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Eveline

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Mittwoch, 9. Dezember 2009, 13:41

Stroke: Europäische Leitlinien für die Rehabilitation nach Schlaganfall

Stroke: Europäische Leitlinien für die Rehabilitation nach Schlaganfall


Die European Stroke Organisation (ESO) hat im Jahr 2008 erweiterte Leitlinien zum Management des Schlaganfalls und der transienten ischämischen Attacke (TIA) publiziert.1 Aus diesen Leitlinien wird der Abschnitt über Rehabilitation besprochen. Alle Empfehlungen basieren auf verfügbaren Evidenzen und sind entsprechend dem EFNS-System der „Anleitungen für Richtlinien“2 klassifiziert.

In den derzeit gültigen EFNS-Guidelines wurden aufgrund der geringen verfügbaren Evidenz neuere Techniken wie etwa Restraint-induced-Therapie, Spiegeltraining oder Gangrehabilitation mithilfe (semi-)automatisierter Ganghilfen kaum berücksichtigt. Folglich wurden die Empfehlungen dieses Abschnitts der ESO-Empfehlungen nicht genauso gut aufgenommen wie jene betreffend Prävention und Akutmanagement, da Rehabilitationsempfehlungen eher generell gehalten waren. Betrachtet man die Ursachen für das Defizit in der quantitativen Rehabilitationsforschung, so muss in Betracht gezogen werden, dass die Vorteile der Rehabilitation, nämlich die Interdisziplinarität, die Prozessorientierung und ihre Abhängigkeit vom Faktor „Mensch“, gleichzeitig auch die größten Hindernisse für eine quantifizierende Evaluation darstellen. Alle die-se Faktoren tragen in hohem Maße dazu bei, relevante Ergebnisse zu erzielen. Folglich wurde erkannt, dass die Rehabilitationsforschung nicht einfach unter Laborbedingungen simuliert werden kann, dass adäquate Tiermodelle für Schlaganfallrehabilitation kaum existieren. Weiters sind für die meisten empfohlenen Maßnahmen Dauer und Intensität nach wie vor nicht geklärt und es könnte postuliert werden, dass keine allgemein gültigen Regeln dafür aufgestellt werden können. Dies wiederum erschwert die Planung, Durchführung, Evaluierung und Publikation diesbezüglicher Studien. Beispiele dafür sind etwa die Wahl einer adäquaten Messgröße für die Kombination des motorischen und kognitiven Status oder das nahezu vollständige Fehlen globaler Outcomescores sowie des Einschlusses von Dimensionen mit sozialer Relevanz und der Alltagskompetenz. Verbesserungen der Dokumentationssysteme sind erarbeitet worden, jedoch sind diese nicht als Outcomeparameter für klinische Studien geprüft worden. Darüber hinaus sind Studiendesigns mit verblindetem Outcome-Assessment unbedingt erforderlich.

In Zukunft werden Guidelines in zunehmendem Maße aufgrund großer Studien erstellt werden. Die Vergrößerung der Stichproben kann dabei durch faktorielle Designs erfolgen, die erlauben, dass auch andere Interventionen wie etwa Medikamente oder physikalische Anwendungen für neuronale Reparaturmechanismen gleichzeitig getestet werden. Der Autor ist der Ansicht, dass in naher Zukunft klinische Studien, in deren Fokus Rehabilitation und neuronale Reparaturprozesse stehen, eine der tragenden Säulen der neurologischen Forschung darstellen werden, wodurch die Erstellung spezifischer, evidenzbasierter Guidelines möglich wird.

Der folgende Text zitiert weitgehend das European Stroke Organisation (ESO) Executive Committee, ESO Writing Committee. „Guidelines for management of ischaemic stroke and transient ischaemic attack“ 20081, und bezieht sich auf den Abschnitt „rehabilitation of stroke“ www.eso-stroke.org/pdf/ESO08_Guidelines_German.pdf).

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Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

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