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Samstag, 26. Februar 2011, 14:18

Mit einer Petition an den Deutschen Bundestag will die Deutsche Palliativ Stiftung eine Regelung im Betäubungsmittelgesetz ändern, nach der nur Apotheken, nicht aber Ärzte im Notfall Schmerzmittel an Patienten abgeben dürfen.


Der Deutsche Hausärzteverband unterstützt diese Eingabe, da die gegenwärtige Regelung die Palliativversorgung zu Hause „erheblich beeinträchtigt“. Nach aktueller Gesetzeslage dürfen Ärzte in der Palliativversorgung einem Patienten Schmerzmittel zwar verabreichen, ihm jedoch keinen Vorrat zu Hause lassen – auch nicht außerhalb der Apothekenöffnungszeiten. Daher müssten Patienten in der Nacht und an Wochenenden immer wieder unnötige Schmerzen erdulden, so der Hausärzteverband. „Schwerstkranke Patienten müssen gut versorgt zu Hause sterben dürfen, ohne dass sich ihr Arzt strafbar macht“, sagt Thomas Sitte, Vorsitzender der Deutschen Palliativ Stiftung.

„Wer Hausärzten und Palliativmedizinern mit Gefängnis und hohen Geldstrafen droht, weil sie ihren Patienten dabei helfen, Phasen schlimmster Schmerzen zu überstehen, macht erste Erfolge beim Aufbau von vernünftiger Palliativversorgung zu Hause wieder zunichte“, ergänzt Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes.

Ärzte sollen Betäubungsmittel für begrenzten Zeitraum abgeben dürfen


Nach Angaben des Verbandes gerät etwa 10.000 Mal im Jahr ein schwerstkranker oder sterbender Patient in die Situation, dass er entweder ins Krankenhaus eingewiesen werden muss, um dort wegen seiner Schmerzen behandelt werden zu können, oder dass sich sein Arzt bei der Versorgung zu Hause strafbar macht. Mit der Petition an den Deutschen Bundestag soll erreicht werden, dass Ärzte in der Palliativversorgung für einen begrenzten Zeitraum Betäubungsmittel an Patienten abgeben dürfen. „Diese Lösung wäre einfach und würde auch die Kontrolle der Betäubungsmittel durch die Apotheken nicht einschränken“, betont Sitte.

Quelle gerechte-gesundheit.de

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Tags: Betäubungsmittelgesetz, Deutsche Palliativ Stiftung, Palliativversorgung, Petition, Schmerzmittel

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