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Montag, 2. Januar 2012, 14:43

Substantielle Preissenkungen ohne Qualitätsverlust" zu erwarten

dm drogerie markt sieht sich in seiner langjährigen Forderung nach einer Liberalisierung des Vertriebs rezeptfreier Arzneimittel bestätigt: "Eine rigorose Deregulierung der Spannen und ein weitgehender Wegfall der Apothekenpflicht für nicht rezeptpflichtige Arzneimittel könnten den Preiswettbewerb deutlich beleben", konstatiert das WIFO in einer aktuellen Aussendung. Dass viel Spielraum für bessere Preise besteht, beweist dm in der Kooperation mit der Versandapothekenmarke "Zur Rose": Markenartikel werden hier um bis zu 40 % günstiger angeboten!

In einer aktuellen Studie beschäftigt sich das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) mit der "Rolle der Wettbewerbspolitik in der Inflationsbekämpfung". Neben dem Energiebereich sieht das WIFO vor allem bei rezeptfreien Arzneimitteln (OTC) die Möglichkeit, durch Deregulierung mehr Preiswettbewerb zugunsten der Konsumenten zu erzeugen - in einem Ausmaß, das bereits kurzfristig inflationsdämpfende Effekte bewirken würde: "Nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, die in Österreich ausschließlich über Apotheken abgegeben werden, sind ein weiterer Markt, dessen Deregulierung ohne Qualitätsverlust substantielle Preissenkungen erwarten lässt", heißt es in einer aktuellen WIFO-Aussendung vom 1. Jänner 2012.

Nationale Regulierung schuld an hohen Preisen

"Das hohe Preisniveau resultiert aus den nationalen Regulierungsbedingungen: Durch eine durchgehende Regulierung der Wertschöpfungskette vom Fabriksabgabepreis über den Großhandelspreis bis zum Apothekerabgabepreis ist die Preisbildung den Marktkräften entzogen", kritisieren die Wirtschaftsforscher. "Da der Beratungsbedarf und das Schutzbedürfnis der Konsumenten wesentlich geringer sind als bei rezeptpflichtigen Medikamenten, könnte der Vertrieb dieser Selbstmedikationspräparate ohne Qualitätsverlust weitgehend freigegeben werden. Eine rigorose Deregulierung der Spannen und ein weitgehender Wegfall der Apothekenpflicht für nicht rezeptpflichtige Arzneimittel könnten den Preiswettbewerb deutlich beleben. Die zu erwartenden Preissenkungen wären substantiell", prognostiziert das WIFO.

Wettbewerb bringt bessere Preise und mehr Kundenorientierung

Dipl. BW Harald Bauer, Geschäftsführer von dm drogerie markt, sieht in dieser Analyse die jahrelange Forderung seines Unternehmens nach einer Liberalisierung im Vertrieb der rezeptfreien Arzneimittel bestätigt: "Pharmaindustrie, Pharmagroßhandel und Apotheker haben ein gemeinsames Interesse an möglichst hohen Preisen. Mehr Wettbewerb im Vertrieb würde automatisch den Druck auf die Hersteller erhöhen und so zu besseren Preisen für die Konsumenten führen. Und ein Wettbewerb zwischen einzelnen Vertriebsformen - beispielsweise zwischen Drogerie und Apotheke - würde sich nicht nur beim Preis, sondern auch bei der Kundenorientierung positiv auswirken", ist Bauer überzeugt.

Seit rund einem Jahr steht dm in einer Kooperation mit der Schweizer Versand-Apothekenmarke "Zur Rose" (www.zurrose.at): Über 500 in Österreich zugelassene Original-Markenarzneimittel namhafter Hersteller werden hier mit Preisvorteilen von bis zu minus 40 Prozent an Kunden in Österreich verschickt.

Quelle Mag. Stefan Ornig
Pressesprecher dm drogerie markt Österreich
OTS0074 2012-01-02/12:14


Aktuelle Studie: Arzneimittel in Österreich billig

Preise für Medikamente unter dem EU-Schnitt

Medikamente sind in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern der Europäischen Union billig. Das belegt eine aktuelle Studie des Instituts für Pharmaökonomische Forschung aus dem Jahr 2011. Der Arzneimittelverkaufspreis pro Packung liegt in Österreich bei 16,62 Euro inkl. Mehrwertsteuer. In Deutschland kostet eine Packung Arzneimittel durchschnittlich gleich 11 Euro mehr als in Österreich, nämlich 28,01 Euro, in Dänemark gar 38,20 Euro.

Die Österreichische Apothekerkammer teilt die Ansicht des WIFO nicht, dass durch eine Deregulierung des Marktes die Preise für rezeptfreie Medikamente weiter sinken würden. "Es ist vielmehr wahr, dass in Österreich dank eines gut funktionierenden geregelten Abgabesystems die Arzneimittelpreise unterdurchschnittlich sind", so Mag.pharm. Leopold Schmudermaier, Vizepräsident und Wirtschaftssprecher der Österreichischen Apothekerkammer. Eine Deregulierung der Arzneimittelpreise hat nicht unbedingt eine Preissenkung zur Folge. Aus vergleichbaren Ländern der Europäischen Union ist ersichtlich, dass die Arzneimittelpreise nicht sinken, wenn das Preissystem dereguliert wurde. Im Gegenteil, regulierte Abgabesysteme bei Medikamenten garantieren die höchstmögliche Qualität und Sicherheit bei günstigen Preisen.

Der Verbrauch von Arzneimitteln ist in Österreich relativ niedrig. "Wir sind kein Land von Pillenschluckern, weil die Abgabe von Medikamenten auch die fachliche Beratung in der Apotheke beinhaltet", so Schmudermaier weiter. Im internationalen Vergleich mit den EU-15 Ländern und der Schweiz liegt Österreich beim Verbrauch von Medikamenten im unteren Drittel. "Den Medikamentenkonsum künstlich durch eine Änderung der Vertriebswege anzukurbeln, halten wir gesundheitspolitisch für bedenklich", so Schmudermaier.

Quelle Österreichische Apothekerkammer
Presse und Kommunikation
OTS0101 2012-01-02/14:22


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Tags: Arzneimittelkosten

Kategorien: NEWS aus aller Welt - dies und das

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Kommentare (1)

  • 1

    Von Eveline (Montag, 2. Januar 2012, 14:50)

    Also billig sind die Medikamente bei uns sicherlich nicht! Ich kann jetzt den Vergleich zu Ungarn ziehen, in Ungarn kosten Rezeptfreie Medis bis zur Hälfte weniger wie bei uns!

    Der Vergleich mit Deutschland stimmt ebenfalls nicht! In D sind Rezeptefreie Medis auch billiger wie bei uns! (kommt sicherlich auch auf das jeweilige Produkt drauf an).

    Eh klar, die Apotheken kämpfen um ihre Machtstellung in Österreich. Habe auch ihre Stellungnahmen zur ersten österreichischen Onlineapotheke gelesen. Die haben jetzt Angst, dass sie Kunden an diese Apotheke verlieren ...

    Gut so, es gehört viel mehr Konkurrenz!

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