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Eveline

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1

Freitag, 27. August 2010, 20:28

Hinterhältiger Frontalangriff gegen alle Nahrungsergänzungen in Deutschland

Eben bekam ich dieses Mail von einer Firma, die NEM vertreibt:

Zitat

Liebe Leserin,
Lieber Leser,

wenn der in dieser Sommerpause eingebrachte Gesetzentwurf Wirklichkeit werden sollte, dann werden rund 36 Millionen deutsche Verbraucher Nahrungsergänzungsmittel vorwiegend nur noch auf dem grauen Markt kaufen können.

Im Schutz der parlamentarischen Sommerpause hat das BMELV (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) einen Gesetzentwurf vorgelegt, der immense Auswirkungen auf mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung haben wird. Würde das Gesetz so angenommen, würde jedes Nahrungsergänzungsmittel, jedes diätische Lebensmittel oder auch Vitaminzusätze in Getränken, Sportler-Nahrung, generell jedes Lebensmittel dem Vitamine zugefügt werden, einer bürokratischen Zulassung bedürfen. Ihnen als Konsumenten entstünden dadurch wieder zusätzliche Kosten und es droht eine nicht vorhersehbare Einschränkung der erhältlichen Nahrungsergänzungen in Deutschland.

Mit diesem Vorgehen des BMELV wird nicht nur die bisherige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes ins Gegenteil verkehrt, sondern auch gegen das übergeordnete europäische Recht verstoßen.

Was können Sie tun, um dies zu verhindern ?

Falls Sie Ihren Wohnsitz oder einen Zweitwohnsitz in Deutschland haben, können Sie gegen Gesetzentwürfe Einspruch erheben. Bitte nutzen Sie Ihr Stimmrecht. Sie haben nur mehr 3 Tage Zeit, denn die Einspruchsfrist gegen die Gesetzesänderung läuft bereits am 31. August 2010 aus. Wenn Sie als deutscher Bürger weiterhin uneingeschränkten Zugang zu Nahrungsergänzungsmittel haben möchten, HANDELN SIE JETZT.

Je mehr Menschen gegen den falsch verstandenen Verbraucherschutz protestieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Gesetzentwurf zurückgezogen wird.

Sagen Sie "Nein"zur Bevormundung der Politiker.
Sagen auch Sie Nein, wie es zum Beispiel die European Federation of Naturopathy e.V. oder der Heilpraktikerverband Rheinland tut.

Wehren auch Sie sich

- gegen ein Gesetz, das die Auswahl an Nahrungergänzungen stark einschränkt
- gegen eine Bevormundung unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes
- gegen einen deutschen Alleingang unter Missachtung europäischen Rechts

Es ist ganz einfach, gegen den Gesetzentwurf Einspruch zu erheben !

[u]Klicken Sie auf diesen Link[/u] und Sie gelangen direkt zum Formular der EFN-European Federation for Naturopathy e.V. Füllen Sie im Formular die rechts neben den gelb hinterlegten Zeilen stehenden Felder aus und klicken Sie auf "Abschicken". Die European Federation for Naturopathy EFN e.V., leitet das Protestschreiben direkt an das BMELV (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) weiter.

Im Namen von ++++ und der ++++++ bedanke ich mich für Ihre Mithilfe.

HANDELN SIE JETZT, bevor es zu spät ist. Die Einspruchsfrist läuft bereits in 3 Tagen am 31. August 2010 ab.

Mit freundlichen Grüßen

+++++
+++++

PS: Falls Sie keinen Wohnsitz oder Zweitwohnsitz in Deutschland haben, können Sie leider nicht Einspruch erheben. Da wir nur die eMail Adresse unserer Abonnenten kennen, mussten wir dieses eMail an alle aussenden. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


.... was haltet ihr davon? Stecken hier die großen Pharmakonzerne dahinter?

Ich persönl. befürworte diesen Gesetzesentwurf. So wird Scharlatanen das Handwerk gelegt (und in Foren werden keine Wundermittelchen mehr angepriesen werden, zumindest keine innländische). Bei der Einreichung zur Bewilligung müssen jetzt wohl auch Studien zur Wirksamkeit vorgelegt werden.

Aber das Stellt nur meine Meinung zum Thema dar, bin auf eure Meinungen gespannt!
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Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

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2

Samstag, 28. August 2010, 08:03

NEM

Guten Morgen,

hier bin ich etwas in meiner Meinung gespalten:
einerseits kann jeder leichter nach einer Verkühlung, nach Grippe seinen Vitaminhaushalt etwas aufbessern, der nach jeder Krankheit ja ein Defizit zeigt.
Andererseits verdienen sich manche Wirtschaftszweige damit dumm und kräftig und versuchen natürlich, einen regelrechten Unsicherheitsfaktor bei den Menschen zu erzeugen, damit das Mittel gekauft wird.
Vielleicht wäre auch hier ein Mittelweg zu erwägen: Bei Vitamin-oder Mineralien, die dem Körper auch bei Überdosierung nicht schaden, weil sie wieder ausgeschieden werden, kann ja weiterhin wie bisher vorgegangen werden, allen anderen wird ein Riegel vorgeschoben werden.
Leider kümmern sich die wenigsten Ärzte um einen geordneten Vit.-oder Mineralstoffspiegel im Blut, da ist der Patient in seinen Entscheidungen gänzlich allein. Hier beisst sich doch die Katze in den Schwanz - es wird von medizin. Seite nicht darauf geachtet, der Patient kann aber selbst kaum etwas dagegen tun, weil er ja nicht weiß, was ihm fehlt. :hmmz:
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GERDA
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3

Samstag, 28. August 2010, 09:54

Re: Hinterhältiger Frontalangriff gegen alle Nahrungsergänzungen in Deutschland

hallo gerda,

vitamine und mineralstoffe wird es weiterhin in den apotheken zu kaufen geben. diese vitamine sind aber keine nem, sondern zugelassene medikamente.
die nem, die es im supermarkt und diversen vitamin-onlineshops zu kaufen gibt, sind in der regel unterdosiert (deshalb auch billiger, wie die in den apotheken), damit sie keinen schaden anrichten können (dafür wirken sie nicht, aber es gibt auch keine nebenwirkungen).

das die großen pharmariesen jetzt einen vorteil haben, liegt schon auf der hand. kleine betriebe können sich die teuren zulassungen kaum leisten. viele mittelchen werden aus den regalen verschwinden.

auf die wichtigsten vitamine und mineralstoffe, wird von seiten der ärzte schon geschaut. bei nervenerkrankungen sind die gabe von vit b- komplex (bestimmte b vitamine können von sich aus eine nervenerkrankung auslösen, wenn sie überdosiert werden), folsäure und vit c z.b. standard, bei osteopenie/porose und cortisoneinnahme wird kalzium und vit d verordent. bei starken entzündungen vit e. bei einigen medis wie mtx die folsäure, bei eisenmangelanämie wird ferritin verordent, usw....

den vit- status kann man selbst im blut bestimmen lassen, nur zahlt es die kk nicht.
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Margo Mac Caffery 1997

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4

Samstag, 28. August 2010, 13:04

Re: Hinterhältiger Frontalangriff gegen alle Nahrungsergänzungen in Deutschland

Hallo ihr Lieben,

ich finde es absolut blöd... - ich als Normalbürger werde mal wieder von den allwissenden Politikern bevormundet, obwohl ich die Volljährigkeit schon lange überschritten habe und

die Apotheken verdienen wieder daran.

Jetzt bezahle ich für mein Zink + C 2,60 €... - die gleiche Packung mit identischem Inhalt bezahle ich in der Apotheke das Doppelte... für mein Calcium + D3 bezahle ich wesentlich weniger mit den gleichen Wirkstoffen wie aus der Apotheke..
Sorry, dann kann ich mir das nicht mehr selbst bezahlen, dafür habe ich einfach zu wenig. Dann muss es halt auf Kassenrezept und die Krankenkassen müssen dafür zahlen und damit jeder einzelne.

Was bitte daran ist ökologisch?

Und ich finde es schon sehr merkwürdig, dass z. B. in Holland diese ganzen Themen völlig anders gehandhabt werden und damit auch noch Erfolg haben, da bekommen die Patienten teilweise die Medis sogar in der Drogerie - ohne Missbrauch oder sonstige Probleme. Die niederländischen Apotheken arbeiten Hand in Hand mit den Ärzten zusammen, die wissen ganz genau, was der Patient an Medis erhält und ob das sich mit den verschriebenen Medis verträgt - DAS würde ich mir wünschen.
Ich habe eine feste Stammapotheke und die weiß auch, welche Medis ich habe und welche ich mir noch dazu hole. Die berät mich auch darauf hin. Aber bei vielen weiß ich, dass denen es egal ist, die Hauptsache, das Geld stimmt.

Nur in Deutschland müssen die Menschen wieder eine Bevormundung erleben und das finde ich ehrlich gesagt: ......
---> ich bin darüber sauer und werde die Petition dagegen unterschreiben.
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Das Leben meistert man lächelnd, oder überhaupt nicht.
(Aus China)

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5

Samstag, 28. August 2010, 15:06

Zink, Gegenanzeigen, Kontraindikation

hallo musikus,

wer hat dir das zink verordnet? besteht nachweislich ein zinkmangel?

Zitat

Gegenanzeigen
Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Zink im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Zink nicht verwendet werden?
Bei Überempfindlichkeit gegen Zink und seine Salze wie Zinkoxid oder Zinksulfat darf der Wirkstoff nicht angewandt werden.

Ebenso verbietet sich der innerliche Einsatz bei aktiven Autoimmunerkrankungen (insbesonders Gehirnentzündungen), bei akutem Nierenversagen und schweren Schäden der äußeren Nierenzellen.

quelle: http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/…ikament-10.html
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Margo Mac Caffery 1997

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6

Samstag, 28. August 2010, 16:59

Re: Hinterhältiger Frontalangriff gegen alle Nahrungsergänzungen in Deutschland

Ich bin da auch sehr gespalten. Mir wird z.B. immer noch kein Calcium rezeptiert und das ist nach den entsprechenden Richtlinien für die Verordnungsfähigkeit sogar in Ordnung. Ich benötige Zink. Merke das an diversen kleinen Symptomen und nehme dann auch wieder kurmäßig Zink. Ich nehme auch in regelmäßigen Abständen Biotin. Entsprechende Messungen werden natürlich nicht gemacht. Das kostet ja Geld. Selbst bezahlen darf ich die Untersuchungen natürlich. In meinem Fall ist das alles kein Drama, ich denke ich kenne mich gut genug aus, um abzuwägen, was ich nehmen kann und was ich lieber sein lassen sollte.

Sollte in der Zukunft passende NEM in Deutschland nicht mehr geben, habe ich kein Problem damit, mir diese über das Ausland zuschicken zu lassen. Ich fahre mittlerweile sowieso schon regelmäßig nach den Niederlande, wo man alles nicht so kompliziert macht. Ist für mich kein Problem, da meine Schwiegereltern in der Nähe der holländischen Grenze wohnen.

Ich bin der Meinung, dass es langsam gut ist mit Reglementierungen durch den Staat. Einerseits machen sie einen Zirkus um die NEM. Andererseits setzen sie aber Medikamente wie IBU, Diclo und Co. im kleineren Dosisbereich als rezeptfrei fest. Ergo kann der Grund nicht die evtl. falsche Handhabung durch die Bürger sein, denn was sollte den Bürger daran hindern 4 Diclo a 12,5 mg einzuwerfen, um in einen therapeutischen Bereich von 50 mg zu gelangen. Die genannten Medis dürften meiner Meinung nach auf keinen Fall ohne Rezept erhältlich sein. Ich denke wir werden langfristig gesehen eine Menge Magen-Ops zu finanzieren haben.

Zitat

Ebenso verbietet sich der innerliche Einsatz bei aktiven Autoimmunerkrankungen

Mein Rheumaprof. hat gesagt, ich kann kurmäßig Zink nehmen. Sollte es damit nur nicht übertreiben und die Dosis nicht zu hoch ansetzen. Er vergleicht das Zink mit der Folsäure, welche genau genommen auch nicht eingesetzt werden darf, wenn man z.B. MTX nimmt.

Zudem erzählte mir meine Ärztin vor einiger Zeit, dass die Kassen erwarten, dass erst ab einem Cholesterin in 4 stelliger Höhe Medikamente verschrieben werden. Also langsam kann ich diese Welt nicht mehr verstehen. einerseits absolut unangemessene Reglementierungen um angeblich die Gesundheit der Menschen zu fördern, andererseits nicht offiziell benannte Reglementierungen, die in eine Richtung gehen, die nix mehr mit Gesundheitsförderung zu tun hat.
Signatur von »Maja« ----------------------------------------------------------------------------
Manches beginnt groß, manches klein, und manchmal ist das Kleinste das Größte.

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7

Montag, 30. August 2010, 15:23

Re: Hinterhältiger Frontalangriff gegen alle Nahrungsergänzungen in Deutschland

Hallo ihr Lieben,

mir geht es da wie Maja... Durch einen Tipp von einem Arzt bin ich in der Erkältungszeit zu Zink + C gekommen und es hilft, wenn ich es frühzeitig einnehme.

Aus welchem Grund hilft es und aus welchem Grund soll es dann über Apotheken dann immer noch für viel Geld freiverkäuflich sein

Aus welchem Grund bekommen wir Patienten gesagt, wir sollen uns Calcium plus Vit D3 besorgen von soundsoviel Einheiten und nun wollen sie, dass wir es nur noch in der Apotheke bekommen.

Es ist ja so:
Der mündige Bürger soll es nicht mehr für wenig Geld im Supermarkt erhalten,
sondern für viel Geld in der Apotheke bekommen.

Es ist doch gar keine Diskussion, ob oder ob nicht - sondern, aus welchem Grund diese Dinge aus dem Supermarkt verschwinden sollen und für viel Geld in der Apotheke weiterhin gekauft werden.
Hätten sie jetzt gesagt:
so - wenn Bedarf besteht, dann werden wir es über die Kasse verschreiben,
aber um einen Mißbrauch vorzubeugen, werden wir es aus den Supermärkten herausnehmen - gut - DAS kann ich verstehen,
aber nicht
ihr dürft diese Dinge weiterhin in der Apotheke kaufen,
aber nirgendswo anders.

Eveline,

ich bin auch nicht dafür, dass die Leute sich das Zeug tonnenweise einschmeissen und
in meiner Family wird das auch nicht gemacht.
Dafür wird für eine einigermaßen vernünftige Ernährung gesorgt:
Obst und viel Gemüse (meine Kinder lieben Gemüse), Fisch (nicht so sehr beliebt bei ihnen), fettarmes Fleisch, selten Schweinefleisch, Vollkorn-Produkte ohne Ende usw. und noch seltener Naschsachen oder Fertignahrung wegen des Glutamates (hier hätten sie es einschränken sollen mit ihren Reglements)...

Ein kleiner Hinweis noch:
Bei uns in Deutschland wird das Calcium erst ab einer bestimmten Menge Cortison (ich glaube 10 mg tgl) und verschrieben, ansonsten müssen wir es uns selber kaufen... Da heißt es bei den Ärzten: kaufen Sie sich bitte Calcium aus der Apotheke oder beim A**i oder oder oder....

Nachdenkliche und
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8

Donnerstag, 11. November 2010, 05:51

Werbung für Vitamine: BAYER zahlt 3,3 Mio für falsche Versprechungen

Jetzt geht es auch den "Großen" an den Kragen, wenn sie falsche Versprechungen für NEM abgeben:


Selen-Zusätze können Krebsrisiko nicht senken / Werbeaussagen „irreführend und skrupellos“


Der BAYER-Konzern zahlt 3,3 Millionen Dollar an die US-Bundesstaaten Oregon, Illinois und Kalifornien wegen unwahrer Behauptungen in TV-Spots und Zeitungsanzeigen. In dem Werbematerial für Vitaminprodukte der Serie ONE-A-DAY hieß es, dass die Zusätze Selen und Zink das Prostatakrebs-Risiko senken können. Eine gestern eingereichten Klageschrift des US-Bundesstaats Illinois stellt hingegen fest: „BAYER wusste, oder hätte wissen müssen, dass hohe Gaben von Zink und Selen das Risiko der Entstehung von aggressiven und tödlichen Prostata-Tumoren erhöhen können“. Die Klageschrift nennt die Werbeaussagen „irreführend und skrupellos“.

Vitaminpräparate, deren Beipackzettel die Falschaussagen enthielten, waren bis zum Mai 2010 im Handel. Die Werbekampagne, für die BAYER auch bekannte Baseball-Stars engagiert hatte, lief seit 2005. Die US-Medikamentenaufsicht FDA hatte 2007 festgestellt, dass Selen das Krebsrisiko nicht senkt. Das National Institute of Health hatte eine ursprünglich auf 12 Jahre angelegte Untersuchung von Vitamintabletten wegen erhöhter Nebenwirkungen vorzeitig abgebrochen.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Ob bei Verhütungsmitteln, Schmerztabletten oder nun bei Vitaminpillen - immer wieder setzt BAYER auf unlautere Werbemethoden. Der Konzern gefährdet dadurch wissentlich die Gesundheit von Patienten und Konsumenten“. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert, Werbung für Pharmazeutika und Nahrungsergänzungsmittel in Massenmedien generell zu verbieten. „Laien sind häufig nicht in der Lage, die haltlosen Versprechungen zu durchschauen. Die Information über Medikamente gehört in die Hände unabhängiger Prüfer und Behörden – nicht in die der Verkäufer, die nichts anderem folgen als ihren Profitinteressen“, so Mimkes weiter.

Unter dem Markennamen ONE-A-DAY verkauft BAYER in den USA ein Sammelsurium von Pillen, die u.a. Vitamine, Mineralien, Folsäure, Ginseng, Guarana, Kupfer, Eisen und sogar Schwermetalle enthalten. Die Präparate werden in unterschiedlichen Zusammensetzungen speziell für Frauen, Männer, Senioren, Kinder, Übergewichtige, Sportler und für Personen mit erhöhtem Cholesterinspiegel angeboten.

Die Produktserie wird mit Versprechungen wie „für ein gesundes Immunsystem“, „verarbeitet Nahrung zu Energie“, „für geistige Wachsamkeit“ oder „unterstützt die Gesundheit des Herzens“ beworben. Die FDA hatte bereits mehrere solcher Werbe-Aussagen verboten. Vor drei Jahren hatten US-Behörden gegen den Leverkusener Multi eine Buße von 3,2 Mio Dollar wegen „irreführender Versprechungen“ verhängt – die bis dahin höchste verhängte Zivilstrafe für Pharmawerbung.

Quelle Presse Information vom 27. Oktober 2010
Coordination gegen BAYER-Gefahren
cbgnetwork.org
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Donnerstag, 11. November 2010, 15:37

Re: Hinterhältiger Frontalangriff gegen alle Nahrungsergänzungen in Deutschland

Zitat

...dass die Zusätze Selen und Zink das Prostatakrebs-Risiko senken können

Ich persönlich sehe diese Aussage nicht so kritisch, da steht "senken können" und das bedeutet, dass es wirken kann oder auch nicht. Solchen Werbetricks müßten auch Laien gewachsen sein, dazu braucht man keine med. Kenntnisse.

Viel kritischer sehe ich die oft fehlenden Hinweise zu Dosierungen und Information über die Folgen einer Überdosierung. Nicht jedes Vitamin wird in der Überdosierung einfach ausgeschieden. Wenn es nicht gerade um Vit. C geht, sollte man vor der Einnahme einen Test machen, der klärt, ob ein Defizit besteht.
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