Sie sind nicht angemeldet.

1

Donnerstag, 22. September 2011, 11:23

Rheumatoide Arthritis und Depressionen

Aus verscheidenen Beiträgen schlußfolgere ich, daß viele hier auch an Depressionen leiden. Sind Depressionen eine Begleiterscheinung von rheumatoider Arthritis oder ist les eher umgekehrt?

Mir wurde es jetzt bewußt: seit 2 Wochen nahmen meine Schmerzen wieder zu, weil ich im Medikament umgestellt wurde. So wie die Schmerzen zunehmen, habe ich auch entsprechend starke Depressionen.

Auch folgere ich diesen Zusammenhang aus den Fragen der Fragebögen, die ich für die Umstellung auf Humira ausfüllen mußte. soll Humira evtl. auch auf die Psyche wirken? - Warum dann diese Fragen, die regelmäßig beantwortet werden müssen.

Wie ist das bei Euch?
Petra

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

2

Donnerstag, 22. September 2011, 13:15

Re: Rheumatoide Arthritis und Depressionen

Rheuma - egal welche Form - wird oft von einer Depression begleitet. Das heißt aber nicht, dass Rheuma eine Depression auslösen muß, oder umgekehrt. Das Klarkommen mit den Symptomen und die Gewißheit, dass man oft lebenslänglich mit der Erkrankung rechnen muß, bringt die Psyche aus dem Gleichgewicht.

Oft ist es sinnvoll, ein Antidepressivum zu nehmen, weil es sich positiv auf die Schmerzen auswirken kann. Es kann den Schmerz lindern, ersetzt aber keine Schmerztherapie. Ein Antidepressivum gehört oft zu einer guten Schmerztherapie dazu, denn unter Schmerztherapie versteht man nicht das einfache Abhandeln des Symptomes Schmerz mit einem Schmerzmedikament. Eine gute Schmerztherapie besteht meist aus mehreren Komponenten, wie Schmerzmittel, Antidepressivum, manuelle Therapien wie Krankengymnastik, Massagen, Fango.

Humira behandelt nicht die Psyche, wirkt aber indirekt auf die Psyche, da z.B. eine Verbesserung der Situation eine positive Einwirkung auf die Psyche hat.
Signatur von »Maja« ----------------------------------------------------------------------------
Manches beginnt groß, manches klein, und manchmal ist das Kleinste das Größte.

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

Eveline

KrankeSchwester

  • »Eveline« ist weiblich

Beiträge: 5 309

Registrierungsdatum: 16. November 2009

Wohnort: Trausdorf an der Wulka

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 22. September 2011, 19:55

Re: Rheumatoide Arthritis und Depressionen

hallo petra,

depressive phasen hat jeder mensch einmal in seinem leben. erst, wenn diese phasen sehr lange ununterbrochen andauern, dann spricht man von einer manifesten depression.

es gibt einige medikamente die depressionen verstärken, oder auch auslösen können.
wenn jemand schon in der vergangenheit an schweren depressionen gelitten hat, dann sind für diesen menschen einige medikamente nicht empfehlenswert. zu diesen medikamente zählt z.b. cortison.

schönen abend wünscht
eveline
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

Counter:

Hits heute: 5 | Hits gestern: 1 988 | Hits Tagesrekord: 49 905 | Hits gesamt: 9 940 205
Klicks heute: 63 | Klicks gestern: 4 777 | Klicks Tagesrekord: 55 160 | Klicks gesamt: 20 424 123

Unsere Webseite verwendet Cookies! Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung!

Sollten Sie mit der beschriebenen Datenverarbeitung nicht einverstanden sein, bitten wir Sie, die Website wieder zu verlassen bzw. keine
personenbezogene Daten zu übermitteln.