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Montag, 15. Juni 2015, 18:18

Diagnose: Rheumatoide Arthritis

Hallo

War heute beim Rheumatologen und er hat mir bestädigt das ich Rheumatoide Arthritis habe.
Habt ihr vll ein Tipps für mich? Hab gehört das man mit der Ernährung (-Arachidonsäure) einiges verbessern kann?
Ist ein Job mit Körperlicher und Psychischer (Stress) anstrengung schlecht, oder egal?

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2

Montag, 15. Juni 2015, 23:38

Re: Diagnose: Rheumatoide Arthritis

Hallo Jacky, es tut mir leid für dich, dass du mit dieser diagnose konfrontiert wirst.

Ich poste dir mal ein paar Links zum lesen:
Rheumatoide Arthritis
Basistherapie
Basismedikamente
Entzündungszeichen

Wichtig ist, dass du akzeptierst, dass du krank bist. Damit muß man erst einmal klar kommen. Du kannst versuchen, über die Ernährung deinen Zustand zu bessern. Es gibt etliche Wege, die man gehen kann. Manche erreichen eine Besserung indem sie möglichst kein Fleisch essen, manche versuchen es mit der Arachnidonsäure. Manche Betroffenen reagieren überhaupt nicht über die Ernährung. Letztendlich muß das jeder für sich selbst ausprobieren. Eine gesunde Ernährung ist auf jeden Fall erstrebenswert.

Wichtig ist auf jeden Fall eine medikamentöse Therapie. Dazu gehört eine sogenannte Basimedikation, die dafür sorgt, dass das Immunsystem etwas herunter gefahren wird, damit es nicht ständig den eigenen Körper weiter angreift. Nichts anderes ist Rheuma nämlich letztendlich. Meist muß auch Cortison dazu genommen werden.

Bei der rheumatoiden Arthritis besteht das Problem, dass die Gelenke angegriffen werden und im Laufe der Jahre sehr darunter leiden werden. Deshalb ist es wichtig, die Entzündungsprozesse möglichst in Griff zu bekommen, damit es nicht zu einer Arthrose kommt, also die Gelenke zerstört werden. Eine Heilung gibt es nicht, aber es gibt den Zustand der Remission, eine Phase wo du beschwerdefrei bist, teilweise könne sogar Medikamente abgesetzt werden. Ziel ist es also immer, in einen Zustand der Remission zu kommen.

Stress, egal ob physisch oder psychisch ist auf jeden Fall schädlich, denn der Körper reagiert auf Stress oft mit einer Verschlimmerung der Symtpome. Beruflich gesehen sollte man darauf achten, keinen körperlichen Belastungen ausgesetzt zu sein. Ich habe z.B, viele Jahre in der ambulanten Pflege gearbeitet, ist mit meiner Rheumaerkrankung nicht mehr möglich.

Ich könnte jetzt etliche Seiten zu dem Thema schreiben, aber damit wird dir vermutlich nicht geholfen sein. Was wollen deine Ärzte denn jetzt unternehmen? Welche Medikamente bekommst du? Was machst du beruflich? Machst du Sport? Wenn du uns diese Fragen beantwortest, können wir detaillierter auf dich eingehen.

Auf jeden Fall mußt du jetzt nicht den Kopf hängen lassen, das Leben ist auch mit Rheuma lebenswert. Du kannst jederzeit hier Fragen stellen.
Signatur von »Maja« ----------------------------------------------------------------------------
Manches beginnt groß, manches klein, und manchmal ist das Kleinste das Größte.

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Eveline

KrankeSchwester

  • »Eveline« ist weiblich

Beiträge: 5 242

Registrierungsdatum: 16. November 2009

Wohnort: Trausdorf an der Wulka

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3

Mittwoch, 17. Juni 2015, 07:33

Re: Diagnose: Rheumatoide Arthritis

hallo jacky!

ich nehme an, dass du jetzt froh bist, endlich zu wissen, was mit dir los ist! ;)
nach anfänglichen schock über die diagnose wirst du erkennen, dass rheuma keine akut lebensgefährliche erkrankung ist, sondern, dass man noch sehr gut und viele jahre mit ihr leben kann (meine urgroßmutter ist 91 jährig mit ihrer rheumatoiden arthritis verstorben)! das wichtigste ist, dass du dich jetzt selbst zum experten deiner krankheit machst und so viel wissen wie möglich darüber erlangst!

maja hat dir schon einige links zum nachlesen gegeben, hier noch etwas:
>> Ernährung bei rheumatoider Arthritis, Rheuma-Selbst-Hilfe.at
>> Rheumaschub, was tun um die Beschwerden zu lindern?
>> Remission-Remissionskriterien-Rheuma-Selbst-Hilfe.at

Zitat

Ist ein Job mit Körperlicher und Psychischer (Stress) anstrengung schlecht, oder egal?

jegliche art von "*starken stress" kann schlecht für deine erkrankung sein. stress kann einen krankheitsschub auslösen, oder einen bestehenden noch verschlimmern.
geist und körper sind eine einheit, der geist/ seele beeinflusst den körper und umgekehrt.
ein beispiel: geht es dir seelisch schlecht, dann nimmst du die schmerzen stärker wahr, als wenn es dir seelisch gut geht.

* stress kann sein:
- wetterumschwung
- menstruation
- schwüle hitze
- überbeanspruchung durch sport, - beruf
- traumata
- beziehungsprobleme
- sogar große freude über etwas ..... usw.

also, bereite dir öfter selbst eine freude und nimm dir zeit zum entspannen!

bei weiteren fragen helfen wir dir gerne weiter! :)
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

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