Sie sind nicht angemeldet.

Eveline

KrankeSchwester

  • »Eveline« ist weiblich
  • »Eveline« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 163

Registrierungsdatum: 16. November 2009

Wohnort: Trausdorf an der Wulka

  • Nachricht senden

1

Montag, 13. Dezember 2010, 07:26

Biologka bei MS (Multiple Sklerose), Rheumatoide Arthritis

Leserbrief (Name der Redaktion bekannt.)

Frage:

Zitat

Hallo!

Meine Schwester ist 35 Jahre alt und hat seit 1998 Rheumatoide Arthritis. Die RA brach während der Schwangerschaft aus. Sie wurde mittlerweile unzählige male an den Händen und Füßen operiert. Sie hat schon fast alle Medikamente ausprobiert - (Basismedikamente, Injektionen) eine Cortisontherapie und Infusionen. Letzteres hat ihr zwar geholfen aber dadurch bekam sie gefährliche Entzündungen im Gehirn wo dadurch MS ausgelöst wurde. Wir sind am verzweifeln. Sie hat zeitweise keinen Lebensmut mehr und geht auch mittlerweile zu keinen Arzt mehr den der Arzt sagt nur „Ihre Blutwerte sind ja fast in Ordnung“, aber ihre Gelenke werden immer mehr zerstört. Der Arzt will nur abkassieren und einen Privatarzt können wir uns nicht mehr leisten. Sie hat den ganzen Tag Schmerzen ist ständig Müde, extrem aggressiv und nimmt keine Hilfe von uns an!

Was sollen wir machen, können Sie uns helfen ?




Antwort von Eveline:

Hallo,

zuerst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass meine Tipps an Sie von einem Laien und keinem Arzt stammen!
Rheuma-Selbst-Hilfe at. ist eine Selbsthilfegruppe im Internet für den Erfahrungsaustausch von Betroffenen.

Es tut mir leid, dass es deiner Schwester so schlecht geht! Es ist hart gleich an 2 so schwere Autoimmunerkrankungen zu leiden ....

Das Problem ist leider, dass bei MS Biologika nicht mehr weiter angewendet werden dürfen (in diese Gruppe gehören z.B. Humira und Enbrel) und das die Therapiemöglichkeiten dadurch etwas eingeschränkt werden.

Erst mal ein paar Fragen an dich:

- ist deine Schwester bei einem internistischen Rheumatologen in Behandlung? (Internist mit Additivfach für Rheumatologie)
- nimmt sie zur Zeit überhaupt Basismedikamente? Wenn ja, welche?
- ist sie in psychologischer Behandlung (deine Schwester scheint depressiv zu sein?-was ja auch kein Wunder wäre!)

Mein Tipp an euch: Wechselt den Rheumatologen! Ich habe das Gefühl, dass er nicht der richtige Arzt für deine Schwester ist (ein Arzt darf nie alleine nur von Blutbefunden auf den Allgemeinzustand schließen!)

Die Ärzteliste findest du hier:

Ärzteliste-Rheumatologen

Eure richtigen Ansprechpartner wären:

- der orthopädische Rheumatologe (er ist zuständig für die Versorgung der zerstörten Gelenke)
- der internistische Rheumatolge (er ist zuständig für die medikamentöse Therapie und Diagnose)
- der physikalische Rheumatologe (er ist zuständig für die Verordnung der physikalischen Anwendungen zur Schmerzbehandlung und Krankengymnastik)

Des weiteren könnte es deiner Schwester helfen, wenn sie sich mit Betroffenen austauscht! Es gibt verschiedene Selbsthilfegruppen denen sie sich anschließen kann, oder aber auch diverse Diskussionsforen (wie z.b. unseres: http://rheuma-selbst-hilfe.at/rsh_forum/…php?page=Portal) wo sie auch anonym bleiben kann.

Was ihr persönlich für sie tun könntet ist nur, sie weiterhin zu unterstützen (aber ihr dürft euch darüber hinaus nicht selbst vergessen!)

Alles Gute wünsche ich euch und ich würde mich freuen wieder von euch zu hören! :)

Liebe Grüße
Eveline
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

Counter:

Hits heute: 5 297 | Hits gestern: 12 570 | Hits Tagesrekord: 49 905 | Hits gesamt: 6 647 212
Klicks heute: 10 814 | Klicks gestern: 19 158 | Klicks Tagesrekord: 55 160 | Klicks gesamt: 15 879 605

Unsere Webseite verwendet Cookies! Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung!

Sollten Sie mit der beschriebenen Datenverarbeitung nicht einverstanden sein, bitten wir Sie, die Website wieder zu verlassen bzw. keine
personenbezogene Daten zu übermitteln.