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Freitag, 17. April 2015, 14:12

Diagnose Fibromyalgie

Hallo!

Ich hab mich hier angemeldet, weil ich diese Woche die Diagnose Fibromyalgie erhalten habe.

Ich hab schon seit Jahren immer wieder mit Schmerzen Probleme, sodass mir einige Tätigkeiten kaum oder gar nicht mehr möglich waren (vor allem was Sport betroffen hat). Die letzten beiden Jahre bin ich so gut wie gar nicht mehr schmerzfrei gewesen. Blutbefunde waren jedoch alle in Ordnung und auch die Röntgenbefunde bzw. sonstigen Untersuchungen brachten kein Ergebnis. Auf die Verabreichung von Schmerzmitteln reagiere ich überhaupt nicht (abgesehen von meinen Migräneanfällen). Die Haushaltsführung fällt mir u.a. inzwischen ziemlich schwer, da ich für 2 Stunden Putzen mit 2 Tagen starken Muskelkater gestraft werde. Die immer wieder auftretende plötzliche extreme Müdigkeit und Erschöpfung tut ihr übriges dazu. Ich leide vor allem an Schmerzen in den Beinen / Füßen, Schulter, dann kommen immer wieder mal wandernde Schmerzen im Rücken, Brust, Hände, Arme usw.

Da man bisher nicht wußte was ich habe, wurden noch keine Behandlungen vorgenommen, lediglich Therapien mit Schmerzmittel die ohne Erfolg blieben. Die Untersuchungen in einer Rheumaklinik waren auch alle ohne Ergebnis, da hieß es lediglich viel Bewegung machen und das komme vom Übergewicht.

Ich hab mir dann selbst eine Ärztin gesucht, die auf Fibro spezialisiert ist von der ich dann jetzt auch doch eindeutig die Diagnose erhalten habe. Den schriftlichen Befund erhalte ich noch.

Sie meinte ich hätte eindeutig Fibromyalgie sowie zusätzlich eine starke Überbeweglichkeit der Gelenke, was die Schmerzen noch verstärkt.

Psychotherapie wurde mir empfohlen
Ergo, Shiatsu, Wärme, Kältebehandlunge, Elektro, Akkupunktur, Massagen, ich soll einfach mal ausprobieren, nur nicht alles auf einmal, damit ich weiß worauf ich anspreche und was mir nicht guttut. Die Ärztin meinte auch das hat absolut so gut wie gar nichts mit Übergewicht zu tun. Sport soll ich nur langsam versuchen, aber Bewegung machen - was ich sowieso tue.

Schmerzmittel nehme ich derzeit gottseidank noch nichts starkes, wir versuchen es derzeit mit Ibu i.V.m. Sirdalud, weil es etwas Erleichterung gebracht hat.

Für die Hände soll ich mir Handgelenksbandagen zur Stabilisierung besorgen.

Derzeit alles ziemlich viel und noch weiß ich auch nicht wo ich anfangen soll.

Ich bin übrigens 34 Jahre alt, verh. hab eine 9 jährige Tochter und 2 Hunde, bin 36 Stunden in der Woche berufstätig (Büro) und bin derzeit auch ziemlich überfragt, wie ich in meinen sowieso schon stressigen Tag noch irgendwelche Behandlungen unterbringen soll.

Vielleicht kann mir hier ja auch noch jemand Ärzte, Therapeuten usw. in Wien empfehlen?

Und hat vielleicht jemand schon eine Kur gemacht? Wenn ja wo?

LG Mina

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Eveline

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2

Montag, 20. April 2015, 13:25

Re: Diagnose Fibromyalgie

hallo mina,

und herzlich :willkommen bei uns! :)

Auf die Verabreichung von Schmerzmitteln reagiere ich überhaupt nicht (abgesehen von meinen Migräneanfällen).

es gibt eine gruppe von entzündl. rheumatischen erkrankungen, die nur sehr schlecht auf schmerzmittel anspricht, aber auch bei fibromyalgie kommt das oft vor.
ich schreibe dies, weil die diagnose der fibromyalgie leider viel zu oft vorschnell gestellt wird, auch kann die fibro als folge von anderen skeletterkrankungen auftreten und ist dann "sekundär" und nicht "primär". ist die fibro nur sekundär, dann sollte zuerst die "haupterkrankung" therapiert werden, dann bessert sich die fibro von ganz alleine ....

Schmerzmittel nehme ich derzeit gottseidank noch nichts starkes, wir versuchen es derzeit mit Ibu i.V.m. Sirdalud, weil es etwas Erleichterung gebracht hat.

ibuprofen ist aus der gruppe der NSAR (nicht steroidalen antirheumatika) und wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend. da die fibro aber eine nicht-entzündliche erkrankung ist, frage ich mich, warum du garade auf so ein schmerzmittel ansprichst und auf andere nicht?

Für die Hände soll ich mir Handgelenksbandagen zur Stabilisierung besorgen.

hast du schmerzen in den handgelenken oder muskeln-sehnen?

Vielleicht kann mir hier ja auch noch jemand Ärzte, Therapeuten usw. in Wien empfehlen?
Und hat vielleicht jemand schon eine Kur gemacht? Wenn ja wo?

die fibro wird in der regel mit niedrig dosierten antidepressiva behandelt, außerdem mit moderater bewegung (nordic-walking, radfahren, schwimmen, stretching usw.). die fibro wird den neurologischen erkrankungen zugeordnet, einen speziellen arzt für fibro kenne ich leider nicht.

interessehalber hätte ich ein paar fragen an dich:
hast du öfter rückenschmerzen?
leidest du an einer hautkrankkheit wie z.b. schuppenfelchte?
leidet vielleicht ein verwanter 1. oder 2. grades von dir an einer schuppenflechte oder entzündl. rheumatischen erkrankung?
in welcher "rheumaklinik" wurden die untersuchungen gemacht?

fühle dich wohl bei uns! :)
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

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3

Dienstag, 21. April 2015, 10:39

Re: Diagnose Fibromyalgie

Hallo Eveline!

Danke für Deine Antwort.

Gerne beantworte ich deine Fragen:

Also ich war in Wien im Kaiser-Franz-Josef KH in der Rheumaabteilung (hat angeblich einen sehr guten Ruf). Dort wurde eine rheumatische Erkrankung ausgeschlossen (Verdacht war Richtung Lupus oder Kollagenosen) wobei der Arzt meinte auch wenn jetzt etwas ausgeschlossen wird, heißt dass nicht, dass man nicht doch irgendwann an einer rheumatischen Krankheit erkrankt.

Meine Schmerzen betreffen auf keinen Fall die Gelenke selbst sondern Sehnen und Muskeln (also Weichteile). Bei mir sind vor allem die Schulter und die Beine / Füße betroffen, abwechselnd aber auch Rücken, Brust/Rippenbereich, Hände, Arme, also genau genommen alles nur nicht immer gleich und nicht immer überall ;). Dazu kommt starke Müdigkeit und Erschöpfung.

Zu den Medikamenten, ich denke da wurde bei mir auch noch nicht viel ausprobiert. Ich hab Schmerzinfusionen bekommen die schmerzlindernd, entzündungshemmend und muskelauflockernd waren, die alle nicht geholfen haben. Ansonsten hab ich die üblichen Schmerzmittel probiert: Ibumetin, Novalgin, Mexalen, Paracetamol u.a.

Was ich zB gar nicht vertrage ist Aspirin.

Ich weiß auch, dass man sicher mehr probieren kann, wobei ich meine Schmerzen jetzt noch nicht so schlimm einschätze, dass ich ständig auf Schmerzmittel angewiesen wäre (bzw. auch nicht ständig welche nehmen möchte).

Bei Migräne denke ich, dass ich auf die Schmerzmittel reagiere, weil ich schon wesentlich länger an Migräne als an den anderen Schmerzen leide. Ich denke die Migräne steht nur indirekt im Zusammenhang damit.

Bei mir wird übrigens vermutet, dass die Fibro im Zusammenhang bzw. eine Folgeerkrankung von meiner Schilddrüsenerkrankung ist (Hashimoto) wobei da bereits mehrfach ausgeschlossen wurde, dass die Beschwerden im Zusammenhang mit dieser Erkrankung stehen, sondern es sich um eigenständige Beschwerden handelt.

Übrigens an einer Hauterkrankung leide ich nicht.

Die Handgelenksbandagen sind einerseits gedacht da ich überbewegliche Gelenke habe um diese zu stabilisieren und ja natürlich auch weil ich Schmerzen im Handgelenks/Handbereich/Armbereich habe, wobei hier nicht ständig.

Und ja meine Oma hatte Rheuma (wobei ich nicht weiß was genau, ich denke Artritis?).

Ich hab die Diagnose übrigens von einer Ärztin bekommen die selbst auf chronische Schmerzerkrankungen und Fibromyalgie spezialisiert ist. Auch mein Hausarzt meinte auf meine Anfrage hin, ob es Fibro sein könnte, dass das gut sein kann, man da aber auch unbedingt Depressionen haben muss. Die Ärztin selbst meinte Depressionen sind nicht unbedingt notwendig, aber psychische Belastungen sind meist vorhanden (was bei mir auch der Fall ist), inwieweit sie bei mir jetzt Depressionen festgestellt hat kann ich noch nicht sagen, der schriftliche Befund fehlt mir ja noch. Der sollte in den nächsten 2 Wochen da sein.

Ich hab ja außer den Schmerzen auch noch einige andere Beschwerden (kann ich gerne aufschreiben, wenn es wichtig ist).

Die Ärztin meinte beim Diagnosegespräch jedenfalls, dass es eindeutig eine Fibromalgie ist. (Und um ehrlich zu sein, vertrau ich ihr da auch, da sie mich wirklich ordentlich untersucht hat, alle Befunde genau angesehen hat und nicht nur alles überflogen hat, so wie es die meisten Ärzte bisher getan haben). Wobei ich denke haben muss man beides nicht sowohl eine entzündlich rheumatische Erkrankung als auch Fibromyalgie. Aber wie auch immer ich muss mal das Beste daraus machen.

LG Mina

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Eveline

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4

Donnerstag, 23. April 2015, 21:36

Re: Diagnose Fibromyalgie

hallo mina!

Zu den Medikamenten, ich denke da wurde bei mir auch noch nicht viel ausprobiert.

wurde schon einmal ein cortisontest gemacht?
hier sieht man genau, ob deine schmerzen von entzündlicher natur sind, oder nicht ....

Bei mir wird übrigens vermutet, dass die Fibro im Zusammenhang bzw. eine Folgeerkrankung von meiner Schilddrüsenerkrankung ist (Hashimoto) wobei da bereits mehrfach ausgeschlossen wurde, dass die Beschwerden im Zusammenhang mit dieser Erkrankung stehen, sondern es sich um eigenständige Beschwerden handelt.

wie wurde das ausgeschlossen?
ich habe auch eine hashimotothyreoditis. bin schon seit jahren in der unterfunktion und es sind nur noch kleine schilddrüsenreste vorhanden. auch leide ich sekundär an einer fibromyalgie. vor der diagnose der entzündl. rheumatischen erkrankung (rheumatoide arthritis) war das für viele jahre meine einzige diagnose bis man endlich der wahren grund für meine beschwerden fand ... deshalb läuten bei mir immer die alarmglocken, wenn ich so berichte wie deinen lese.

Und ja meine Oma hatte Rheuma (wobei ich nicht weiß was genau, ich denke Artritis?).

so wie ich ..... meine tante hat auch arthritis (psoriasis-arthritis) mein großonkel hatte ebenfalls rheumatoide arthritis....

Ich hab ja außer den Schmerzen auch noch einige andere Beschwerden (kann ich gerne aufschreiben, wenn es wichtig ist).

ja, alles ist wichtig, jede kleinigkeit, auch jene, die man selbst nicht mit "rheuma" in zusammenhang bringt.... im endeffekt hängt dann doch alles zusammen.

schönen abend noch!
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Eveline


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Margo Mac Caffery 1997

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5

Donnerstag, 30. April 2015, 08:04

Kuranstalt bei Fibromyalgie

Grüß dich mina! :winke

Ich habe in Bad-Schallerbach eine Kur wegen der Fibro gemacht!
Signatur von »lillybeth« :winke

Liebe Grüße
Lillybeth


"An Rheumatismen und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird."

(Marie von Ebner Eschenbach)

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6

Freitag, 23. Dezember 2016, 14:38

Re: Diagnose Fibromyalgie

Hallo,
danke für die ganzen Tipps.
Ich war auch schon oftmals in der Kur wegen Fibro...

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