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Dienstag, 24. August 2010, 16:43

Frage über Reflexe

Hallo allerseits,

was bedeutet das, wenn jemand keine auslösbaren Beinreflexe mehr hat und nur noch schwach auslösbare Armreflexe? Welche Auswirkungen hat das? Kann soetwas im Zusammenhang von bestimmten Erkrankungen stehen wie z. B. Muskelerkrankungen oder noch etwas anderes?
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2

Dienstag, 24. August 2010, 19:34

abgeschwächte oder nicht auslösbare reflexe

hallo musikus,

abgeschwächte oder nicht auslösbare reflexe bedeuten, dass jener nerv in dem einzugsgebiet geschädigt ist (neuropathie). diese symptome kommen oft u.a. bei schlaganfällen, aber auch bei wirbelsäulenerkrankungen (z.b. bandscheibenvorfällen, spinalkanalstenose) und natürlich auch bei muskelerkrankungen, ms und bei vielen entzündl. rheumatischen erkrankungen vor (es gibt noch eine ganze reihe von krankheiten, die mit einer nervenschädigung einher gehen können!).
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Dienstag, 24. August 2010, 19:40

Re: Frage über Reflexe

Hallo Eveline,

bei MS und der Polymyositis kommt es leider nicht vor - habe diesbezüglich schon im MS-Forum angefragt und im DGM...

Ergo: muss es wohl noch was neues dazu gekommen sein *grübel*, da ich DM Typ 2 bin, kann es da in Richtung Polyneuropathie gehen... bei den anderen Themen ist mir nicht ganz so gut, bin ich ehrlich... wat solls.

Hab Dank für Deine Mühe

was ich nicht gefunden habe ist, welche Auswirkungen die nichtvorhandenen Beinreflexe und abgeschwächten Armreflexe haben werden, denn ich kann beides bewegen, wenn auch nicht so schnell oder ausdauernd..

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Dienstag, 24. August 2010, 21:01

abgeschwächte oder nicht auslösbare reflexe

hallo musikus,

was kommt bei der ms nicht vor? abgeschwächte oder ausgefallene reflexe? wer erzählt den so etwas?
die multiple sklerose (MS) ist die häufigste chronisch entzündliche erkrankung des zentralnervensystems (ZNS)!

ob ein nerv noch funktionsfähig ist, erkennt der neurologe u.a. an seinen reflexen .... erst, wenn die reflexe nicht mehr normal sind, werden weitere untersuchungen verordnet (man muss die ursache der nervenschädigung suchen)

Zitat

was ich nicht gefunden habe ist, welche Auswirkungen die nichtvorhandenen Beinreflexe und abgeschwächten Armreflexe haben werden, denn ich kann beides bewegen, wenn auch nicht so schnell oder ausdauernd..

die abgeschwächten reflexe sind nichts weiter als ein symptom, nicht mehr. bleibt die ursache bestehen, kann es bis zur funktionsunfähigkeit der betroffenen nerven kommen und zu lähmungen der muskeln, die diese nerven versorgen.
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Dienstag, 24. August 2010, 21:29

abgeschwächte oder nicht auslösbare reflexe - ursachen

vergessen :) - auch bei der myositis kann es zu nervenschädigung kommen:

Zitat

An Hand der vorliegenden Literaturberichte und fünf eigener Fälle wird das Neuromyositis-Syndrom in fünf Gruppen gegliedert, in denen weitere Untergruppen zu unterscheiden sind:

I. Bei einer typischen Dermato-Polymyositis können die peripheren Nerven sekundär geschädigt werden.
I/1. Der entzündliche Prozeß breitet sich vom Muskel auf den Nerven aus.
I/2. Das entzündliche Ödem des Muskels kann die in ihm verlaufenden Nervenfasern komprimieren.
I/3. Bei einem wegen Myositis bewegungsbeschränkten Kranken kann eine Nervenläsion durch Drucklähmung entstehen.
I/4. Eine Polyneuropathie auf der Basis einer Avitaminose kann sich zu einer Dermato-Polymyositis hinzugesellen.

II. Bei einer Dermato-Polymyositis kann eine von der Grundkrankheit unabhängige, z. B. alkoholische, diabetische usw. Polyneuritis in Erscheinung treten.

III. Bei jeder Kollagenerkrankung können theoretisch Polymyositis und periphere Nervenläsion zu gleicher Zeit auftreten.
III/1. Dies kommt am häufigsten bei der Polyarteriitis nodosa vor; hier kann die häufige ischämische Polyneuropathie mit einer eventuellen Myositis zusammentreffen.
III/2. Nach einigen Literaturberichten kann sich auch auf der Grundlage eines systematischen Lupus erythematosus ein neuromyositisches Syndrom entwickeln. Dies bedarf jedoch noch einer pathologischanatomischen Bestätigung.
III/3. Der Verfasser teilt den ersten Fall von Neuromyositis sklerodermischer Genese mit.
III/4. Bei einer primären chronischen Polyarthritis kann eine Neuromyositis nur dann zustande kommen, wenn eine interstitielle Myositis sich mit einer ischämischen Polyneuropathie auf der Basis einer Panarteriitis nodosa oder einer rheumatischen Arteriitis vergesellschaftet.
III/5. Beim Sjögren-Syndrom wurde bislang ein als Neuromyositis zu klassifizierender Fall nicht mitgeteilt.

IV. Das Syndrom der Neuromyositis wird durch das nebeneinander bestehende Auftreten von Polymyositis und Neuritis hervorgerufen.
IV/1. Ein bekannter ätiologischer Faktor, z. B. die Syphilis, kann gleichzeitig Myositis und Neuritis verursachen.
IV/2. Auf der Basis irgendeines bekannten pathogenetischen Mechanismus, z. B. eine Allergie, entstehen gleichzeitig Myositis und Neuritis.
IV/3. Bei Vorliegen einer primären Dermatomyositis oder Polymyositis kann mittels klinischer und/oder pathologisch-anatomischer Methoden auch eine Neuritis nachgewiesen werden. Diese Gruppe entspricht am ehesten dem Begriff der Neuromyositis.
Die Fälle 3, 4 und 5 des Verfassers werden in diese Gruppe eingeordnet.

V. Bei einer Polyneuritis können entzündliche Veränderungen als Begleiterscheinung auch in der Muskulatur vorhanden sein

quelle: Neuromyositis

wie gesagt, es gibt noch viele verschiedene krankheiten, bei denen es zu nervenschädigung kommen kann, auch die hashimoto-thyreoditis oder eine hypothyreose kann die ursache sein.
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Mittwoch, 25. August 2010, 12:55

Re: Frage über Reflexe

Hallo Eveline,

hab Dank...

Wg MS ---> hier mal die Aussage:

>>Es werden die Muskeleigenreflexe mit
einem Reflexhammer an Armen und Beinen überprüft: Bestehen Unterschiede
im Seitenvergleich, sind sie eher abgeschwächt oder gesteigert? Bei der
MS sind sie in der Regel verstärkt auslösbar

bzw.

BHR heißt Bauchhautreflexe, die bei MS häufig fehlen.

MER heißt Muskeleigenreflexe, die bei MS häufig gesteigert sind.
<<
(Quelle)

Da ich keinen Verdacht auf MS mehr habe, brauche ich mich zumindest im Augenblick nicht damit auseinander zu setzen...
*************
Ansonsten ist ja wenig über diese Neuromyositis im deutschsprachigen Raum in Erfahrung zu bringen... - leider scheinen sich die Ärzte nicht ganz im Klaren zu sein, ob nun etwas neues dazu kommen kann oder sich durch die PM entwickeln kann, was für mich allerdings nachvollziehbarer wäre vom logischen her.
*************

>>
die abgeschwächten reflexe sind nichts weiter als ein symptom, nicht
mehr. bleibt die ursache bestehen, kann es bis zur funktionsunfähigkeit
der betroffenen nerven kommen und zu lähmungen der muskeln, die diese
nerven versorgen.<<

Können sich die Beineigenreflexe eigentlich wieder einstellen oder bleibt das jetzt für immer so?
Der Neurologe hat nur gesagt, dass er an der eigentlichen Behandlung nichts ändern würde und Ende....
Mein Rheumi hat sich nicht dazu geäußert, den muss ich Ende September erst ein Mal drauf ansprechen,
da ich den Bericht erst jetzt in den Händen halte, auf meine Nachfrage hin...

Muss ich jetzt tagtäglich damit rechnen, dass ich eines Tages nicht mehr laufen kann?
Meine Diabetes ist gut eingestellt, mein HbA1C-Wert liegt immer noch <6 und das nur durch Ernährung. Kann sich denn trotzdem eine Polyneuropathie ausbilden? *grübel*

Wenn ja, wozu habe ich dann wie eine Blöde auf die Ernährung geachtet, wenn sich doch eine Polyneuropathie ausbilden kann?
Wozu gehe ich dann zu einem Neurologen, der nichts weiter macht?

Irgendwie bin ich gerade etwas fassungslos und auch sauer auf den Neurologen.... und irgendwie weiß ich jetzt gerade nicht so richtig, was noch kommt und davor habe ich Angst - da bin ich ehrlich...

Wat sollst - es wird irgendwie weitergehen, ob nun laufenderweise oder im Rolly sitzenderweise...
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Mittwoch, 25. August 2010, 13:48

ursachen der polyneuropathie

hallo musikus,

da denkt wohl jeder neurologe anders, wenn es um die reflexe bei ms geht:

Zitat

Bedeutsam für die MS-Diagnose sind abgeschwächte, fehlende oder gesteigerte Reflexe und ein unterschiedliches Reflexverhalten der beiden Körperhälften.

quelle: http://www.msgoe.at/diagnose.htm

ich z.b. habe fehlende achillessehnenreflexe, der patellarreflex li. ist fehlend und re. stark abgeschwächt, bauchhautreflexe nicht auslösbar. trizepssehnenreflex ist li. schwach und re. nicht auslösbar. hatte noch einige andere symptome einer ms, sogar einen ms-herd im gehirn. da seit 10 jahren kein weiterer schub auftritt, sagt man, dass es keine ms ist ... (die diagnose wird erst nach dem 2. schub gestellt).

wenn die genaue ursache gefunden wird, dann kann die grunderkrankung behandelt werden, und es kommt zu keinen weiteren nervenschädigungen.
nerven können sich erholen, andere nerven können aufgaben von geschädigten nerven übernehmen, das dauert in der regel etwas länger (ca. bis zu 2 jahren).

ich habe das nervenleiden seit 1995 und kann immer noch gehen ;). die wirkliche ursache der polyneuropathie wurde nicht gefunden, da es zu viele mögliche grunderkrankungen bei mir gibt:

MS?
schilddrüsenerkrankung
rheumatische erkrankung
eine chron. entzündung im zns
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8

Mittwoch, 25. August 2010, 14:30

Re: Frage über Reflexe

Eine PnP kann sich bilden ohne das ein Diabetes vorliegt. Die Diabetes erhöht nur die Wahrscheinlichkeit das eine PnP aufteten kann. Nicht jeder Diabetiker bekommt auch eine PnP. Umgekehrt bekommen auch Nichtdiabetiker eine PnP. Bei dir ist aber eine andere Erkrankung im Spiel, die Polymyositis. Die scheint auch eine entscheidende Rolle zur Erlangung einer PnP zu haben.

Ob die Reflexe wiederkehren oder unwiderruflich verloren sind wird niemand sagen können. Der Körper ist sehr regenerationsfähig. Wenn irgendwo ein Schaden auftritt, wird energisch dagegen gearbeitet, sobald die Konstellation im Körper dies zuläßt. Da tauchen manchmal Fähigkeiten wieder auf die Ärzte schon längst abgeschrieben hatten. Dies gilt auch für Nervenschädigungen.

Ich denke man kann da in deinem Fall überhaupt keine Prognosen stellen. Bei einer Polymyositis kann die Rollstuhlpflicht auch ohne PnP eintreten. Ich würde die PnP eher als Folge der PM sehen. Zumindest sind das meine Gedankengänge zu deinem Krankheitsbild. Ob ich da richtig liege, kann ich nicht beurteilen. Meine Erfahrungen in dem Bereich sind nicht so groß, denn bei meiner PMR sind zwar Entzündungen in den Muskeln angesagt, aber es gibt keinen klassischen Muskelzerstörungsprozeß der durch die entsprechend erhöhten Enzyme dokumentiert wird. Ob eine PMR in eine PM übergehen kann? Die Frage konnte mir bisher keiner beantworten.
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9

Mittwoch, 25. August 2010, 14:55

Re: Frage über Reflexe

Hallo ihr beiden,

na dann schaun wir mal, wat noch kommt....

Habt Dank für Eure Mühe.

Ob eine Polymyalgia rheumatica in eine Polymyositis umschlagen kann? Da habe ich auch noch nichts gehört und wg der Muskelgeschichte bin ich noch in einigen anderen Foren unterwegs, gerade weil es im deutschsprachigen Raum soooo wenig Info gibt. Vor ein paar Jahren war es noch schlimmer Auf jeden Fall ist das Ganze ganz schön komplex...

Das einzige, was ich noch über die PMR weiß, dass es da zu einer Komplikation kommen kann --->
Arteriitis temporalis
Wenn Du dolle Kopfschmerzen usw. bekommst, dann solltest Du das sofort dem Doc mitteilen, damit
das gleich behandelt werden kann...
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10

Mittwoch, 25. August 2010, 15:30

Polymyalgia rheumatica

schreibe gerade einen artikel über die PMR :), ist auch schon bald fertig.

Polymyalgia rheumatica

mir ist nur bekannt, dass die PMR in eine rheumatoide arthritis übergehen kann.
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Margo Mac Caffery 1997

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11

Mittwoch, 25. August 2010, 15:47

Artheritiis temporalis

Die Artheritiis temporalis ist meines Wissens auch eine eigenständige Erkrankung die allerdings häufig kombiniert mit einer PMR auftritt, ebenso wie die PnP mit einer Diabetes gerne kombiniert auftritt, bzw. deren Entstehung durch die Diabetes begünstigt wird. Bei deiner Erkrankung kann man weder die Diabetes noch die PM für das Entstehen einer PnP verantwortlich machen. Ich glaube da ist noch einiges unerforscht, was die Zusammenhänge angeht.
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