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Eveline

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Freitag, 27. November 2009, 19:54

Die zervikale Myelopathie

Die zervikale Myelopathie


Rückenmarksschaden durch Halswirbelabnutzung

Die zervikale Myelopathie ist eine chronische leider nicht selten in ihren Auswirkungen schwere Erkrankung. Früher wurde die Diagnose durch die Zusammenschau von Röntgen HWS, Myelographie, Computertomographie (CT), und CT- Myelographie gestellt. Inzwischen ist neben dem klinischen Befund die Kernspintomographie entscheidend geworden. Die Kernspintomographie zeigt nicht nur die eigentliche Kompression des Rückenmarks, sie zeigt auch ob dort (im Rückenmark) tatsächlich Schäden vorhanden sind. Letztere lassen sich dann als intramedulläre Signalanhebungen auch noch genauer quantifizieren. Das Kernspintomogramm erlaubt dabei auch vorsichtige Aussagen über die Operationsprognose. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass Kernspinbilder und CT- Bilder bezüglich des Ausmaßes der Einengung des Rückenmarkskanals schwer zu beurteilen sind. Die Einschätzung verschiedener Neuroradiologen kann dabei bezüglich Ausmaß und Ursache erheblich variieren. Ob eine intramedulläre Signalanhebungen vorhanden ist oder nicht, ist allerdings einfach und sicher beurteilbar. Mit entscheidend für das therapeutische Vorgehen ist der klinische neurologische Befund.

Die zervikale Myelopathie, beginnt häufig mit einer Paraspastik der Beine, Sensibilitätsstörungen oder motorische Ausfälle der Arme treten wenn überhaupt später auf. Eine Schwäche und Steifigkeit in den Beinen, Nackenschmerzen, Schulter- Armschmerzen, in Verbindung mit einer Gangunsicherheit sollten immer ein Grund sein an dieses Krankheitsbild zu denken. Bei den Gefühlsstörungen an den Armen sollte von Anamnese, und Befund ein Karpaltunnelsyndrom als Ursache ausgeschlossen sein. An den Armen kann beispielsweise bei einer Schädigung in Höhe von C5/C6 die Bizepsmuskulatur schlaff gelähmt sein, während die Trizepsmuskulatur durch eine spastische Lähmung schon geschwächt ist. Je nach Art der Schädigung - peripher oder zentral- können an den Armen die Reflexe entsprechend abgeschwächt oder gesteigert sein. Besonders durch die Gangstörung entstehen erhebliche Behinderungen. Wenn sich dann bei der neurologischen Untersuchung eine Steigerung der Reflexe an den Beinen und eine Störung der Tiefensensibilität findet, wird der Verdacht weiter erhärtet. Oft findet sich auch ein sog. Lhermitte'sches Zeichen (Eine Art Elektrisieren den Rücken hinunter beim nach vorne Beugen des Kopfes. Manchmal sind auch Lähmungen mit Muskelschwund an den Armen vorhanden. Diese dann meistens nicht als Folge des Drucks auf das Rückenmark sondern durch Schädigung der Nervenwurzeln(3) die in Höhe der Enge den Wirbelkanal verlassen.

Trotz des Entstehens einer starken Behinderung kommt es aber nicht zu einer vollständigen Querschnittslähmung. Manche Patienten können aber Rollstuhlpflichtig werden. Ein seltenes irritierendes Symptom können unwillkürliche schmerzhafte Arm- und Fingerbewegungen sein. Dieses Symptom tritt in der Regel erst nach Beginn einer Schmerzsymptomatik auf und wird auch bei anderen Schädigungen peripherer Nerven oder des Plexus beobachtet. Diese Bewegungsstörung kann schwierig von einer zentral ausgelösten Bewegungsstörung unterscheidbar sein. Manchmal hören diese Fingerbewegungen im Schlaf auf. Man nimmt an, dass eine Kompression der afferenten Fasern der hinteren Nervenwurzel oder des Rückenmarkes ständige Impulse sendet, die die unwillkürlichen und unkoordinierten Bewegungen auslöst. Die Bewegungsstörung endet nach erfolgreicher operativer Dekompression, spricht aber manchmal auch auf eine konservative Behandlung an.

Die Diagnose einer zervikalen Myelopathie setzt einen entsprechenden klinischen Befund der auf die Rückenmarksschädigung hinweist und einen entsprechenden dazu passenden radiologischen Befund voraus. Fehldiagnosen kommen in beide Richtungen vor. Auch andere Krankheitsbilder können ähnliche Symptome verursachen. Neuroradiology 1990;32:450-455. Die vertebragene zervikale Myelopathie liegt nur dann vor, wenn an den Beinen Symptome einer Halsmarkstörung bestehen.

Inhaltsangabe

- Definition
- Diagnostische Kriterien der zervikalen spondylotischen Myelopathie
- Differential- Diagnose zur ALS
- Was man mit einer zervikalen Myelopathie verwechseln kann, was ausgeschlossen werden muss
- Die Symptome der zervikalen Myelopathie sind Ausdruck einer Druckschädigung verschiedener Bahnen
- des Rückenmarkes und der Nervenwurzeln
- Wann sollte möglichst rasch operiert werden
- Der Europäische Myelopathie Score (EMS)

Link: Die zervikale Myelopathie
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Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

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Freitag, 5. August 2011, 13:39

Zervikale spondylotische Myelopathie

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie


Die zervikale spondylotische Myelopathie (ZSM) ist die häufigste Ursache einer Halsmarkschädigung im
höheren Lebensalter (Brain et al. 1952, Clarke et al. 1956, Lees u. Turner 1963, LaRocca et al. 1988,
Alexander et al. 1996). Obwohl ca. 75% der über 65-Jährigen degenerative Veränderungen der Wirbelsäule
aufweisen, entwickelt nur ein kleiner Teil eine ZSM. Fortschreitende degenerative Veränderungen der
Halswirbelsäule (HWS) führen nahezu ausschließlich bei prädisponierendem engem zervikalem Spinalkanal
mit Schwerpunkt im mittleren und unteren Abschnitt der HWS zu einer Einengung und letztlich zu einer
Kompression des zervikalen Myelons oder dessen Blutgefäße.

Weiter lesen in der Leitlinie für die zervikale spondylotische Myelopathie (PDF Datei): Zervikale-Myelopathie-Leitlinie.pdf
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