Sie sind nicht angemeldet.

Eveline

KrankeSchwester

  • »Eveline« ist weiblich
  • »Eveline« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 242

Registrierungsdatum: 16. November 2009

Wohnort: Trausdorf an der Wulka

  • Nachricht senden

1

Freitag, 3. Juni 2011, 11:35

Fibromyalgische rheumatoide Arthritis - Welche Besonderheiten gilt es zu beachten?

Der neu geprägte Begriff „fibromyalgische RA“ charakterisiert ein Krankheitsbild, bei dem die gesicherte RA durch eine sekundäre Fibromyalgie überlagert wird. Diese Konstellation kann nicht nur die Bestimmung der Krankheitsaktivität deutlich erschweren, sondern erfordert auch eine andere therapeutische Vorgehensweise.


In einer britischen Untersuchung mit 105 RA-Patienten wurde die Häufigkeit einer solchen Konstellation und deren Auswirkung auf die Erfassung der Krankheitsaktivität untersucht (Rheumatology 2010; 49: 924-928 ). Im Ergebnis waren 18 von 105 Patienten aus einer Kohorte mit Erstvorstellung von einer solchen Mischform betroffen, sowie 12 von 100 Patienten mit bereits andauernder Symptomatik – die RA-Patienten mit „Fibromyalginess“ waren einfach zu identifizieren durch einen hohen Tender bzw. Swollen Joint Count (TJC/SJC ≥7) mit einer Sensitivität respektive Spezifität von 83 und 80 %.

Die weitere Analyse offenbarte deutliche Auswirkungen auf den DAS28, Schmerz und die Müdigkeit in der VAS sowie im HAQ. Eine hohe Krankheitsaktivität im DAS oder CDAI zeigte sich mit einer Odds ratio von 14,3 bzw. 17,3 um vieles häufiger als bei nicht-fibromyalgischen RA-Patienten. Aufgrund der durch Nicht-RA-Mechanismen verursachten Krankheitslast ist das Erreichen einer Remission mit den bei RA gängigen Kriterien hierfür unrealistisch. Vordringlich erscheint bei diesen fibromyalgischen RA-Patienten eine sorgfältige Schmerzanalyse.

Kompakt:
Etwa 10-20 % der Patienten weisen eine fibromyalgische RA auf, die durch einen TJC/SJC von je ≥7 gekennzeichnet ist. Bei diesen Patienten sind weder die alten noch die neuen RA-Remissionskriterien für Therapieentscheidungen anwendbar. Zur Erfassung der tatsächlichen Krankheitsaktivität sollten nur objektive Kriterien herangezogen werden, zudem bedürfen diese Patienten einer stärker am nicht RA-assoziierten Schmerz orientierten Therapie.

Quelle Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V.
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

Es haben sich bereits 4 Gäste bedankt.

Counter:

Hits heute: 11 982 | Hits gestern: 10 896 | Hits Tagesrekord: 49 905 | Hits gesamt: 7 843 765
Klicks heute: 15 657 | Klicks gestern: 14 879 | Klicks Tagesrekord: 55 160 | Klicks gesamt: 17 617 665

Unsere Webseite verwendet Cookies! Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung!

Sollten Sie mit der beschriebenen Datenverarbeitung nicht einverstanden sein, bitten wir Sie, die Website wieder zu verlassen bzw. keine
personenbezogene Daten zu übermitteln.