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Mittwoch, 30. März 2011, 14:20

Wiener Tafel und Naschmarkt-Stand-BetreiberInnen starten neue Kooperation: Frische Lebensmittel für Armutsbetroffene in 80 Wiener Sozialeinrichtungen!


"Verteilen statt vernichten" heißt es seit Kurzem auch am Wiener Naschmarkt: Im Rahmen des neuen Pilotprojektes arbeiten die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Wiener Tafel intensiv mit den Marktstand-BetreiberInnen, der IG-Naschmarkt und dem Marktamt (MA 59), zusammen! Frische und einwandfreie Lebensmittel, die nicht verkauft werden, landen nicht im Müll, sondern werden für Armutsbetroffene gesammelt: Jeweils am Mittwoch und am Samstag machen die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Wiener Tafel am Naschmarkt ihre Tour. Anschließend liefern sie die wertvollen Warenspenden direkt und unmittelbar an die Sozialeinrichtungen. Erleichtert wird die Umsetzung durch das neue Wiener Tafel-Lieferfahrzeug: Der vierte Lieferwagen der Wiener Tafel-Flotte ist ein umweltschonender Erdgas betriebener Mercedes Sprinter mit Kühlfunktion.


Tatkräftige Unterstützung


Am 23. März 2011 war der offizielle Start des Pilotprojektes: "Unseren ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und den Projektinitiatoren Rudolf Windisch und Karl-Anton Goertz, Warenakquise-Verantwortlicher der Wiener Tafel, schlug eine Welle der Hilfsbereitschaft entgegen", freut sich Ulli Schmidt, stellvertretende Geschäftsführerin der Wiener Tafel", "die logistischen Vorbereitungen und intensiven Gespräche mit den Verantwortlichen der IG-Naschmarkt und des Marktamtes haben sich absolut gelohnt - schließlich sollen die wertvollen Warenspenden bedürftigen Menschen zu Gute kommen, die gesunde Lebensmittel besonders nötig haben", ergänzt Schmidt.


Gelebte Solidarität


Die für die Wiener Märkte zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger freut sich sehr über dieses Projekt: "Solidarität ist die Grundlage einer menschlichen und sozial gerechten Gesellschaft und kann als Wert nicht hoch genug gehalten werden. Die MarktstandlerInnen, aber auch die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Wiener Tafel, liefern uns hier ein wunderbares Beispiel gelebter Solidarität mit von Armut betroffenen Menschen. Das Projekt ist aber auch zu begrüßen, weil es ein Gegenmodell zu den Auswüchsen unserer Wegwerfgesellschaft ist, deren Überfluss den Armen dieser Welt geschuldet ist", so die Wiener Stadträtin.


Gesellschaftliche Verantwortung


Der Wiener Naschmarkt steht als Nahversorger der WienerInnen und als Magnet für Gäste aus aller Welt für Weltoffenheit und Qualität" betont Johannes Lingenhel von der IG-Naschmarkt, "dementsprechend sind wir uns als "MarktstandlerInnen" unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst: Auch Menschen, die von Armut betroffen sind, sollen in den Genuss qualitativ hochwertiger Lebensmittel kommen. Wir freuen uns auf die gute und nachhaltige Zusammenarbeit mit der Wiener Tafel", betont Lingenhel.


Schwerpunktprojekt 2011


Armutsbetroffene haben einen erschwerten Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln. Abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung bedeutet auch teilhaben Können am gesellschaftlichen Geschehen. Deshalb legt die Wiener Tafel auch im Jahr 2011 besonderes Augenmerk darauf, die Sozialeinrichtungen verstärkt mit frischem Obst und Gemüse zu versorgen, welche auf den Wiener Märkten angeboten werden.


Benötigte Lebensmittel


Neben frischem Obst und Gemüse werden in den Sozialeinrichtungen vor allem Milchprodukte wie Frischmilch, Joghurt und Käse, Wurstwaren, Brot und Gebäck, Grundnahrungsmittel wie Getreide, Reis, Zucker, Teigwaren, Fette und Öle aber auch Gewürze, Trockenprodukte wie Zwieback, Knäckebrot und Müsliriegel, Honig und Marmelade, Kaffee und Tee und Süßwaren wie Schokolade, Kuchen und andere Nahrungsmittel benötigt.


Nahversorger & Warenspender


"Wir hoffen, dass unser Pilotprojekt Schule macht und dass in weiterer Folge auch die anderen Wiener Märkte als wichtige Nahversorger die Wiener Tafel mit ihren wertvollen Warenspenden unterstützen werden", zeigt sich Ulli Schmidt zuversichtlich.


Starkes Team: 220 ehrenamtliche MitarbeiterInnen


Unter dem Motto "versorgen statt entsorgen" übernimmt die Wiener Tafel seit fast 12 Jahren überlagerte Lebensmittel von Handel, Industrie und Landwirtschaft um sie vor dem Müll zu retten. Damit werden rund 9.000 Armutsbetroffene in fast 80 Sozialeinrichtungen versorgt. Im Jahr 2010 haben die ehrenamtlichen Lieferteams der Wiener Tafel an jeweils sechs Tagen pro Woche insgesamt 890 Fahrten und somit über 70.000 km zurückgelegt. Die 220 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Wiener Tafel waren 9.550 Arbeitsstunden im Einsatz um 330.000 kg "Über-Lebensmittel" zu Armutsbetroffenen zu bringen. Als unabhängiger Sozial- und Umweltverein ist die Wiener Tafel von Spenden abhängig.


Quelle OTS0073 2011-03-30/10:32

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Tags: Warenspenden, Wiener Naschmarkt, Wiener Tafel

Kategorien: NEWS aus aller Welt - dies und das

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