Sie sind nicht angemeldet.

1

Dienstag, 1. November 2016, 17:51

Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Hallo zusammen!

Ich schreibe hier, weil ich Hilfe brauche bezüglich der Blutwerte meines Hundes!

Er hat eine chronische Bizepssehnenentzündung und wurde nun seit Mitte Juli fast ununterbrochen mit Schmerzmitteln und Schmerzmittel-Cortison-Präparaten zugeballert.

Jetzt geht es ihm sehr schlecht, die behandelnden Ärzte meinen jedoch, dass es wahrscheinlich nur eine Magen-Darm-Grippe sei.

Ich weiß, dass ich hier grad in einem Menschenforum bin, habe aber auch gesehen, dass der ein oder anderer hier, inzwischen sehr clever Blutwerte interpretieren kann.

Das ist mein Anliegen, dass mir jemand hilft, die Werte zu deuten, und relevante Untersuchungsmodi zu finden, wie ich ein Nieren-und Bauchspeicheldrüsenproblem ausschließen kann. ----- alles, nachdem ich die Funktion gefunden habe, wie man Blutwerte anhängen kann ;-)

Liebe Grüße
Simbalita

Ach ja, Frauchen hat beginnende Arthrose, kommt damit bislang aber noch gut zurecht ;-)

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

2

Dienstag, 1. November 2016, 18:11

Bitte um Interpretatin der Blutwerte

Hallo zusammen!

Wie bereits in meiner Vorstellung erwähnt, bitte ich Interpretation folgender Blutwerte:

ALB 4 g/dl
AMY 151U/l
BUN 35mg/dl
CRE 1,1mg/dl
GLU 107mg/dl

CRP unter 10 (merke aber: derzeit frisch gespritzte Cortisongabe: Dexadreson forte 1,5 ml, ein Tag vor Blutabnahme)

WBC 17,04
MON 0,5 10 ^3/mm3
RBC 5,35 10^6/mm3
HGB 13,4g/dl
HCT 37 88 %
MCH 25.07pg

Blutbild wurde erstellt nachdem 1 Woche zwei mal täglich 2 Tabletten von Phen Pred, Phenylbutazon 50,0 mg, Prednisolon 1,5 mg verordnet worden waren (heftiger Schmerzmittel-Wirkstoff, bei Menschen kaum mehr angewendet!) .... also täglich 200 mg Phenylbutazon und 6 mg Cortison zugeführt worden waren.

Symptome: Fettstuhl, Stinken des Hundes nach faulen Eiern + metallischer Geruch (Azidose), Trinkmenge verdreifacht, sehr starke Unruhe, Verkriechen, Agitation, unklarer Blick, verstärktes Schmatzen, Schmerzausdruck, extremes Hecheln, Bauchempfindlichkeit, verminderter Appetit, Lustlosigkeit

Nach Absetzen der Schmerzmittel geht es nun schon etwas besser, aber wie bekomme ich denn nun heraus, ob die Niere oder die Bauchspeicheldrüse final einen ab bekommen haben??? Und wie würdet ihr die Blutwerte bewerten???

Wäre für Hilfe sehr dankbar ....!!!

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

Eveline

KrankeSchwester

  • »Eveline« ist weiblich

Beiträge: 5 242

Registrierungsdatum: 16. November 2009

Wohnort: Trausdorf an der Wulka

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 1. November 2016, 19:39

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Hallo Simbalita,

und herzlich Willkommen bei uns!

Leider kann ich dir bei der Auswertung der Blutwerte deines Hundes nicht helfen, da bei Tieren andere Referenzwerte gelten wie bei Menschen. Du hast auch bei den Werten den Referenzwert (Normalwert) nicht mit dazu geschrieben, der auch bei Menschen von Labor zu Labor oft verschieden ausfällt (verschiedene Messmethoden).

Hast du es schon in einem Hundeforum versucht?
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 5 Gäste bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Simbalitta (01.11.2016)

Eveline

KrankeSchwester

  • »Eveline« ist weiblich

Beiträge: 5 242

Registrierungsdatum: 16. November 2009

Wohnort: Trausdorf an der Wulka

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 1. November 2016, 19:55

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Schau, was ich dazu gefunden habe:

Diese Werte sind bei Pankreaserkrankungen verändert (Bauchspeicheldrüse; Pankreatitis = Bauchspeicheldrüsenentzündung):

Klicken ->

Und hier Infos zu den Nierenwerten vom Hund:
>> Der nierenkranke Hund | AniCura Kleintierspezialisten Ravensburg

Diabetes wurde beim Hund ausgeschlossen?

Alles Gute!
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 5 Gäste bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Simbalitta (01.11.2016)

5

Dienstag, 1. November 2016, 20:01

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

ALB 4 g/dl (2,5-4,4)
AMY 151U/l (200-1200)
BUN 35mg/dl (7-25)
CRE 1,1mg/dl (0,3-1,4)
GLU 107mg/dl (60-110)

CRP unter 10 (merke aber: derzeit frisch gespritzte Cortisongabe: Dexadreson forte 1,5 ml, ein Tag vor Blutabnahme)

WBC 17,04 (6-12)
MON 0,5 10 ^3/mm3 (0-0,5)
RBC 5,35 10^6/mm3 (5,5-8,5)
HGB 13,4g/dl (15-20)
HCT 37 88 % (44-57)
MCH 25.07pg (17-23)

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

Eveline

KrankeSchwester

  • »Eveline« ist weiblich

Beiträge: 5 242

Registrierungsdatum: 16. November 2009

Wohnort: Trausdorf an der Wulka

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 1. November 2016, 20:24

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Symptome: Fettstuhl, Stinken des Hundes nach faulen Eiern + metallischer Geruch (Azidose), Trinkmenge verdreifacht, sehr starke Unruhe, Verkriechen, Agitation, unklarer Blick, verstärktes Schmatzen, Schmerzausdruck, extremes Hecheln, Bauchempfindlichkeit, verminderter Appetit, Lustlosigkeit

Einige Symptome klingen nach einer Gastritis! Hat der Hund Magenschutz zu den Schmerztabletten und Cortison bekommen?
Wurden die Blutwerte nüchtern abgenommen? Die Glucose (Blutzucker) ist grenzwertig und einige Symptome deuten auf Diabetes.

Die Blutwerte sehe ich mir später noch an, habe im Moment leider keine Zeit mehr ;)
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

7

Dienstag, 1. November 2016, 22:06

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Vielen Dank schonmal!

Diabetes ist nicht ausgeschlossen. Welche Werte sprechen denn für einen Verdacht?

Hund war nüchtern (bis auf ein kleines Stück getrockneten Pansen, etwa ein halber Finger groß, was sie kurz vorher noch gegessen hatte :-)

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

8

Dienstag, 1. November 2016, 22:16

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Prima - die Werte notier ich direkt mal, und lass sie dann zeitnah checken!!!

Werden die durch das Cortison beeinflusst?

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

9

Mittwoch, 2. November 2016, 20:49

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Hat jemand bitte noch eine Antwort!!!!

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

Eveline

KrankeSchwester

  • »Eveline« ist weiblich

Beiträge: 5 242

Registrierungsdatum: 16. November 2009

Wohnort: Trausdorf an der Wulka

  • Nachricht senden

10

Mittwoch, 2. November 2016, 21:18

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Ursachen einer Gastritis beim Hund:

Zitat

Als Nebenwirkung von Medikamenten. Alle Entzündungshemmer und Schmerzmittel sowie Kortison haben als Nebenwirkung bzw. als unerwünschte Wirkung Magen- und Dünndarmentzündungen. Das kann sich sehr schnell zeigen, indem der Hund bereits nach einer einzigen Spritze mit Erbrechen, Apathie und deutlichen Schmerzen reagiert. Es kann sich aber auch erst im Laufe einer längeren Schmerztherapie entwickeln. Vor allem bei Dauertherapien mit Schmerzmitteln sollte daher regelmässig auf Blutungverluste im Magen-Darmtrakt kontrolliert werden. (als Folge von Magengeschwüren)

Symptome einer akuten Gastritis beim Hund:

Zitat

Erbrechen, ein-oder mehrmals, mit Futterverweigerung - vielleicht nach Schnee oder einer anderen typischen Ursache. Leider kann es auch durch einen Fremdkörper verursacht werden. Also Vorsicht!
oft viel Durst ("um das Magen-Feuer zu löschen")
Die Muskulatur im Bereich Magen und Darm ist oft angespannt und verhärtet. Die Berührung kann für den Hund schmerzhaft sein.

Symptome bei chron. Gastritis beim Hund:

Zitat

Unbehagen nach dem Fressen
wechselnder Appetit- heute alles, morgen nichts oder nur ein Häppchen
wenn Hunde viel und häufig trinken, kann das ebenfalls auf Magengeschwüre hinweisen
Häufiges (!) Grasfressen oder Fressen unverdaulicher Dinge kann ebenso auf eine Übersäuerung des Magens hinweisen
häufiges(!) Erbrechen
Schmerzen in der Magengegend und im Bereich der Wirbelsäule (vor allem im Bereich Magen) und eine Abneigung gegen das Geschirr können mit Magengeschwüren in Verbindung stehen.
Die Abmagerung der Hunde vollzieht sich schleichend. Es fällt oft nicht auf, weil man seinen Hund täglich sieht.
Auffälliger ist ein starker Foetor ex ore - der Hund stinkt aus dem Maul (ohne faule Zähne und entzündetes Zahnfleisch)
Schwäche, Lustlosigkeit, ungeklärte Aggressivität
"Leckanfälle", in denen die Hunde alles krankhaft ablecken, von der Wand bis zu den Fliesen, oder umbedingt etwas fressen müssen, irgendetwas, egal wie unsinnig das sein mag, …

Quelle und weiterlesen >> Magenentzündung, Gastritis, Magengeschwüre beim Hund - Tier-Naturpraxis

Dieser Wert dient zur Bestimmung von Blutzucker (Wird von Cortison beeinflusst! Cortison kann Ursache von Diabetes sein!):

Zitat

GLU 107mg/dl (60-110)

Er ist zwar nur grenzwertig, sollte aber beobachtet werden.

Zitat

AMY 151U/l (200-1200)

Zu hohe Amylase-Werte findet man bei akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), einen bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom), bei Gallenstau, Nierenschwäche, oder Entzündungen der Ohrspeicheldrüse.

Zitat

BUN 35mg/dl (7-25)

Für den erhöhten BUN gibt es viele Möglichkeiten. BUN kann durch Cortison erhöht sein, oder bei Einblutung in den Magen (Gastritis, Magengeschwür usw).
Weitere Ursachen kannst du hier nachlesen: >> Harnstoff / BUN - bersicht

Zitat

WBC 17,04 (6-12)

Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sind erhöht.
Kann durch Cortison erhöht sein, aber auch durch Entzündungen oder Allergien.

Zitat

HGB 13,4g/dl (15-20)

Hämoglobin-Werte sind bei Blutarmut, Blutverlust und bei zu vielem Trinken erniedrigt.

Zitat

HCT 37 88 % (44-57)

Erniedrigung beim Hämatokrit sind die selben Ursachen wie beim Hämoglobin-Wert

Zitat

MCH 25.07pg (17-23)

Ein zu hoher MCH-Wert deutet auf eine Blutarmut (Anämie), Mangel an Folsäure oder Vitamin B12 hin.

Geht es deinem Hund schon besser?
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 5 Gäste bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Simbalitta (05.11.2016)

11

Freitag, 4. November 2016, 18:33

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

VIELEN LIEBEN DANK für die ausführliche Information und die sehr hilfreichen Links°!!!!


Wirklich toll!!!

Entwarnung: Dem Hund geht es DEUTLICH besser.

Dennoch war ich gestern zur Zweitmeinung bei einem zweiten Tierarzt - ein weiteres, umfassenderes Blutbild ist genommen worden (mit GOT - Leberwerten) und der leider immer noch merkwürdige Stuhl (irgendwie faserig, so als hätte man eine gute Portion kurze feine Haare hineingestreut - ein wenig wie bei verlängernder Wimperntusche, nur eben in braun-grün-beige) wurde auf okkultes Blut eingesendet! (hattest du ja schon erwähnt, dass es zu Magen-Darm-Blutungen kommen kann) ...

Die Ärztin für die Zweitmeinung runzelte auch ein wenig die Stirn, als sie hörte (las) wie lange (3 Mon) der Hund schon mit Schmerzmitteln behandelt worden ist.

Ich glaube, ich bin nun ärztlich ENDLICH in vertrauenswürdigen Händen. Am Montag kann ich mit der Ärztin die Blut und Stuhl-Werte besprechen (war leider schon aus dem Haus heute) und hoffe, dass nichts Dramatisches berichtet wird.

Das weitere Vorgehen (auch bezüglich der eigentlichen Ursache der Entzündung im Bein) wird dann auch besprochen.

Wenn die Ergebnisse da sind, melde ich sie hier zurück - auch die Werte.

DANKE NOCHMALS - wenn man von Ärzten so alleine gelassen wird, hilft eine orientierende Information aus so einem Portal schon enorm weiter!!!!!!

Ein schönes Wochenende!!!

Von der nicht mehr so besorgten Menschin und der Fellnase! ;-)

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 5 Gäste bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Eveline (04.11.2016)

12

Freitag, 4. November 2016, 18:59

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Bei Menschen snd vor allem die GPT und die gamma-GT als Leberwerte aussagekräftig. Eine erhöhte GOT kann auch andere Ursachen haben als die Leber. Die gamma-GT bezeichne ich als "Warnsignal". Sobald die Leber etwas gereizt ist, geht der Wert hoch, fällt aber auch schnell wieder ab. Da reicht beim Menschen schon ein Glas wein vor der Blutentnahme am nächsten morgen.
Wenn die GPT deutlich erhöht ist, also 3 stellig, besteht ein Leberparenchymschaden.
Die GOT geht auch hoch aber die GOT reagiert auch z.B. bei Herzinfarkten, immer dann wenn Muskelgewebe wie der Herzmuskel abstirbt.

Ich denke beim Hund wird es nicht anders sein, nur die Höhe der Werte wird vermutlich etwas anders interpretiert.
Signatur von »Maja« ----------------------------------------------------------------------------
Manches beginnt groß, manches klein, und manchmal ist das Kleinste das Größte.

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 5 Gäste bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Simbalitta (04.11.2016)

13

Freitag, 4. November 2016, 19:48

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Na dann hoffe ich mal, das in dem sogenannten "großen Screening" der Blutwerte diese Werte (Gamma-GT) auch mit enthalten sind. Ich für meinen Teil habe auf jeden Fall die Kranken-Vorgeschichte (Behandlung + Akten) bereitgestellt und den klaren Auftrag erteilt, beim Hund die Werte zu nehmen, die uns Organschäden ausschließen lassen!

Leider muss man sich als Laie immer etwas auf die Kompetenz der Ärzte verlassen, wenn man nicht ganz klar ansagen kann, welche Werte man haben will (die Medizin ist ja sehr komplex und nicht ohne Grund eine sehr hochwertige Ausbildung / Studium! ... da arbeitet frau sich nicht einfach an einem Wochenende ein!).

Außerdem ist man - selbst nachdem man klare Ansagen gemacht hat - immer darauf angewiesen, dass dann der Fachmann/ die Fachfrau die Werte mit einem deutet. Das ärgert mich auch oft, sowohl im Menschen-Gesundheitssystem, als auch bei Tierärzten.

Es ist nämlich mit Nichten immer so, dass Ärzte ihre Birne einschalten, und das Gelernte (müssen sie ja irgendwann mal gekonnt haben, sonst hätten sie ja das Examen nicht bestanden! ;-)) hilfreich und Nutzen bringend anwenden und dem Laien in einfacher Sprache erklären und ihm mögliche Alternativen und Konsequenzen schlussfolgern.

So haben die letzten Ärzte eine Stuhlprobe, die ich mitgebracht hatte, schlicht und ergreifend nicht ausgewertet - fahrlässig sagte ein Hundeforums-Teilnehmer, ... und Recht hat er!

Auch habe ich oft erlebt, dass Tendenzen des Patienten (Patienten-Betreuers, in dem Fall das Frauchen des Hundes *grins*) zum Mitdenken und evtl. sogar mitentscheiden (uhi!!!!) vom Arzt oft unterbunden werden mit Spott oder Abwinken. Setzt man seinen Willen dann doch durch, so bekommt man im Nachhinein manches Mal sogar die Schuld an einer Verschlechterung des Zustandes zugeschoben. O-Ton des zuletzt behandelnden Tierarztes, nachdem er extrem hoch dosierte Kombi-Präparate eingesetzt hat (super starkes Schmerzmittel+Cortison in einer Tablette):

"Sie wollten ja Cortison einsetzten!"

Ja, wollte ich, aber nicht über dosiert und nicht in einem Kombipräperat, was in der Dosierung IMMER zu Nebenwirkungen führt und bei Menschen nicht mehr verwendet wird (warum bloß?). Leider weiß ich das erst jetzt, weil ich nun alles was DIE machen nachprüfe und mich schon fast fühle, als könne ich bald selbst ein Medizinstudium beginnen ;-) Meiner Meinung nach, sollte ein Arzt eine Entscheidung, die er nicht unterstützen und verantworten kann, niemals treffen dürfen. Das wäre ja, als montierte der Kemptner einen nicht passenden Waschmaschinenschlauch und käme dann nicht für den Schaden auf.

Ich hoffe, dass die jetzige Ärztin clever, verantwortungsbewusst und vor allem bereit zur konstruktiven Zusammenarbeit ist... bislang macht es den Eindruck .... Dank euch weiß ich ja auch nun schon ein wenig mehr, welche Werte wichtig sind, bzw was aussagen!

Vielen lieben Dank, dass ihr Euch die Zeit nehmt und ich wünsche ganz ganz viel Gesundheit!!!!!!

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 5 Gäste bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Eveline (04.11.2016)

14

Montag, 7. November 2016, 22:04

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Kurze Rückmeldung bezüglich Hundebefindlichkeit und neuer Blutwerte:


Hab eben mit neuer guter Ärztin (Empfehlung meiner Hundelehrerin, 20 Jahre Erfahrung, ich war früher auch da, leider nun sehr weit, bin trotzdem wieder hin, weil supi!) telefoniert, bei der ich letzte Woche meinen Hund noch einmal vorgestellt habe. Wir haben alle relevanten Blutwerte genommen (also auch ALT und andre, die für Leber und Niere aussagekräftig sind). Ärztin sagt, dass Leber und Niere mit den Werten auf jeden Fall "Stopp" sagen, also gibt's auf keinen Fall mehr Schmerzmittel oder Cortison.


Ich soll mit Lega Phyton (Mariendistelpräparat) der Leber beim entgiften helfen, Schonkost geben und in 8 Wochen kontrollieren wir die Werte wieder!

Meiner Hündin geht es zunehmend besser, eigentlich ist sie bis auf die Humpelpfote (wegen der wir ja ursprünglich angefangen hatten zu behandeln) wieder so gut drauf wie immer .... aber Schonkost und Ruhe gibt's trotzdem.... ich bin nur heilfroh, dass es zu keinem Organversagen gekommen ist....!!!!


Ich bin totaaall! sauer auf alle vorherigen behandelnden Ärzte, weil sie alle total fahrlässig gehandelt haben, die hätten auf jeden Fall nach so viel Schmerzmittelgabe nach einigen Wochen von sich aus die Leberwerte kontrollieren müssen.

Insgesamt kostet uns diese Fahrlässigkeit schon 320 Euro Tierarzt und Medi-kosten ... wenn wir Pech haben auch einen dauerhaften Leberschaden .... !!!! Ich hoffe, so etwas passiert uns nie wieder!


Euch allen vielen Dank nochmal für Eure Antworten und die Anteilnahme!!!

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 6 Gäste bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Eveline (09.11.2016)

Eveline

KrankeSchwester

  • »Eveline« ist weiblich

Beiträge: 5 242

Registrierungsdatum: 16. November 2009

Wohnort: Trausdorf an der Wulka

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 9. November 2016, 15:10

Re: Bitte um Interpretatin der Blutwerte (Hund)

Bitte gerne! :)

Es freut mich, dass es deinem Hund wieder besser geht!

Meine Tierärztin gibt bei Magenverstimmungen immer Gerstengras. Bei meinen Katzen wirkt es super gut! Ich mische ihnen in jedes Futter eine Messerspitze Gerstengras und sie fressen das auch sehr gerne (bei akuter Gastritis gebe ich eine 2 ml Spritze mit Gerstengras und Wasser zu einem dicken Brei gemischt, aufgeteilt auf 3x tägl. direkt ins Mäulchen). Seit ich es ihnen unter das Essen mische, habe ich das Gefühl, dass es ihnen viel besser geht.

Gerstengras ist auch für den Menschen gesund. Ich kann mich aber noch nicht überwinden und mir das Graspulver übers Essen zu streuen :D :D

Wünsche Euch beiden alles gute! :)
Signatur von »Eveline« Liebe Grüße von
Eveline


Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

Es haben sich bereits 6 Gäste bedankt.

Ähnliche Themen

Counter:

Hits heute: 10 247 | Hits gestern: 14 312 | Hits Tagesrekord: 49 905 | Hits gesamt: 7 856 342
Klicks heute: 13 279 | Klicks gestern: 18 822 | Klicks Tagesrekord: 55 160 | Klicks gesamt: 17 634 109

Unsere Webseite verwendet Cookies! Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung!

Sollten Sie mit der beschriebenen Datenverarbeitung nicht einverstanden sein, bitten wir Sie, die Website wieder zu verlassen bzw. keine
personenbezogene Daten zu übermitteln.