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Mittwoch, 9. Februar 2011, 11:23

AK kritisiert geplante A1-Tarifänderung für 05er-Nummern


Wien (OTS) - Telefonate zu 05er-Nummern werden oft anders
behandelt als Rufe ins Festnetz - sie sind bei manchen Anbietern
nicht in Freiminutenkontingenten enthalten. Nun plant A1 mit April
eine Tarifänderung: teureres Grundentgelt, dafür gibt´s für Anrufe zu
05er-Nummern 1.000 Freiminuten extra. "So viele Freiminuten für
Anrufe zu bestimmten Behörden, Unternehmen und Organisationen werden
selten verbraucht. Im Gegenzug ist die Grundentgelt-Verteuerung mit
knapp drei Euro recht hoch und die unterschiedlichen Folgen für Alt-
und Neukunden überaus verwirrend", kritisiert AK
Konsumentenschützerin Daniela Zimmer.

Firmen mit mehreren Standorten haben durch 05er-Rufnummern den
Vorteil für Anrufer österreichweit unter einer einheitlichen Nummer
erreichbar zu sein. Immer wieder klagen Konsumenten in der AK
Beratung, dass die Telekom-Anbieter nicht deutlich darüber
informieren, dass Anrufe zu 05er-Nummern anders behandelt werden als
Rufe ins Festnetz. Die Betreiber haben sich dadurch ein Körberlgeld
verdient. Unternehmen die 05er-Nummern nutzen, haben von diesen
zusätzlichen Einnahmen nichts.

Der Telekomregulatur hat auf Grund zahlreicher Beschwerden zu
05er-Nummern die Mehrwerdienst-Verordnung verschärft: Betreiber
dürfen künftig nur noch maximal 40 Cent pro Minute für Anrufe zu
05er-Rufnummern verrechnen. Bei ab 1. März abgeschlossenen Verträgen
müssen sie auch eine Tarifansage schalten, wenn Anrufe zu
05er-Nummern mehr als zu Festnetznummern kosten oder in den
Freiminuten nicht enthalten sind.

A1 plant nun ab 4. April die Handytarife zu ändern: 2,75 Euro
sollen künftig an zusätzlichem Grundentgelt verrechnet werden - dafür
werden 1.000 Minuten pro Monat für Anrufe zu 05er-Nummern extra in
den Tarif inkludiert. Kunden haben laut Telekomgesetz bei einer
Verschlechterung ihrer Tarif- oder Vertragsbedingungen ein
befristetes, schriftliches Kündigungsrecht. Der Anbieter muss seine
Kunden auf dem Rechnungsausdruck über die Änderung informieren und
auch über das Kündigungsrecht belehren. Kunden mit älteren
Tarifmodellen können den neuen Tarif wählen oder ihren Vertrag
kündigen. Kunden mit aktuelleren Tarifen akzeptieren entweder die
zusätzlichen Kosten von 2,75 Euro oder können schriftlich
widersprechen. Die Folge: Der alte Vertrag läuft unverändert weiter -
keine höhere Grundgebühr, aber auch keine Gratisminuten zu
05er-Nummern. "Die unterschiedliche Behandlung ist für Konsumenten
verwirrend", sagt Zimmer. Für Konsumenten ist die
Grundgebührenanhebung von 2,75 Euro auch spürbar hoch bei
Grundgebühren ab zehn Euro. "Auch ein monatliches Kontingent von
1.000 Freiminuten ist für viele übertrieben und wird wohl nicht
ausgenutzt", so Zimmer. "Weniger Minuten dafür eine deutlich
moderatere Grundgebührenanhebung wären die kundenfreundlichere
Alternative."

"Achten Sie bei Ihrer nächsten Rechnung auf Kündigungs- oder
Widerspruchsrechte", rät Zimmer, "und überlegen Sie, wie oft Sie vom
Handy aus 05er-Nummern anrufen. Erst dann sollten Sie sich für oder
gegen die Vertragsänderung entscheiden."

Quelle OTS0076 2011-02-09/10:56

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Tags: 05er-Nummern

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