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Aktuell informieren wir Sie in der Zeitschrift Arzneiverordnung in der Praxis (AVP) – vorab online – in der Rubrik „Update – Neue Arzneimittel“ über folgendes Arzneimittel:


>> Brodalumab (Kyntheum®)

Brodalumab ist zugelassen für die Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis bei erwachsenen Patienten, für die eine systemische Therapie infrage kommt.

Der G-BA bescheinigte Brodalumab für die Behandlung von Patienten, für die eine systemische Therapie infrage kommt, keinen Zusatznutzen und für die, die auf andere systemische Therapien einschließlich Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA (Psoralen und Ultraviolett A-Licht) nur unzureichend angesprochen haben oder bei denen eine Kontraindikation oder Unverträglichkeit gegenüber solchen Therapien vorliegt, einen Hinweis aufeinen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.

„Neue Arzneimittel“ ist eine Information der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zu neu zugelassenen Arzneimitteln oder zu neu zugelassenen Indikationen. Ziel ist es, den Ärzten zeitnah Informationen zu diesen Arzneimitteln zur Verfügung zu stellen, zunächst bei Markteinführung sowie nach der frühen Nutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) (§ 35a Absatz 1 SGB V).

Quelle AkdÄ Neue Arzneimittel | 06–2018

Neue Kriterien verbessern Erkennung von systemischem Lupus erythematodes

geschrieben von Eveline am Donnerstag, 14. Juni 2018, 20:04

Rheumatologen der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden haben mit einer weltweiten Expertengruppe neue Klassifikationskriterien für den systemischen Lupus erythematodes (SLE) erarbeitet. Sie wurden am 13. Juni beim Jahreskongress der European League Against Rheumatism in Amsterdam erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit präsentiert. Die Kriterien erlauben es, SLE-Patienten mit bisher nicht möglicher Genauigkeit zu identifizieren. Damit tragen sie dazu bei, diese viele Organe gefährdende Autoimmunerkrankung besser als bisher zu erforschen. Zudem erleichtern die neuen Klassifikationskriterien Ärzten und Medizinstudierenden die SLE-Diagnose.


Rheumatologen der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden haben gemeinsam mit einer weltweiten Expertengruppe neue Klassifikationskriterien für den systemischen Lupus erythematodes (SLE) erarbeitet. Sie wurden am 13. Juni beim Jahreskongress der European League Against Rheumatism (EULAR) in Amsterdam erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit präsentiert. Die Kriterien erlauben es, SLE-Patienten mit bisher nicht möglicher Genauigkeit zu identifizieren. Damit tragen sie dazu bei, diese viele Organe gefährdende Autoimmunerkrankung besser als bisher erforschen zu können. Zudem erleichtert die neuen Klassifikationskriterien Ärzten und Medizinstudierenden die Diagnose des systemischen Lupus erythematodes.

Prof. Martin Aringer, Leiter des Bereich Rheumatologie der Medizinischen Klinik III hat gemeinsam mit Prof. Sindhu Johnson vom Institute of Health Policy, Management and Evaluation der Universität von Toronto eine transatlantische Arbeitsgruppe geleitet, um die Klassifikation systemischen Lupus erythematodes zu verbessern. Zwei Arbeiten seines Mitarbeiters Dr. Nicolai Leuchten haben entscheidend zur Startphase des Projekts beigetragen.

„Der SLE betrifft in Deutschland etwa eine von tausend Frauen und einen von zehntausend Männern“ erklärt Prof....[Weiterlesen]

Nach wie vor keine Langzeitstudien und wenig direkte Vergleiche von Biologika / Erstmals auch Erstlinientherapie untersucht


Bereits zum zweiten Mal legt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) eine umfangreiche Nutzenbewertung für eine Substanzklasse in der Rheumatherapie vor, die sogenannten Biologika. Während 2013 nur der Einsatz in der Zweitlinientherapie untersucht wurde, geht es diesmal auch um die Erstlinie. Außerdem sollten die Biologika untereinander verglichen werden.

Das Ergebnis des jetzt veröffentlichten Vorberichts: Für drei der im Bericht unterschiedenen Therapiesituationen lassen sich Anhaltspunkte für Vor- oder Nachteile einzelner Wirkstoffe gegenüber anderen Biologika ermitteln – allerdings nur in wenigen patientenrelevanten Endpunkten.

Wirkstoffe aus Zellkulturen

Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung und die häufigste Form der chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen. Die Patientinnen und Patienten leiden unter Schmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung, depressiven Verstimmungen, Funktionseinschränkungen und damit einhergehendem Verlust von Lebensqualität, Selbstständigkeit und Teilhabe am sozialen und beruflichen Leben. Vorrangiges Behandlungsziel ist es daher, sie weitgehend von Krankheitssymptomen zu befreien und die Gelenkzerstörung zu verzögern oder zu verhindern (Remission).

Zur medikamentösen Behandlung werden unter anderem erkrankungsmodifizierende Antirheumatika (Disease-Modifying Antirheumatic Drugs, DMARD) eingesetzt, die anders als Entzündungshemmer in den Erkrankungsmechanismus selbst eingreifen. Biotechnologisch hergestellte DMARD (bDMARD), sogenannte Biologika, werden aus Zellkulturen gewonnen. Sie greifen an verschiedenen Stellen des Entzündungsprozesses an. Die meisten hemmen den sogenannten Tumornekrosefaktor(TNF)-alpha, der das Entzündungsgeschehen beeinflusst.

Für drei Therapiesituationen Fazit gezogen

Bereits 2013 hat das IQWiG eine Nutzenbewertung von neun...[Weiterlesen]

Wenn Menschen über 50 innerhalb kurzer Zeit Schmerzen im Bereich des Schultergürtels entwickeln, mitunter begleitet von Morgensteifigkeit und Hüftschmerzen, kann dies der Beginn einer Polymyalgia rheumatica sein. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat zusammen mit den Fachgesellschaften in Österreich (ÖGR) und der Schweiz (SGR) sowie weiteren Organisationen eine Leitlinie zur Behandlung der PMR erarbeitet. Von den Empfehlungen erhoffen sich die Experten spürbaren Nutzen für die Patienten, da die Therapie bislang uneinheitlich gehandhabt wird: Ein frühzeitiger und konsequenter Einsatz von Glukokortikoiden (Kortison) könne die Beschwerden lindern und Folgen verhindern.


Die Polymyalgia rheumatica ist, obwohl in der Öffentlichkeit kaum bekannt, keineswegs selten. „Bei Personen im höheren Lebensalter ist sie nach der rheumatoiden Arthritis die zweithäufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung“, erläutert Professor Dr. med. Frank Buttgereit von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, unter dessen Leitung die Leitlinie erstellt wurde. „Typisch ist, dass die Erkrankung selten vor dem 50. Lebensjahr auftritt und Frauen dreimal häufiger betroffen sind als Männer“, fügt der Experte hinzu. Neben Schmerzen im Schulter- und Beckengürtel können auch Fieber, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit als Symptome auftreten. Die Erkrankung kann zusammen mit einer Riesenzellarteriitis auftreten, einer Entzündung der Schläfenarterien und anderer Blutgefäße. In Europa sind nach Schätzungen 60 von 100.000 Personen im Alter ab 50 Jahren von einer Polymyalgia rheumatica und Riesenzellarteriitis betroffen.

Im Unterschied zu anderen rheumatischen Erkrankungen gibt es bei der Polymyalgia rheumatica keinen spezifischen Bluttest. „Ein Anstieg von Blutsenkungsgeschwindigkeit und C-reaktivem Protein zeigt jedoch, dass eine entzündliche Erkrankung vorliegt. Für eine sichere Diagnose müssen dann noch andere Erkrankungen ausgeschlossen werden“, sagt Professor Buttgereit.

Die...[Weiterlesen]

Raucher erkranken nicht nur häufiger an Rheuma als andere Menschen. Die Gelenkzerstörung schreitet bei ihnen auch rascher voran. Sieben Zigaretten am Tag steigern das Erkrankungsrisiko für eine rheumatoide Arthritis um mehr als das Doppelte. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) rät den Patienten deshalb anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai eindringlich, auf das Tabakrauchen zu verzichten.


Mit jedem Zug an einer Zigarette gelangt eine Mischung aus etwa 4.000 Substanzen in die Lungen. Die meisten Schadstoffe verteilen sich über den Blutkreislauf im Körper. Rauchen schädigt deshalb nicht nur die Atemwege, sondern alle Gewebe und Organe. Zu den weniger bekannten Folgen gehört der schlechte Einfluss auf rheumatische Erkrankungen. Die Gründe sind nach Auskunft von Professor Dr. med. Hanns-Martin Lorenz, Präsident der DGRh und Leiter der Sektion Rheumatologie am Universitätsklinikum Heidelberg, nicht genau bekannt: „Wir vermuten aber, dass Rauchen Fehlfunktionen des Immunsystems hervorruft, die bei bestimmten Menschen den letzten Anstoß zur Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis geben können.“ Rauchen, so der Experte, könnte die Bildung der Antikörper fördern, die die Gelenkhaut attackieren und dadurch die Zerstörung der Gelenke in die Wege leiten.

Die Studienergebnisse sind eindeutig: Starke Raucher erkranken deutlich häufiger an einer rheumatoiden Arthritis. Besonders gefährdet sind Frauen. Bereits weniger als sieben Zigaretten am Tag steigern das Erkrankungsrisiko um mehr als das Doppelte. Das Risiko steigt bereits nach wenigen Jahren an und es hält noch bis zu 15 Jahre nach dem Rauchstopp an.

Raucher haben außerdem ein höheres Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen als nicht-rauchende Rheumapatienten. Zudem schlagen Therapien schlechter an: „Rauchen kann auch die Wirksamkeit von Rheumamedikamenten und hier vor allem der neueren Biologika schwächen,“ erklärt Professor Lorenz: „Diese Patienten benötigen deshalb unter Umständen höhere...[Weiterlesen]

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Quelle und weiterlesen >> [url=http://www.pharm ...

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