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Eveline

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Dienstag, 1. Dezember 2009, 13:11

Individuelle Schmerzempfindlichkeit spiegelt sich in Gehirnfunktion wider

Individuelle Schmerzempfindlichkeit spiegelt sich in Gehirnfunktion wider


Dass die funktionelle Vernetzung im Gehirn das subjektive
Schmerzempfinden beeinflusst, konnte PD Dr. Markus Ploner aus der
Klinik für Neurologie am Klinikum rechts der Isar der TU München in
einem Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford
zeigen. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe der
Zeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences)
veröffentlicht ("Prestimulus functional connectivity determines pain
perception in humans",
http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.0906186106 ).


Wie und wie intensiv ein Mensch Schmerzen empfindet, ist in höchstem
Maße subjektiv: Der objektiv gleiche Schmerzreiz wird von
verschiedenen Menschen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten ganz
unterschiedlich wahrgenommen. Markus Ploner und seine Kollegen
untersuchten nun die Gehirnaktivität, die diesen Unterschieden
zugrunde liegt. Sie konnten zeigen, dass die Vernetzung bestimmter
Gehirnareale untereinander dafür verantwortlich ist, wie empfänglich
jemand für einen voraussichtlichen Schmerzreiz ist. Mit Hilfe der
funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) zeichneten sie die
Gehirnaktivität von Personen auf, die potentiell schmerzhafte
Hitzereize empfingen. Sie betrachteten dabei insbesondere die
Gehirnaktivität in dem Zeitraum kurz vor dem erwarteten Schmerzreiz.

Markus Ploner erläutert: "Unsere Untersuchung ergab, dass ein Reiz mit
geringerer Wahrscheinlichkeit als schmerzhaft empfunden wird, wenn
eine bestimmte Region der Hirnrinde und der Hirnstamm kurz vor dem
Schmerzreiz enger vernetzt sind. Ist die Vernetzung geringer, ist auch
das Schmerzempfinden größer." Die Forscher konnten zudem zeigen, dass
auch individuelle Persönlichkeitsmerkmale wie Ängstlichkeit oder
Aufmerksamkeit gegenüber dem Schmerz mit dem Grad der Vernetzung
korrespondieren. Ploner: "Bei ängstlicheren Personen konnten wir zum
Beispiel eine schwächeren Einfluss der Vernetzung in der Phase kurz
vor dem Schmerzreiz feststellen. Die Studie belegt somit, dass es
unterschiedliche "Schmerzpersönlichkeiten" gibt und dass sich diese
Unterschiede in der funktionellen Vernetzung des Gehirns
manifestieren."

Quelle Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Tanja
Schmidhofer, 01.12.2009 11:24
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

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