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    Die chronische Polyarthritis, Teil 1    
 

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Die chronische Polyarthritis, Teil 1

  entstehung der chron. polyarthritis

 Vorwort

 von Antje Zühlsdorf

 

Als meine Mutti im Jahr 2003

über Schmerzen in den

Handgelenken klagte, ahnte

ichnicht, dass dieses unser

ganzes Leben verändern

würde.

Im Mai 2005 bekam sie dann

die Diagnose chronische

Polyarthritis (auch rheumatoide Arthritis genannt). Ich hatte keine Vorstellung davon,

was das für eine Krankheit ist.

Da ihre Beschwerden immer schlimmer wurden, folgten mehrere Krankenhausaufenthalte

und eine 3-wöchige Rehamaßnahme. Doch ihre Schmerzen blieben.

Ich wollte da einfach wissen, was passiert da jetzt mit ihr, deshalb beschloss ich mich

mehr mit dieser Krankheit auseinander zusetzen.

 

Definition

Im Volksmund stellt „Rheuma“ alle Erkrankungen (rund 400 verschiedene Formen)

dar, die im Bereich des Bewegungsapparates (Gelenke, Knochen, Sehnen, Muskeln) mit

Schmerzen verbunden sind.

 

Die Krankheit „Rheuma“ wird in 4 große Gruppen eingeteilt:

Die Linkchronische Polyarthritis gehört zu der Gruppe der entzündlich-rheumatischen

Systemerkrankungen. Eine andere Bezeichnung der Erkrankung ist auch die

rheumatoide Arthritis.

Die Prozesse bei der rheumatoide Arthritis laufen häufig in den Gelenken, insbesondere

in der Gelenkinnenhaut, ab. Allerdings können auch Organe betroffen sein z.B. innere

Organe oder Augen. Ein Charakteristikum ist das symmetrische (beidseitige) Auftreten 

in den Gelenken. Häufig ist auch eine Beteiligung anderer Gelenkstrukturen wie z.B.

Sehnen.

 

Verlauf

Der Krankheitsverlauf der rheumatoiden Arthritis ist sehr unterschiedlich. Bei jedem

Patienten ist er individuell. Im Allgemeinen verläuft er fortschreitend und schubweise.

Es wechselt von starken Beschwerden in verminderten Krankheitsverlauf oder

Beschwerdefreiheit.

Ein Frühsymptom ist die Morgensteifigkeit. Diese verbessert sich bei zunehmender

Aktivität am Tag.

Kurz danach fangen Gelenkschwellung und die Verdickung der Gelenke an.

Anfangs sind meist die Grund- und Mittelgelenke der Finger betroffen. Später treten

die Schmerzen auch an anderen Gelenken auf z.B. an Hand-, Zehengrund- oder Kiefer-

gelenke.

Auf Röntgenbildern lassen sich oftmals Veränderungen in der Knochenstruktur

nachweisen. Häufig leidet der Betroffene an einem allgemeinen Krankheitsgefühl

und an unspezifischen Symptomen wie z.B. Fieber, grippeartigen Beschwerden

und Müdigkeit.

Oft bemerkt der Betroffene auch eine Rückbildung der Muskulatur.

Der Krankheitsverlauf kann durch eine zunehmende Zerstörung der Knorpel und 

Knochen, typischen Gelenkverformungen und Fehlstellungen bestimmt sein.

 

Die Gelenkzerstörung bei einem aggressiven Verlauf findet in den ersten Jahren ziemlich

rasch statt, so dass man nach 2 Jahren bei 90% der Patienten eine sichtbare

Veränderung auf den Röntgenbildern sieht. Eine fortschreitende Gelenkveränderung

bedeutet: Einschränkungen in der Beweglichkeit und in der Funktion.

Am Ende des Krankheitsverlaufs besteht die Möglichkeit, dass der Betroffene eine

Ankylose erleidet. Wenn das eintritt, ist ein kompletter Funktionsverlust die Folge. Bei

schweren Verläufen ist der Patient zum Schluss bettlägerig oder an den Rollstuhl

gefesselt.

 

Einteilung nach Krankheitsverlauf Arthritis im Gelenk

 

Stadium 1

  • schubweises Auftreten von Gelenkschwellungen

    und Schmerzen,

 Stadium 2

  • fortschreitende Abnahme der Gelenkbeweglichkeit,

  • Muskel- und Knochenschwund,

  • Mitbeteiligung des Bindegewebes (Kapseln, Knorpelabbau

    Sehnenscheiden, Schleimbeutel)

Stadium 3

  • beginnende Zerstörung des Gelenkknorpels und

    der Knochen,

  • allmähliche Schädigung des  Bindegewebes

    (Lockerung der Bänder und Gelenkkapsel) mit

    nachfolgender Instabilität und Fehlstellung der

    Gelenke,

  • Zunahme von Einschränkung der Beweglichkeit,

    Ausbreitung der Krankheit auf andere Regionen

    (Halswirbelsäule, große Gelenke, Kiefergelenke),

Stadium 4

  • beginnende Gelenkversteifung,

  • grobe Verformungen,

  • weitgehende Invalidität und Unbeweglichkeit


Ursachen

Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Gelenke.

Die rheumatoide Arthritis entsteht durch einen Fehler im Immunsystems. Die Ursache

der Fehlsteuerung ist bis heute noch nicht endgültig geklärt. Die Fehlsteuerung

besteht darin, dass bestimmte Komponenten des Abwehrsystems sich gegen

die körpereigenen Strukturen richten.

Die Folge daraus ist, dass eine autoimmune Erkrankung entsteht:

die rheumatoide Arthritis.

 

Symptome

Das Krankheitsbild der rheumatoiden Arthritis ist sehr vielfältig. In 80% der Fälle

entwickelt sich die Krankheit über einen langen Zeitraum.

 

Im Anfangsstadium gibt es folgende allgemeine Symptome:

  • Morgensteifigkeit

  • Müdigkeit,

  • Appetitlosigkeit,

  • Gewichtsverlust,

  • erhöhte Temperatur,

  • Missempfindungen.

Diese Anzeichen leiten die rheumatoide Arthritis ein.

Schon bei der Morgensteifigkeit, Schmerzen und Schwellung am Gelenk verstärkt sich

der Verdacht auf das Bestehen der rheumatoiden Arthritis.

 

Die chronische Polyarthritis, Teil 2 Link weiter lesen

 

Literatur- Quellen- und Fotoquellenverzeichnis

www.rheuma-online.de; Recherche: November2006

www.wikipedia.org; Recherche: November2006

www.rheumawelt.de; Recherche: November2006

www.remicade.de; Recherche: November2006

Ein Ratgeber für Patienten „Die rheumatoide Arthritis“

Buch ZDF Praxis Erscheinungsjahr 2003

Autoren Dr. Verena Drebing, Dr. med. Dierk Heimann, Gunther Vogel

Bild: www.bewegende-momente.de

 

Premnitz, den 12.05.07

Autor: Antje Zühlsdorf

 

 

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