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Mittwoch, 16. März 2011, 13:01

Am letzten Tag seiner Probezeit erkrankte ein Arbeitnehmer und wurde daraufhin gekündigt. Um die Kündigung als Auflösung des Dienstverhältnisses in der Probezeit deklarieren zu können, datierte sie der Dienstgeber einfach um eine Woche zurück. Die AK erkämpfte für den Arbeitnehmer eine Kündigungsentschädigung von rund 4000 Euro.


Der Arbeitnehmer war ab 28. Juni 2010 bei einer Linzer Installationsfirma als Facharbeiter beschäftigt. In der Zeit von 26. Juli bis 1. August 2010 war er krank. Am 29. Juli wurde ihm schriftlich ein Schreiben seines Arbeitgebers mit der Auflösung des Dienstverhältnisses zugestellt.


Laut anzuwendendem Kollektivvertrag beträgt die Dauer der Probezeit ein Monat und hat daher im konkreten Fall am 27. Juli 2010 geendet. Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses erfolgte zwei Tage später, also nach Ende der Probezeit, und war daher eindeutig eine "normale" Kündigung, bei der eine Kündigungsfrist einzuhalten gewesen wäre.


Da dem Dienstgeber offensichtlich bewusst war, dass eine fristlose Auflösung wegen des Ablaufs der Probezeit nicht mehr möglich war, datierte er im seinem Schreiben das Ende des Arbeitsverhältnis kurzerhand eine Woche zurück, also auf den 23. Juli.


Die Arbeiterkammer Linz wies den Dienstgeber auf die Unzulässigkeit dieser Vorgangsweise hin und forderte für den Arbeitnehmer eine Kündigungsentschädigung ein. Dank der Intervention der Arbeiterkammer bekam der Installateur fast 4000 Euro nachgezahlt.


Quelle OTS0180 2011-03-16/11:58

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Tags: Auflösung des Dienstverhältnisses, Kündigung im Krankenstand, Kündigungsentschädigung, Probezeit

Kategorien: NEWS aus aller Welt - dies und das

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