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Eveline

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Dienstag, 23. August 2011, 18:42

Grauer Star: Schnelle Entlassung nach der Operation ist sicher und angenehmer

Mehr als 90 Prozent der Patientinnen und Patienten, die sich im Hanusch-Krankenhaus einem Eingriff gegen ihren Grauen Star unterziehen, gehen am selben Tag nach Hause. Dieser Entwicklung wurde nun mit der neuen Augentagesklinik auch baulich Rechnung getragen.


Star-Operationen sind heute in Ländern wie Österreich die häufigsten chirurgischen Eingriffe überhaupt. Da der Graue Star („Katarakt“) vorwiegend ältere Menschen betrifft, ist mit dem steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung auch ein weiterer Anstieg der Star-Erkrankungen zu erwarten. In Österreich wurden im Jahr 2010 rund 72.000 Grauer Star-Operationen vorgenommen. Bis vor kurzem und zum Teil auch noch heute werden diese Eingriffe stationär in Krankenhäusern durchgeführt. Die Folge sind überlastete Abteilungen, lange Wartezeiten und hohe Kosten.

Aus medizinischer Sicht ist eine Aufnahme in ein Krankenhaus heute für eine Star-Operation nicht mehr erforderlich. Doch Österreich hat sich mit dieser Entwicklung etwas Zeit gelassen: Während bereits vor knapp zehn Jahren in Dänemark oder Finnland rund 90 Prozent dieser Eingriffe tagesklinisch durchgeführt wurden, sprang man hierzulande erst in den letzten Jahren auf den Zug auf.

90 Prozent in Tagesklinik versorgt. Seit Sommer 2010 wurden im Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) Katarakt-Operationen zu über 90 Prozent tagesklinisch versorgt. „Wir konnten die Operationsfrequenz innerhalb eines Jahres von 2009 auf 2010 um mehr als 25 Prozent steigern, sodass die Wartezeit um zwei Monate verkürzt werden konnte. Eine weitere Steigerung konnte im letzten Halbjahr erreicht werden“, bilanziert Prim. Univ.-Prof. Dr. Oliver Findl, Vorstand der Augenabteilung am Hanusch-Krankenhaus. „Seit 2009 brauchen unsere Patientinnen und Patienten keine internistische Operationsfreigabe mehr, sofern sie an keiner Erkrankung leiden, die den Allgemeinzustand beeinträchtigt. Unterstützt durch die ständige Anwesenheit eines Anästhesisten oder einer Anästhesistin im Augenoperations-Bereich ist die höchstmögliche Patientensicherheit gewährleistet. Im Hanusch-Krankenhaus erfolgt eine stationäre Aufnahme nur mehr bei Patientinnen und Patienten mit besonderen Risiken.“

Operation ohne Alternative. Die einzige Therapie des Grauen Stars ist die Operation. Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und ähnliches bieten keine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung. Schutz gegen Sonnenlicht (Sonnenbrille) kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Aus medizinischer Sicht gibt es keinen idealen Zeitpunkt für eine Operation. Sie wird dann vorgenommen, wenn die Eintrübung der Linse im Alltag zu einer ernsthaften Einschränkung führt, also sicheres Autofahren oder bequemes Lesen nicht mehr möglich sind. Prim. Findl: „Im Rahmen der Star-Operation wird die trübe Linse entfernt und durch ein permanentes, intraokulares Linsenimplantat ersetzt. Dies ist chirurgische Präzisionsarbeit, die mit Hilfe von Mikroskop und Miniaturinstrumenten durchgeführt wird.“ Ein positives Ergebnis tritt bei mehr als 90 Prozent der Operierten ein.

Neue Augentagesklinik. Vor kurzem wurde diesen Veränderungen auch baulich Rechnung getragen: mit der Inbetriebnahme der großzügig und freundlich gestalteten neuen Augentagesklinik, die direkt angrenzend an die Operationssäle gebaut wurde. Im Schnitt dauert eine Katarakt-Operation in der neuen Tagesklinik im Hanusch-Krankenhaus für die Patientinnen und Patienten einschließlich Vorbereitung, Operation und Nachuntersuchung nur zwei bis drei Stunden. Die Versicherten müssen sich nicht umziehen, sondern werden im Vorraum in speziellen Operationssesseln vorbereitet, dann im Operationssaal steril abgedeckt und nur für die kurze Dauer des Eingriffes und zum Nachruhen in Liegestellung gebracht. Durch die ständige Anwesenheit einer Anästhesistin oder eines Anästhesisten wird eine höchstmögliche Sicherheit gewährleistet.
Die neue Tagesklinik im offenen, freundlichen Ambiente erstreckt sich über 200 Quadratmeter im Anschluss an die Operationssäle der Augenabteilung im 2. Stock von Pavillon 1 des Spitals. Die neuen Räumlichkeiten wurden in fünfmonatiger Bauzeit errichtet.

Baldige Entlassung. Auch bei der Patienteninformation geht man neue Wege. Prim. Findl: „Die Verbesserung der Aufklärung zur Operation erreichen wir mithilfe des an unserer Abteilung entwickelten Multimedia-Programms ‚CatInfo’, bei welchem sich die Patientinnen und Patienten mittels eines Touchscreen Tablet-PC die Patientinnen und Patienten vor dem persönlichen Aufklärungsgespräch informiert können. Weiterhin haben wir einen Augenfacharzt rund um die Uhr im Dienst, um bei auftretenden Problemen oder Fragen von Patienten bereit zu stehen.“

Die Voruntersuchung mit der genauen Vermessung des Auges findet eine Woche vor dem Operationstermin statt. Patientinnen und Patienten mit einer weiten Anreise wird eine ‚One-Stop’-Variante angeboten, bei der die Aufnahmeuntersuchungen am Tag der Operation gemacht werden.
In den meisten Fällen werden zwei Operationstermine für beide Augen in einem Abstand von einer Woche vergeben. Ebenfalls tagesklinisch durchgeführt wird die Medikamenten-Injektion bei Netzhauterkrankungen. Dies geschieht nicht in den Räumlichkeiten der Tagesklinik, sondern in einem eigens dafür reservierten Raum im Stationsbereich.

Unmittelbar nach einer Star-Operation kann das normale Leben wieder aufgenommen werden, es sind lediglich einige Kontrollbesuche bei der Augenärztin oder beim Augenarzt oder erforderlich. Prim. Findl: „Die erste post-operative Kontrolle erfolgt im Normalfall nach einer Woche. Eine Kontrolle am ersten Tag in der Tagesklinik ist nur in seltenen Fällen erforderlich, wie bei Risikofaktoren für hohen Augendruck, auffälligen Symptomen oder Komplikationen.“

reb


Der Graue Star


Unter dem „Grauen Star“ oder Katarakt versteht man eine Trübung der Augenlinse. Die Ursache ist in den meisten Fällen nicht feststellbar, es sind jedoch einige Risikofaktoren bekannt. Dazu gehören Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“), häufige UV-Belastung oder die regelmäßige Anwendung von Cortison. Allerdings ist der sogenannte Alters-Star die mit Abstand häufigste Form.
Die trübe Linse wirkt wie ein Milchglasfenster und führt zu verschwommenem Sehen, aber auch zu Blendungsempfindlichkeit, vor allem in hellem Sonnenlicht oder beim Autofahren bei Nacht, aber auch zu eingeschränktem Farbsehen. Beim Lesen ist helleres Licht erforderlich. Meist entwickeln sich die Symptome langsam über viele Jahre, besonders bei jüngeren Betroffenen sind auch raschere Verläufe möglich.
Ein Grauer Star wird im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung festgestellt. Die Untersuchung durch den Facharzt für Augenheilkunde ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil ein langsamer Sehverlust auch andere Ursachen wie zum Beispiel Krankheiten der Netzhaut oder des Sehnervs haben kann. Solche Krankheiten können jedoch auch gemeinsam mit einem Grauen Star auftreten. In solchen Fällen bringt die Behandlung des Grauen Stars alleine möglicherweise nicht die sonst übliche Verbesserung der Sehkraft. Bei welchen Patienten eine Star-Operation sinnvoll ist, können daher nur Augenärztinnen und Augenärzte entscheiden.

Der Graue Star darf nicht mit dem Grünen Star („Glaukom“) verwechselt werden. Letzterer ist eine typischerweise langsam fortschreitende Schädigung des Sehnervens die auch mit einem erhöhten Augendruck einhergehen kann.

Quelle Bettschart & Kofler Medien – und Kommunikationsberatung GmbH
PEOPLE
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

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