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Eveline

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Montag, 19. Juni 2017, 13:47

Neue, orale Therapie-Option bei rheumatoider Arthritis

(Wien/OTS) - PatientInnen, die an einer rheumatoiden Arthritis leiden, sollten rund sechs Monate mit dem Standard-Antirheumatikum Methotrexat behandelt werden, worauf viele Betroffene sehr gut ansprechen. Falls aber keine Krankheitsremission oder zumindest eine niedrige Krankheitsaktivität erreicht wird, erfolgt bei Vorliegen von Risikofaktoren eine kombinierte Behandlung aus Methotrexat und einem Biologikum (häufig anti-TNF, wie z. B. Adalimumab, das als Spritze appliziert wird). Nun hat eine internationale Forschergruppe nachgewiesen, dass es eine weitere, gleich gut wirksame, orale Therapie-Option gibt: Die Kombination von Methotrexat und dem chemisch hergestellten Janus-Kinase-Inhibitor Tofacitinib. Die Ergebnisse der Studie, mit dem MedUni Wien-Rheumatologen Josef Smolen als Senior Author, wurden nun im Top-Magazin „The Lancet“ veröffentlicht.


Smolen, Leiter der der klinischen Abteilung für Rheumatologie der MedUni Wien und der weltweit am dritthäufigste zitierte Rheuma-Experte, und die ForscherInnen aus den USA, Argentinien, Australien, Großbritannien und China, konnten nachweisen, dass die Kombination Methotrexat/Tofacitinib gleich gute Heilungserfolge zeigt wie die derzeit häufig übliche Kombination Methotrexat/Adalimumab. Letztere muss den Betroffenen alle zwei Woche injiziert werden, während die neue Option zwei Tabletten täglich vorsieht – ein möglicher Vorteil für die PatientInnen. Insgesamt waren knapp über 1.100 Probandinnen in die Studie involviert.

Smolen: „Gleichzeitig wurde gezeigt, dass eine Monotherapie von Tofacitinib nicht ganz so gute Resultate erzielt wie die Kombinationstherapie mit Methotrexat, wenn sie auch durchaus wirksam ist.“

Tofacitinib als „Enzym-Bremse“
Was bewirkt Tofacitinib? Es sorgt dafür, dass spezielle Enzyme (Januskinasen), die für Entzündungsreaktionen bei der rheumatoiden Arthritis mitverantwortlich sind, gebremst werden. Die Januskinasen vermitteln Signale von verschiedenen Botenstoffen der Entzündung, wie etwa Interleukin-6 oder Interferone, in das Zellinnere und sind damit wesentlich verantwortlich für die Auslösung des zerstörerischen Entzündungsgeschehens bei der rheumatoiden Arthritis. Werden sie ausgebremst, dämpft dies die schmerzhaften Immunreaktionen bei dieser Autoimmunerkrankung. Tofacitinib wurde vor kurzem in der Europäischen Union zugelassen, in den USA ist es schon länger am Markt.

Etwa 80.000 ÖsterreicherInnen haben rheumatoide Arthritis
Rund drei Prozent der Bevölkerung hat eine Form des entzündlichen Rheumatismus (in Österreich sind es damit rund 250.000 Menschen) und rund 1% eine rheumatoide Arthritis (in Österreich ca. 80.000).

Quelle 19.06.2017, 09:50 | OTS0039 | Medizinische Universität Wien
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Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

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