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Montag, 14. Februar 2011, 19:40

Haltbar bis 15.04.2011 - ist wegen erhöhter Listerienwerte nicht zum Verzehr geeignet - !


Wien (OTS) - In einer Probe des Herstellers Ilgenfritz Vertriebs GmbH, Österreich, wurde bei Analysen ein erhöhter Wert von Listerien (Listeria monocytogenes) festgestellt. Die betroffene Charge war, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15.04.2011, in Österreich in einigen Filialen der Hofer KG sowie im Fleischereibetrieb Ilgenfritz in Villach erhältlich.

Hofer veranlasst im Rahmen des vorsorglichen Verbraucherschutzes einen Rückruf des Produktes "Speckverhackertes 300 g, Ilgenfritz Vertriebs GmbH" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15.04.2011. Das Produkt ist nicht zum Verzehr geeignet und kann von den Konsumenten in allen Hofer-Filialen zurückgegeben werden. Den Kaufpreis bekommen Kunden selbstverständlich auch ohne Kaufbeleg rückerstattet.

Was sind Listerien


Listerien sind hinsichtlich ihres Lebensraums anspruchslose und widerstandsfähige Bakterien. Auf Grund ihrer für Bakterien ungewöhnlichen Fähigkeit zu Wachstum bei niedrigen Temperaturen können sich Listerien auch im Kühlschrank vermehren. Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch, Weichkäse, Räucherfisch oder rohes Fleisch und Geflügel können z. B. beim Melken und Schlachten, aber auch in der Weiterverarbeitung, verunreinigt werden.

Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist ohne Krankheitszeichen bzw. als Durchfall. Im Allgemeinen schützt das menschliche Immunsystem ausreichend gegen schwere Krankheitsverläufe und viele Infektionen gehen praktisch unbemerkt und ohne besondere Folgen vonstatten.

Schwere Erkrankungen kommen meist nur bei immungeschwächten Menschen vor (Krebserkrankungen, bei hochdosierter Cortisontherapie usw.). Bei ihnen äußert sich eine Erkrankung in heftigen Kopfschmerzen, starkem Fieber, Übelkeit und Erbrechen. In der Folge kann es zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündung oder einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen, die bei rund einem Viertel der Patienten tödlich enden.

Bei Schwangeren verläuft die Erkrankung meist unauffällig, allerdings besteht die Gefahr einer Infektion des ungeborenen Kindes mit dem Risiko, dass es zu einer Früh- oder Totgeburt kommt. Infizierte Säuglinge erkranken häufig an einer Hirnhautentzündung.

Die Inkubationszeit, d. h. die Zeit zwischen der Aufnahme der Bakterien und dem Auftreten schwerer Krankheitsbeschwerden, liegt meistens bei drei Wochen. In seltenen Fällen kann die Erkrankung aber auch erst nach bis zu 70 Tagen auftreten. Wenn Beschwerden auftreten (Fieber, heftige Kopfschmerzen, Durchfall, grippeartige Symptome) sollte ein Arzt aufgesucht und auf den Verzehr eines möglicherweise Listerien-kontaminierten Lebensmittels hingewiesen werden. Der behandelnde Arzt kann dann eine Listerieninfektion in seine differentialdiagnostischen Überlegungen einbeziehen und bei Notwendigkeit einer Antibiotikabehandlung ein Antibiotikum (z. B. Amoxicillin) wählen, das auch auf Listerien optimal wirkt.

Für Rückfragen der Konsumenten wurde vom Hersteller Ilgenfritz Vertriebs GmbH folgende Hotline eingerichtet: +43 (0)4242 32526.

Quelle OTS0195 2011-02-14/16:11

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Tags: Listeria monocytogenes

Kategorien: NEWS aus aller Welt - dies und das

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