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Eveline

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1

Montag, 29. August 2011, 20:13

Leserbrief: Invaliditätspension wegen undifferenzierter Kollagenose

Anfrage von B. G. (Name der Redaktion bekannt!)

Zitat

Hallo,
Wegen einer undifferenzierten Kollagenose kämpfe ich für die Anerkennung einer Invaliditätspension. Heute hatte ich Verhandlung. Der Gerichtssachverständige erkennt die typischen Symptome: Fieber, ständiges Krankheitsgefühl, Leistungsknick nicht an und hat die Verhandung vertagt. Ich soll jetzt beweisen dass ich Fieber habe.
Deshalb meine Frage: Wie mache ich das? Sind das nicht typische Symptome?
Muss ich denn bei einer Grippe auch beweisen dass ich Fieber habe?
Mit einer verzweifelten Bitte um Hilfe und freundlichen Grüßen

B. G.


Antwort von Rheuma-Selbst-Hilfe.at:

Hallo G.,

tut mir leid, dass du um dein Recht kämpfen musst!
Aber ich kenne niemanden, der schon nach der ersten Verhandlung die Pension bekommen hat.
Im Falle der Ablehnung musst du in Berufung gehen!

Klar ist Fieber ein Symptom einer aktiven Kollagenose!

Hier ein Zitat von der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie:

Zitat:


Kollagenosen


Allgemeinsymptome bei Kollagenosen:

- Fieber (selten über 38,5°C, of kontinuierlich)
- Verschlechterung des Allgemeinzustandes,
- Gewichtsverlust, Arthralgien (=Gelenkschmerzen),
- Sicca-Symptomatik: Augen- und Mundtrockenheit, vaginale Trockenheit
- Raynaud-Phänomen: Absterben der Finger in der Kälte, Weißwerden, anschließend Blauverfärbung, danach Rötung (Tricolorenzeichen)


Zitat Ende.

Quelle: Leitsymptome Kollagenosen und Vaskulitiden

Sprich über dieses Problem mit deinem Rheumatologen oder Hausarzt. Der soll dir eine Bestätigung schreiben, dass du öfter Fieber hast!
Du kannst dich auch für ein paar Tage stationär im Kh aufnehmen lassen. Da wird die Temp. tägl. gemessen und dokumentiert und steht somit dann auch im Arztbrief, den du nach der Entlassung bekommst!

Seit nicht verzweifelt und verliere nicht den Mut!

Ich wünsche dir alles Gute und halte uns bitte am Laufenden!

Liebe Grüße
Eveline
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Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

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2

Mittwoch, 31. August 2011, 14:51

Re: Leserbrief: Invaliditätspension wegen undifferenzierter Kollagenose

Anfrage von B. G.:

Zitat

Hallo Eveline,

danke für deine rasche Antwort.

Die Verhandlung ist schon zum 2ten mal vertagt worden.
Bei der ersten Verhandlung hat der Sachverständige trotz vorliegender
Blutbefunde und meiner Symptome eine Polyathralgie diagnostiziert. Erst nach
Vorlage des Arztbriefes mit der Hauptdiagnose undifferenzierte Kollagenose hat
er sein Gutachten zurückgezogen und es wurde vertagt.
Bei seinem 2ten Gutachten erwähnt er "auch diagnostiziert wurde" und
"möglicherweise eine Zusammenhang mit der Polyathralgie."
Die letzte Verhandlung wurde wieder vertagt und das Gutachten wieder zurückgenommen.
Jetzt soll ich beweisen dass ich die klassischen Symptome habe.
Wie in einer Schmierenkomödie.

Deshalb meine Frage:
Kann man im Blut feststellen ob die Krankheit aktiv ist?

Übrigens diesen Link mit den Symptomen hatte ich mit, er wurde aber vom Richter
nicht akzeptiert.

Danke für dein Verständnis und liebe Grüße

G.


Antwort von Rheuma-Selbst-Hilfe.at:


Hallo G.,

ist ja wirklich krass, was die sich erlauben!

Kann dir dein Arzt keinen genaues Attest schreiben, mit allen Symptomen die du hast? Frag ihn doch! - Es könnte sein, dass du für diese Leistung etwas bezahlen musst, aber ich denke, dass sich das auch für dich bezahlt machen würde .... Sag ihm, für was du dieses Attest benötigst, er wird dir sicher helfen!

Ja, eine aktive Kollagenose kann man auch im Blut feststellen.

Die Entzündungsmarker CRP und Blutsenkung sind dann oft erhöht, sowie einzelne Anitkörper die gegen den Zellkern gerichtet sind (ANA). Es ist aber auch oft so, dass die Entzündungszeichen im Blut nicht konform mit den körperl. Symptomen gehen. Es kann also sein, dass du starke Schmerzen hast, die Entzündungswerte im Blut aber neg. sind .... oder auch umgekehrt.

Auch erhöhte Leukozyten, chron. Blutarmut (Anämie) und eine veränderte Eiweiß-Elektrophorese kann auf eine chron. Entzündung im Körper hinweisen.

Viele Ärzte stellen eine Diagnose nur über die Blutwerte des Pat. was aber falsch ist. Die Symptome des Pat. sind der wichtigste Anhaltspunkt für eine Diagnose, Blutbefunde können die Diagnose nur unterstützen, aber nicht grundsätzlich ausschließen.

Welche ANA´s wurden bei dir gefunden?

Polyathralgie bedeutet nichts weiter wie Schmerzen in vielen Gelenken (Gelenkschmerzen). Wurden bei dir auch Gelenkentzündungen (Arthritis) diagnostiziert?


Alles Gute und liebe Grüße

Eveline
von

www.rheuma-selbst-hilfe.at
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