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Mittwoch, 29. November 2017, 14:42

(Welcher) Sport bei Myelopathie?

Hallo,

bei meinem Freund ist zu allem Überfluss eine beginnende diskrete Myelopathie C7 diagnostiziert worden - lt. Radiologen und vom Orthopäden leider bestätigt worden. Er hat auch eine Spinalkanal- und Foramenstenose an dieser Stelle. Ursache ist eine alte HWK 7-Fraktur.

Er ist sehr sportlich (Joggen, Fahrrad fahren, Seilspringen, Turnen ...).

Er ist leider jemand, der sich schlecht eines Besseren belehren lässt und will mit seinem Sport so weitermachen, wie bisher.

Ich habe mal ein wenig www deswegen gesucht und bin wohl auf einstimmige Meinungen gestoßen, dass man z. B. Erschütterungen vermeiden sollte oder Maximalkrafttraining, da das zu viel Zug und Druck für die HWS bedeutet. Auch wäre generell Training mit Zusatzgewichten weniger gut, eher schlecht.

Das mit dem Maximalkrafttraining und den Training mit Zusatzgewichten leuchtet mir ein, aber was sind der Definition nach Erschütterungen? Beim Seilspringen, Joggen, Fahrrad fahren gibts ja auch ständig Erschütterungen, sind diese Sportarten also auch eher kontraproduktiv oder macht es schon einen Unterschied, ob man barfuß auf Laminat Seil springt oder auf einer Sportmatte oder ob man mit Barfußschuhen auf Asphalt joggt oder mit gedämpften Laufschuhen auf Waldwegen?

Wie sieht es auch mit dem Fahrrad fahren aus? Sein Fahrrad hat er zwar schon ergonomischer gestaltet, sodass er weniger mit Kopf im Nacken fahren muss, aber er hat ein gänzlich ungefedertes Fahrrad. Er meint immer, er hätte schon einen schnellen, aber harten "Hobel". Würden da nicht größere Reifen mit weniger Luft besser, da diese mehr dämpfen? Oder würde mind. eine Federbabel vorne oder sogar auch noch hinten mehr Sinn machen?

Lt. Orthopäden befindet er sich bzgl. der Myelopathie bei 2 - 3 auf einer Skala von 0 - 10.

Wir haben zu Hause mal die Tests EMS und JOA gemacht. Danach hat er jeweils die volle Punktzahl.

Was meint ihr besonders wegen Sport und auch evtl. anderen Dingen, die da ne Rolle spielen?

Dankeschön.

LG

Susi

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Eveline

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Donnerstag, 30. November 2017, 12:52

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Hallo Susi,

und herzlich Willkommen im Forum :rsh

z. B. Erschütterungen vermeiden sollte oder Maximalkrafttraining, da das zu viel Zug und Druck für die HWS bedeutet. Auch wäre generell Training mit Zusatzgewichten weniger gut, eher schlecht.

Zugübungen sind zu bevorzugen, nur wo starker Druck auf die WS ausgeübt wird (stauchende Übungen) sind nicht von Vorteil. Ruckartige Bewegungen sollten ebenfalls vermieden werden. Aber alles was Extrem (Maximalkrafttraining) ist (natürlich auch bei Zugübungen) sollte vermieden werden.
Ich hoffe, dass sich dein Freund von einem richtigen Trainer erklären hat lassen?

(...) aber was sind der Definition nach Erschütterungen?

Starke Erschütterungen wären z.B. Trampolinspringen, arbeiten mit dem Presslufthammer, fahren mit der Hochschaubahn am Rummelplatz, Bungee jumping, schwere Gewichte beim Arbeiten über Kopf, Tennis, Squash, Joggen mit Übergewicht- sämtliche Ballspiele usw.

Radfahren sollte kein Problem sein, aber das Rad muß schon gut gefedert sein ;) Klar ist es beim Laufen von Vorteil, wenn er gute Laufschuhe hat und nicht unbedingt am harten Asphalt läuft.

Vielleicht sollte sich dein Freund von einem Sportarzt beraten lassen?

Ich habe ebenfalls eine Myelopathie (HWS, LWS) und betrieb früher auch Bodybuilding. Beim stemmen von Gewichten über Kopf hatte ich Probleme, Zugübungen hingegen taten mir sehr gut,- sie entspannten meinen Rücken. Radfahren mit Mountenbike war nicht so gut für meine HWS, bekam immer Schmerzen. Auf einem Rad, wo ich fast gerade sitzen kann, macht es mir keine Probleme.

Alles Gute für deinen Freund und dich! :) (Finde ich lieb von dir, dass du dir um seine Gesundheit Gedanken machst!)
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Donnerstag, 30. November 2017, 13:37

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Hallo Eveline,

vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort.

Ja, er kennt sich mit Sport ganz gut aus.

Ich dachte, dass z. B. auch Kreuzheben ein zu starker Zug für die HWS wäre. Dann wäre das bis zu einem gewissen Wiederholungsbereich erlaubt?

Ruckartige Bewegungen sind genau welche?

Wieso löst eine Hochschaubahn zu große Erschütterungen aus? Waren z. B. auf dem Prater oder in Köln in der Gondel über dem Rhein. Das ist zu viel? O_O

Dann ist ja gut mit dem Fahrrad. Er hat ein "Fully".

Aber wie ist es mit Seilspringen barfuß auf einer Sportmatte oder mit Schuhen? Er springt echt schnell und das sieht schon nach Erschütterungen aus.

Nochmals danke.

LG

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Donnerstag, 30. November 2017, 13:57

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Ich dachte, dass z. B. auch Kreuzheben ein zu starker Zug für die HWS wäre. Dann wäre das bis zu einem gewissen Wiederholungsbereich erlaubt?

Mit weniger Gewicht und mehreren Wiederholungen ist es OK. Gewicht reißen sollte er nicht.

Ruckartige Bewegungen sind genau welche?

Z.B. Gewicht reißen ;), schnell beschleunigen und abrupt abbremsen, alles was mit Fliehkraft verbunden ist. (Hochschaubahn, Achterbahn usw.) denn da wirken starke Kräfte auf den Körper ein. (Von null auf hundert und wieder auf null)

Wieso löst eine Hochschaubahn zu große Erschütterungen aus?

Siehe oberhalb

Aber wie ist es mit Seilspringen barfuß auf einer Sportmatte oder mit Schuhen? Er springt echt schnell und das sieht schon nach Erschütterungen aus.

Ist in etwa wie Trampolinspringen,- nicht unbedingt zu empfehlen. Aber es muss es spüren. Ich hatte bei solchen Übungen immer Schmerzen, deshalb habe ich freiwillig darauf verzichtet.
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susimanta (30.11.2017)

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Donnerstag, 30. November 2017, 14:04

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Dann auch sowas, wie mit einem schnellen Fahrstuhl fahren?

Auf einem Turm ist aber ok, oder!?

Wie ist es mit Fliegen?

LG

Susi

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Donnerstag, 30. November 2017, 14:15

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Naja, sooo schnell fahren Fahrstühle nicht. Sie bremsen auch nicht abrupt ab (nur wenn sie abstürzen). :) Ich nehme in Fahrstühlen immer ein Schonhaltung ein. Versuche mit dem Körper die Fliehkraft auszugleichen (wenn sich der Aufzug einbremst, dann federe ich mit den Beinen ab).

Fliegen in einer Passagiermaschine ist auch OK (Bruchlandung wäre nicht OK ;) ) Die fliegen ruhiger als z.B. Hubschrauber oder eine kleine Propellermaschine.

Auf einem Turm ist aber ok, oder!?

Verstehe die Frage nicht :)
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susimanta (30.11.2017)

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Donnerstag, 30. November 2017, 19:46

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Vergiss das mit dem Turm! ;-) War eine blöde somit überflüssige Frage. :-/

Mein Freund trainiert (noch) mit der Kettlebell. Alles, was Überkopf geht, ist dann wohl auch passe?! Wie siehts aber mit diesem Türkischen Aufstehen und dem Schwingen aus?

Wie ist das eigentlich mit dem ständigen Sitzen auf einem Pezziball?

Ich wollte meine Beiträge editieren/zusammenführen, damit ich nicht 3 Beiträge hier stehen habe. Geht das leider nicht? :-(

Mir fällt gerade auf und ein, beim Türkischen Aufstehen, befindet man sich ja schon die ganze Zeit mit dem Gewicht Überkopf! :-/ :'-(

LG

Susi

edit by Beiträge auf Wunsch zusammengefügt.

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Freitag, 1. Dezember 2017, 21:08

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Schwere Gewichte über dem Kopf heben ist schlecht, denn es staucht die Wirbelsäule.
Auf dem Pezziball sitzen ist gesund. Strafft die Muskeln. Starke Muskeln stützen die WS und Gelenke.
Beim Hanteltraining leichtere Gewichte verwenden und mehrere Wiederholungen machen. Verletzungen durch reißen von Gewichten sollen vermieden werden.
"Türkisches Aufstehen" ist bei einer Myelopathie nicht geeignet. Es besteht große Verletzungsgefahr.

Schönes Wochenende und liebe Grüße

PS: Am Besten einen Sportarzt fragen. Der sieht dann die Befunde und die körperlichen Gegebenheiten (Fitness, Körperbau, Muskeln, Sehnen usw.) live bei deinem Freund und kann ihm sicher besser beraten.
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susimanta (15.01.2018)

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Montag, 15. Januar 2018, 14:49

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Dann wäre dad bei Handstandliegestützen genauso, oder!? Was ist mit "nur" Handstand?

Was passiert bei diesen Turkish get ups mit der HWS und der dortigen Myelopathie?

PS: Wir suchen noch immer einen guten Sportarzt und -therapeuten, der sich mit Myelopathie und Sport gut auskennt. Inzwischen wurde eine Röntgen-Funktionsaufnahme gemacht. Danach bewegt sich der HWK 7 nicht, wenn er seinen Kopf bewegt.

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Sonntag, 28. Januar 2018, 12:20

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Hallo,

ich hoffe, ich nerve nicht.

Ich habe meinem Partner erzählt, dass ich mich im www informiert habe. Fand er gut, aber das, was ich ihm als Ergebnis gesagt habe, fand er weniger gut.

Wir waren jetzt bei zwei Orthopäden und zwei Physiotherapeuten. Der eine sagt, er solle nur noch Golf spielen, ein anderer rät zu Yoga, ein anderer sagt, dass es Patienten mit sehr ähnlichen Verletzungen gibt, die nen Kopfstand machen, ein anderer sagt, dass z. B. auch Kreuzheben, wenn auch nicht ganz schwer, geht. Er solle halt auf seinen Körper hören. Sein Körper sagt aktuell zu allem "Kein Problem!".

Er versteht z. B. nicht, warum ein Handstand nicht ok sein soll, wenn er den frei 30 Sekunden halten kann oder warum diese sog. Turkish Get Ups auch nicht gut sein sollen, wenn er diese im höheren Wiederholungsbereich ausführt, das Gewicht also nicht so hoch ist, dass man von Maximalkraft sprechen kann.

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Sonntag, 4. Februar 2018, 13:50

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Ich habe dir schon oben geschrieben, dass alle Übungen, die über Kopf ausgeführt werden, bei Problemen mit der Wirbelsäule NICHT geeignet sind, da hier große Verletzungsgefahr besteht.

Im Endeffekt hat dein Freund die Verantwortung über seinen Körper. Wenn er meint, dass die Übungen für ihn OK sind, dann soll er machen wie er glaubt. Er muss dann auch mit den Folgen leben.

Mehr geeignet wie ein Orthopäde oder Physiotherapeut wäre einen Sportarzt zur Problematik zu befragen. Aber meistens ist es so, dass auch hier jeder Arzt seine eigene Meinung dazu vertritt (10 Ärzte,- 10 Meinungen).
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Dienstag, 6. Februar 2018, 00:07

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Hallo,

sehr interessant!

Im Grunde habe ich dieselben Fragen - konkret auf meine HWS bezogen. Kann ich hier MRT-Bilder hochladen?

Was mich auch interessiert, woher stammen solche Empfehlungen bzgl. Erschütterungen, Maximalkrafttraining, Überkopf ...? Gibt es dazu Untersuchungen und Studien oder Fachbücher? Wo sind die zu finden?

Danke.

Gruß

Bud

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13

Mittwoch, 7. Februar 2018, 10:36

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?



Was mich auch interessiert, woher stammen solche Empfehlungen bzgl. Erschütterungen, Maximalkrafttraining, Überkopf ...? Gibt es dazu Untersuchungen und Studien oder Fachbücher? Wo sind die zu finden?

Hallo Bud!

Habe ehrlich gesagt noch nie nach Fachbüchern oder Studien gesucht, da ich diese Tipps persönlich von Orthopäden, Sportärzten, Neurochirurgen und Amtsärzten bekam. Meine komplette Wirbelsäule ich geschädigt und die ärgsten Schädigungen liegen in der HWS und LWS (Spinalkanalstenose und Myelopathie, Bandscheibendegeneration und Vorfälle, Arthrosen, Morbus Baastrup).

Du kannst den schriftlichen Befund vom MRT gerne hochladen falls du Hilfe bei der Auswertung benötigst. Die Bilder werden nichts bringen,- ich zumindest kann sie nicht deuten aber den Befund kann ich dir übersetzen.

Liebe Grüße und herzlich Willkommen!
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Bud Hill (19.02.2018)

14

Sonntag, 18. Februar 2018, 17:39

Re: (Welcher) Sport bei Myelopathie?

Hallo Eveline,

MRT-Befund:

Zustand nach Fraktur HWK7 mit deutlicher Einsenkung der Grund- und Deckenplatte bzw. einer partiellen horizontalen Spaltbildung. Die Hinterkante wölbt sich um bis zu 4 mm in den Spinalkanal vor. Die Weite des Spinalkanals in dieser Höhe beträgt 9 x 16 mm. Das rechte Neuroforamen wird allenfalls mäßiggradig eingeengt. Das linke Neuroforamen wird eingeengt. Unauffällige Abbildung der angrenzenden kranialen und kaudalen Bandscheibensegmente. Das Myelon ist in Höhe HWK 7 leicht dorsal verlagert und weist in T2 sagittaler Schnittführung eine geringfügige ventralseitige Signalanhebung auf, diese ist in axialer Schnittführung nicht sicher abzugrenzen.

Beurteilung: Relative Spinalkanalstenose bei HWK 7 nach Kompressionsfraktur HWK 7 mit Hinterkantenverwölbung. Neuroforamenstenose HWK 7/BWK 1 links. Im deutlich geringerem Umfang rechts, bedingt durch die Höhenminderung HWK 7. Keine Bandscheibenpathologien. Zeichen einer diskreten Myelopathie, jedoch nur in sagittaler Schnittführung abzugrenzen.

Vergleich zur ersten MRT-Untersuchung vor 14 Jahren: Es ergibt sich keine wesentliche Befundänderung. Unveränderte Abbildung einer stattgehabten HWK 7-Fraktur mit leichter Hinterkantenverwölbung. Die Weite des Spinalkanals ist in etwa unverändert. Auch in der Voruntersuchung wird das Myelon leicht nach dorsal verlagert. In der Voruntersuchung, die durch die Technik bedingt weniger aussagekräftig ist, ist keine höhergradige zervikale Myelopathie abzugrenzen. In der aktuellen Untersuchung ist eine diskrete Signalanhebung des Myelons i. S. einer beginnenden zervikalen Myelopathie sichtbar. In etwa unveränderte leichte Einengung des linken Neuroforamens HWK 7/BWK 1.

Befund bzgl. Röntgen-Funktionsaufnahme:

"Es zeigt sich eine Streckhaltung der HWS. Der höhengeminderte frakturierte 7. HWK eine Dorsalverschiebung gegenüber C6 von 2 mm in Ante- sowie Retroflexion zeigend. Die übrigen Wirbelkörper regulär aufeinander stehend. Eine sichere Abgrenzbarkeit C7 gegenüber TH1 aufgrund der Schulterüberlagerung nicht möglich."

Beurteilung: Eine leichte Ventralverschiebung C6 gegenüber C7 von 2 mm lässt sich hier eine Befundzunahme in Ante-/Retroflexion nicht erkennen."

Befund CT:

"Die Wirbelkörper C6 unauffällig imponierend. C7 im mittleren ventralen Abschnitt höhengemindert, frakturiert. Die dorsale Wirbelkörpergrenze intakt erscheinend. Hier zeigt sich eine Spinalkanaltiefe von minimal 7 mm, zusätzliche linksbetonte knöcherne Neuroforamenbehinderung.

Beurteilung: Bei Dorsalverschiebung um wenige mm C7 gegenüber C6 hier erkennbarer Spinalkanaltiefendurchmesser mit einer Weite von 7 mm. Linksbetonte zusätzliche knöcherne Neuroforamenbehinderung. Im Untersuchungsbereich kein Nachweis eines sicheren Bandscheibenvorfalls."

Bilder:

Dropbox - CT + Röntgen HWS 2017

Dropbox - HWS 2017

Danke.

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