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Mittwoch, 1. September 2010, 18:13

Defizit an sozialen Beziehungen wirkt depressionsverstärkend

Freundschaften und enge soziale Kontakte schützen vor Depressionen. Zu diesem Schluss kommt der Peter Fischer, Leiter der Psychiatrischen Abteilung am Wiener SMZ Ost - Donauspital. Depressionen in verschiedenen Stärken nehmen in der industrialisierten Welt stark zu. "Interessanterweise ist das Land mit der geringsten Depressionsrate das arme Bangladesch. Dort spielen soziale Kontakte in der Großfamilie eine wichtigere Rolle. Und das wirkt sich offensichtlich positiv aus.

"Die Frage lautet: Wie viele Stunden am Tag spricht man mit anderen Menschen?" Eigentlich sollten Soziologen in der Frage, warum und wie Depressionen zu einer Volkskrankheit geworden sind, mitforschen, meint Fischer. "Es gibt eine genetische Disposition für Depressionen. Auch psychische Altlasten aus der Kindheit spielen eine Rolle. Generell muss man sagen, dass jeder Mensch Depressionen bekommen kann", so Fischer. Ein wesentlicher Auslösefaktor ist chronische Stressbelastung. "Das Burnout-Syndrom ist als eine Sonderform der Depression ein gutes Beispiel. Dabei kommt es nicht notwendigerweise auf die Menge an Arbeit an, sondern auf die Belastung im Beruf. Man fühlt sich als Einzelkämpfer und verschafft sich durch immer mehr Verantwortung Repekt." Das Problem kann bereits im Schulalter auftreten.

In der heutigen Zeit wird der Terminus Burnout jedoch inflationär verwendet. Mittlerweile ist es gesellschaftlich nicht geächtet, wenn jemand daran leidet. Hingegen ist die Diagnose Depression immer noch stark stigmatisiert. "Unsere Kultur sieht es offensichtlich als nicht wichtig an, wie wir mit uns selbst umgehen", meint der Psychiater. Viele Depressionen haben ihre Ursachen im Beziehungsleben. Das Defizit an sozialen Beziehungen ist ein wesentlicher Negativfaktor und Verstärker.

"Um die immer größere Zahl an Depressiven medizinisch zu versorgen, arbeiten verschiedene Berufsgruppen zusammen. Von der Gesprächspsychotherapie bis hin zu schweren Fällen, die vom Psychiater behandelt werden oder sogar stationäre Krankenhausaufenthalte notwendig machen, reicht die Palette."

Der Mediziner rät jedenfalls dazu, einen Experten aufzusuchen, wenn man sich seelisch für eine gewisse Zeit nicht wohlfühlt. "Wir müssen endlich begreifen, dass zum Gesundsein auch das psychische Wohlfühlen dazugehört", erklärt Fischer abschließend.

Quelle pte
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Schmerz ist, was der Patient sagt, und er existiert, wann immer er es sagt.

Margo Mac Caffery 1997

:aua

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