerose

    im akuten Schub. Deutliche Erhöhungen findet man bei

    chronischen CD4+ T-Zellleukämien.

  • Erniedrigung der CD4/CD8-Ratio:

  • link-weiter lesenSystemischer Lupus Erythematodes mit Nierenschaden,

    Verbrennungen (auch Sonnenbrand), Akute Virusinfekte

    (Epstein-Barr Virus / Kissing disease / Infektiöse

    Mononukleose, Zytomegalie, Herpes, Masern), Graft-versus-

    Host-Erkrankung, intensives Training, Myelodysplasien,

    T-Zellleukämien mit CD8+ Leukämiezellen.

    Auch bei Tumoren, bei Bestrahlungs-, Chemo- und

    Cortisontherapien sind verminderte CD4/CD8-Verhältnisse

    beschrieben.

B-ZELLEN:

  • Vermehrung der B-Zellen vor allem bei B-Zelllymphomen

  • (bösarite Erkrankungen der Lymphknoten) und Leukämien

    (Blutkrebs), bei manchen Autoimmunerkrankungen (z.B.

    link-weiter lesenRheumatoide Arthritis).

  • Verminderung der B-Zellen bei Immunschwächeerkrankungen

NK-ZELLEN:

  • Vermehrung der NK-Zellen bei Leukämien der NK-Zellreihe

  • und einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Erkrankungen.

  • Verminderung der NK-Zellen z.B. bei kalorienarmer Diät,

  • Rauchen.

 

 

 

 

Autor: Dipl. MTF Nicole Dorner      

 

Stand: 30.09.2011

 

Quellen:  

wikipedia.at/  

AKH consilium  

med4you.at/

 

 

 

  Labor von A - Z                                    top                               Buchstabe R

 

   
   

  - Rheuma-Selbst-Hilfe.at.com                E-Mail