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Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, die im Rahmen einer klinischen Prüfung Tofacitinib 10 mg zweimal täglich erhalten haben, wurde ein erhöhtes Lungenembolierisiko und eine erhöhte Gesamtmortalität berichtet. Diese Dosierung ist in der Europäischen Union nicht zur Anwendung bei rheumatoider Arthritis zugelassen.


• Ärzte sollten die in der Fachinformation zugelassene Dosierung beachten. Diese beträgt für die Indikation rheumatoide Arthritis 5 mg zweimal täglich.
• Unabhängig vom jeweiligen Anwendungsgebiet sollten Patienten bei Behandlung mit Tofacitinib auf Zeichen und Symptome von Lungenembolie überwacht werden. Bei Auftreten solcher Symptome sollten Patienten sofort einen Arzt konsultieren.

Tofacitinib ist zugelassen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis und der Psoriasis-Arthritis (jeweils 5 mg zweimal täglich) sowie zur Behandlung von Colitis ulcerosa (10 mg zweimal täglich in den ersten acht Wochen, anschließend 5 mg zweimal täglich).

Derzeit werden die Studiendaten weiter ausgewertet und Auswirkungen auf die Produktinformation geprüft.

>> Rote-Hand-Brief zu Xeljanz® (Tofacitinib) vom 20.03.2019

In einer klinischen Studie bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes, die zusätzlich zu ihrer Standardtherapie Belimumab erhalten haben, wurde ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende psychiatrische Ereignisse (Depression, suizidale Gedanken oder suizidales Verhalten einschließlich vollendetem Suizid oder Selbstverletzung) beobachtet.


• Vor der Verordnung von Belimumab sollten Ärzte das Risiko für Depressionen, Suizidgedanken, suizidales Verhalten oder Selbstverletzung unter Berücksichtigung der Vorgeschichte und der gegenwärtigen psychiatrischen Verfassung gründlich bewerten.
• Unter der Therapie sollten Patienten hinsichtlich dieser Risiken überwacht werden.
• Patienten und betreuenden Personen sollte geraten werden, umgehend medizinische Hilfe zu suchen, falls Depressionen, Suizidgedanken, suizidales Verhalten oder Selbstverletzung neu auftreten oder sich verstärken.

Belimumab ist in bestimmten klinischen Situationen als Zusatztherapie zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes zugelassen. Depression ist als Nebenwirkung in der Fachinformation aufgeführt.

>>Rote-Hand-Brief zu Benlysta® (Belimumab) vom 27.03.2019
Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen und Medikationsfehler (auch Verdachtsfälle) mit. Die Formulare finden Sie auf der Webseite der AkdÄ.

Die Verantwortung für die Erstellung und den Versand von Rote-Hand-Briefen liegt bei den pharmazeutischen Unternehmen. Rote-Hand-Briefe werden in der Regel von den zuständigen Behörden (BfArM, PEI) angeordnet und mit ihnen inhaltlich abgestimmt.

Quelle AkdÄ Drug Safety Mail | 14–2019

Rheumatag Tirol am 27. Februar in Innsbruck

geschrieben von Eveline am Donnerstag, 14. Februar 2019, 20:25

Kostenloser Infotag für Interessierte und Betroffene

Rückenschmerzen? Beschwerden in den Knien? Knötchen in den Fingern? Schwellungen in den Gelenken? In Österreich leiden circa zwei Millionen Menschen an Beschwerden des Bewegungsapparates, 180.000 allein in Tirol. Umfassende Informationen über Diagnose und Therapie rheumatischer Erkrankungen bietet der Tiroler Rheumatag am Mittwoch, 27. Februar 2019, von 12 bis 16 Uhr im Landhaus 1 in Innsbruck (Zugang über Meraner Straße 4). Der Eintritt ist frei.


Weitere Infos: Rheumaliga | Österreichische Rheumaliga oder
https://www.rheumatologie.at

Arthrose, rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Gicht oder auch Osteoporose - sie alle zählen zu den etwa 400 unterschiedlichen "Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises". Das Risiko, irgendwann im Laufe des Lebens eine Krankheit des Stütz- und Bewegungsapparats zu bekommen, liegt grob geschätzt bei 70 bis 80 Prozent. Zwar gelten Rheumaschmerzen immer noch häufig als Alterserscheinung, tatsächlich sind jedoch viele junge Menschen und sogar Kinder betroffen", betont Univ.-Prof. DDr. Manfred Herold, Rheumatologe in Innsbruck, Leiter des Rheumalabors der Univ.-Klinik für Innere Medizin II, ehemaliger Leiter der Rheumaambulanz der Universitätsklinik Innsbruck, sowie Initiator und seit Jahren verantwortlicher Organisator des Tiroler Rheumatages.

"Je früher rheumatische Erkrankungen erkannt und behandelt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit auf einen guten Behandlungserfolg. Daher ist es gerade für Betroffene wichtig, sich über Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Der Tiroler Rheumatag bietet dafür eine großartige Gelegenheit. Dank der Kooperation und Unterstützung durch das Land Tirol und Landesrat Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Tilg ist es auch heuer wieder möglich, diesen Informationstag einem großen und interessierten Publikum im großen Vortragssaal im Landhaus anzubieten."

Interessante Vorträge von RheumaspezialistInnen

Auf...[Weiterlesen]

MedUni Wien-Forscher zu Review zum aktuellen Stand der Erkrankung im Top-Journal „JAMA“ eingeladen – Welt-Rheumatag am 12.10.


Die MedUni Wien-ForscherInnen Daniel Aletaha und Josef Smolen wurden in der aktuellen Ausgabe des Top-Journals „JAMA“, und passend zum Welt-Rheumatag am 12. Oktober, zu einem „Review“ zum aktuellen Stand der Rheumatoiden Arthritis eingeladen. Das zentrale, positive Ergebnis: Die Outcomes der Betroffenen haben sich in der jüngeren Vergangenheit deutlich verbessert. „80 Prozent der Erkrankten können mit Unterstützung von Medikamenten ein normales Leben führen. Früher war die rheumatoide Arthritis ein Rollstuhlgarant“, sagt Rheuma-Experte Daniel Aletaha von der Universitätsklinik für Innere Medizin III (Klinische Abteilung für Rheumatologie).

Dazu beigetragen haben einerseits innovative Techniken, um die Erkrankung zu messen, und andererseits neue verfügbare Medikamente sowie ein verbessertes Management der Rheumatoiden Arthritis. Nur noch 20 Prozent der Erkrankten sind „refraktär“ und erleiden immer wieder trotz therapeutischer Maßnahmen schwere Schübe. Aletaha: „Vor 30 Jahren waren es noch 50 Prozent. So wie sich die HIV-Erkrankung durch neue Medikamente von einer todbringenden zu einer chronischen Erkrankung gewandelt hat, so ist auch die rheumatoide Arthritis durch neue Therapien eine Erkrankung geworden, die zwar chronisch bleibt, aber keinen dauerhaften Schaden mehr verursacht und praktisch kaum jemanden mehr in den Rollstuhl bringt.“

Ziel bei der rheumatoiden Arthritis ist es, binnen drei Monaten die Aktivität der Erkrankung um mehr als 50 Prozent zu verringern, und binnen sechs Monaten einen Zustand ohne Gelenkschmerzen und -schwellung zu erreichen.

Eine ganz wichtige Rolle spielt die personalisierte Medizin – oder auch: Präzisionsmedizin – bei Rheuma. Das bedeutet: Für jeden Patienten bzw. jede Patientin kann noch präziser als bisher festgestellt werden, welche Therapie am besten und am schnellsten wirkt, und welche...[Weiterlesen]

In Österreich leiden zirka zwei Millionen Menschen an rheumatischen Erkrankungen. Der Begriff Rheuma umfasst mehr als 400 verschiedene Krankheitsformen - von Arthrose und Rheumatoider Arthritis (RA) über Osteoporose bis hin zu Morbus Bechterew. "Je früher die Diagnose gestellt und eine kompetente Therapie eingeleitet werden, desto besser sind die Prognosen", betonen Experten anlässlich des Weltrheumatages. Die Rheumatage sowie der Rheumabus on Tour bieten der heimischen Bevölkerung Gelegenheit, sich umfassend und kostenlos von einem Expertenteam über Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises informieren zu lassen.


Rheuma - nicht nur ältere Menschen sind betroffen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert alle mit Schmerzen oder Funktionsverlust einhergehenden Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Stützorgane - Muskeln, Sehnen, Knochen, Gelenke und Bänder - als Rheuma. Damit verbunden sind zuweilen Behinderungen mit Einschränkungen der Alltagskompetenzen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Viele rheumatische Erkrankungen beginnen bereits im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Rheuma macht jedoch auch vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt.

Eine frühzeitige Diagnose und der darauf aufbauende Therapie-Mix können den Krankheitsverlauf entscheidend beeinflussen. Daher ist gerade bei rheumatischen Erkrankungen ein rasches Handeln von Bedeutung, bevor die Gelenksabnutzung fortgeschritten ist oder der nächste Rheumaschub ansteht.

Vielfältige Therapieoptionen

"In der medikamentösen Therapie rheumatischer Erkrankungen wurden in den letzten zwei Jahrzehnten bahnbrechende Erfolge erzielt", erklärt Dr. Rudolf Puchner, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie in Wels, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie (ÖGR). Die aktuell verfügbare Behandlungspalette reicht von herkömmlichen Substanzen wie Methotrexat über eine Vielzahl von Biologika und einigen Biosimilars bis hin zu ersten Vertretern sogenannter kleiner Moleküle ("small...[Weiterlesen]

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Hypertoniker: Vorsicht bei OTC-Schmerzmitteln

Von Eveline (Dienstag, 23. Mai 2017, 13:53)

Zitat

Wenn trotz antihypertensiver Therapie Bluthochdruck-Patienten die Zielwerte nicht erreichen, kann dies auch an einer blutdrucksteigernden Komedikation liegen. Darauf machte Dr. Eric Martin (Foto) von der Hubertus-Apotheke in Marktheidenfeld auf dem Fortbildungskongress Pharmacon in Meran aufmerksam. Ungünstig wirken sich zum Beispiel Antidepressiva, Hormone wie Corticosteroide oder weibliche Hormone, Immunsuppressiva und Ginseng aus.

Quelle und weiterlesen >> [url=http://www.pharm ...

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Vitamin D: Für Diabetiker wichtiger als gedacht

Von Eveline (Mittwoch, 26. April 2017, 14:29)

Mannheim – Viele Jahre lang war Vitamin D nur für seine Wirkungen auf das Skelett und den Kalzium-Haushalt bekannt – immerhin wurde es vor rund 100 Jahren als Heilmittel gegen die schweren Skelettdeformationen der Rachitis entdeckt. Mittlerweile kennt die Wissenschaft jedoch viele weitere positive Eigenschaften des Vitamins. So greift es regulierend in Immunprozesse ein, steuert Zellwachstum und -differenzierung und beeinflusse den Zuckerhaushalt. Welche Rolle Vitamin D künftig in der Diabete ...

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Zahngesundheitszentrum ist ebenfalls länger für Patientinnen und Patienten da

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Rückenschmerzen sind in Deutschland der Grund für jeden fünften Fehltag am Arbeitsplatz. Bei 60 bis 80 Prozent der Patienten haben die Schmerzen keine organische Ursache. Die Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz empfiehlt deshalb, erst dann eine bildgebende Untersuchung wie Röntgen oder Kernspintomografie anzuordnen, wenn der Schmerz auch nach vier bis sechs Wochen nicht abklingt, die körperliche Aktivität einschränkt oder zunimmt. Wie kluge Diagnostik und Therapie bei Rückenschmerz au ...

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