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Eveline

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Mittwoch, 17. November 2010, 14:27

Kalium- und Magnesiummangel können Herzrhythmusstörungen auslösen oder verstärken

Deutsche Herzstiftung rät zur regelmäßigen Kontrolle des Kalium- und Magnesiumspiegels / Niemals Kalium und Magnesium ins Blaue nehmen


Herzrhythmusstörungen können vielfache Ursachen haben. Eine Ursache ist die Störung der Zusammensetzung der Blutsalze (Elektrolyte) Kalium und Magnesium. Ein Mangel an beiden Blutsalzen kann sowohl gutartige wie bedrohliche Herzrhythmusstörungen verstärken oder auslösen. Denn Kalium und Magnesium sind wichtig zur elektrischen Stabilisierung der Herzzellen. Ihre Verteilung ist für die Bildung von elektrischen Impulsen und für deren Weiterleitung von Muskelzelle zu Muskelzelle im Herzen von entscheidender Bedeutung und damit für die rhythmische Aktivierung des Herzens.

„Deswegen sollten Kardiologen unbedingt darauf achten, dass es bei Patienten zu keinem Kalium- oder Magnesiummangel kommt, zum Beispiel bei regelmäßigem Gebrauch von Entwässerungsmitteln, den sogenannten Diuretika“, rät Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.
Aber auch ein zu hoher Kaliumspiegel beeinflusst den Herzrhythmus ungünstig. Dadurch wird die Erregbarkeit der Schrittmacher- und Herzmuskelzellen herabgesetzt, das Herz wird langsamer. Bei extrem hohem Kaliumspiegel kann die Verlangsamung sogar so weit gehen, dass das Herz gar nicht mehr schlägt: Herzstillstand.*

Eine regelmäßige Kontrolle der aktuellen Blutwerte und Blutkonzentrationen ist deshalb wichtig. Dies ist besonders dann gegeben, wenn Medikamente für die Behandlung von Hochdruck und Herzschwäche eingenommen werden wie z. B. ACE-Hemmer, Sartane, Aldosteronantagonisten, Diuretika und Digitalispräparate (Digoxin, Digitoxin) oder wenn eine Nierenschwäche vorliegt.

Besondere Vorsicht bei Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche
Patienten mit einer Herzrhythmusstörung müssen durch regelmäßige Kontrollen auf ihren Kalium- und Magnesiumspiegel achten. Besonders ist bei Patienten mit Herzschwäche die Überwachung der Kalium- und Magnesiumwerte sehr wichtig, weil bei ihnen eine Herzrhythmusstörung zu einer gefährlichen Verschlechterung der Herzschwäche, schlimmstenfalls zum Herzversagen führen kann.

Ausgleich durch Ernährung oder Medikamente
Stabilisierend für die rhythmische Aktivierung des Herzens wirken Kalium und Magnesium nur, wenn ihre Konzentration im Normbereich liegt, bei Kalium zwischen 3,6-4,8 mmol/l, bei Magnesium bei 0,7-1,05 mmol/l – mit geringen Abweichungen je nach Labormethode. Allerdings: „Kaliummangel kann effektiv nur ausgeglichen werden, wenn die Magnesiumwerte im Normbereich liegen. Ein Magnesiummangel verstärkt die Symptome eines Kaliummangels“, sagt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Andreas Götte vom St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn.

Normalerweise erhält der Körper durch die Ernährung genug Kalium und Magnesium. Zu erheblichen Verlusten an den Blutsalzen kann es aber u. a. durch eine Nierenfunktionsstörung, Durchfallerkrankungen, übermäßigen Gebrauch von Abführmitteln, Erbrechen, Fieber und starkes Schwitzen kommen. Der Magnesiumspiegel kann durch übermäßigen Alkoholkonsum, Diabetes und Gallenwegserkrankungen absinken. Ein Ausgleich eines Mangels an den Blutsalzen durch eine kalium- und magnesiumreiche Ernährung** und, wenn nötig, durch Kalium- und Magnesiumpräparate, ist anzuraten, wenn Laboruntersuchungen einen Mangel belegen. Von Nahrungsergänzungsmitteln raten Experten wie Prof. Götte ab. Stattdessen sollten – nur unter ärztlicher Anweisung und niemals ins Blaue hinein – Medikamente zum Einsatz kommen, wenn Normwerte durch eine Ernährung nicht zu erreichen sind. Prof. Götte empfiehlt Kalium am besten als Kaliumchlorid in einer Dosierung von 40 mmol pro Tag, Magnesium als Magnesiumaspartat oder Magnesiumcitrat in einer Dosierung von 10 mmol pro Tag. Nicht jeder verträgt diese Präparate, weil sie den Magen reizen. Dann kommen besser verträgliche Kaliumretard-Kapseln in Frage. Da sie aber weniger Kalium enthalten, müssen sie mehrfach täglich eingenommen werden.

*Für Ursachen siehe die aktuelle Broschüre der Deutschen Herzstiftung, Herzrhythmusstörungen heute, Frankfurt a. M. (Okt. 2010), S. 41

**Kaliumlieferanten sind Obst und Gemüse, vor allem Bananen, Trockenobst, Kartoffeln, Fenchel usw., während Magnesium in Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen, Linsen), Getreideprodukten, Nüssen und Trockenobst, aber auch in Früchte- und Kräutertees enthalten ist.

Eine neue Broschüre „Herzrhythmusstörungen heute“, die die Deutsche Herzstiftung zu den Herzwochen 2010 herausgebracht hat, informiert auf 132 Seiten über den aktuellen Stand von Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten der verschiedenen Herzrhythmusstörungen. Darin erhalten Patienten wertvolle Ratschläge und Tipps für den Umgang mit Herzrhythmusstörungen. Alle Beiträge sind von namhaften Herzspezialisten laienverständlich geschrieben. Der Band ist gegen drei Euro in Briefmarken erhältlich bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt.

Quelle Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung, Pierre König, 17.11.2010 13:24


Anmerkung Cortison führt zu vermehrter Kalium- und Magnesiumausscheidung!
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Freitag, 18. Dezember 2015, 00:44

Kaliuretische Diuretika und Glucocorticoide

Bei gleichzeitiger Behandlung mit kaliuretischen Diuretika und Glucocorticoiden besteht die Gefahr einer Hypokaliämie. Typische Symptome einer solchen sind zum Beispiel Arrhythmien, Parästhesien und Nephropathien. Zur Beurteilung der klinischen Relevanz dieser Interaktion gilt es einige Aspekte zu hinterfragen.


Quelle und weiterlesen: Pharmazeutische Zeitung online: Interaktionen: Kaliuretische Diuretika und Glucocorticoide


Ich habe bis vor Kurzem 15 Jahre lang hindurch Cortison in verschiedenen Dosierungen genommen (zwischen 5 mg als Dauertherapie bis zu 30 mg bei einem Schub). Niemand von den Ärzten hat in dieser Zeit meinen Kalium und Magnesiumspiegel im Blut kontrolliert.
Seit ca. 5 Jahren leide ich unter massiven nächtlichen Krämpfen in den Füßen, Muskelschwäche und Zittern in den Muskeln, auch nach nur geringer Belastung und Extrasystolen des Herzens. Außerdem war ich ständig erschöpft und antriebslos.

Die Ärzte schoben alle Beschwerden auf die rheumatoide Arthritis und die Polyneuropathie ohne jemals meine Beschwerden zu hinterfragen.

Er durch meine eigene Recherche zum Thema bin ich drauf gekommen, dass ich vielleicht einen Kaliummangel haben könnte.
Seit ich jetzt regelmäßig Kalium und Magnesium substituiere, sind die Krämpfe und anderen Beschwerden verschwunden!

Im Jänner werde ich mir die Elektrolyte im Labor testen lassen, damit es zu keinem Überschuss kommt, der seinerseits genau so schädlich ist, wie der Mangel.
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