Sie sind nicht angemeldet.

99

Donnerstag, 29. September 2011, 10:56

Am 27.09.2011 hat Minister Stöger ausgesendet, dass die e-Medikation auf jeden Fall kommen werde und Ärztinnen und Ärzte und Patienten diese "so selbstverständlich wie die e-Card" nutzen wollen.


Der Herr Minister hat offensichtlich kein Ohr in der Ärzteschaft und er ist auch der wichtigen Informationsveranstaltung in der Urania ferngeblieben, denn sonst wüsste er, dass es genau umgekehrt ist: mir als Bezirksärztevertreter des 10. Bezirkes mit 221 Ärzten ist kein Arzt als Befürworter von e-Medikation und ELGA in meinem Bezirk bekannt. Auch in der Urania hat sich kein einziger Befürworter gefunden! Ähnliches ist österreichweit zu postulieren. Der Herr Minister kann getrost annehmen, dass Befürworter von ELGA in der Ärzteschaft eine marginale Ausnahme darstellen.

Auch die apodiktische Behauptung, dass ELGA sicher kommen werde ist im Angesicht des Datenmissbrauchs in der Tiroler GKK zu relativieren.

Nocheinmal unser Standpunkt:
e-Medikation und ELGA bringen weder Ärzten noch Patienten irgend etwas Positives, die Ärzteschaft verfügt über die für ELGA medienwirksam versprochenen Wechselwirkungsdatenbanken bereits seit vielen Jahren und Befunde werden auch seit Jahren elektronisch übertragen.

Die Nachteile der e-Gesundheitsverwaltung sind demgegenüber gravierend:

Die Kosten von e-Medikation und ELGA sind unabsehbar - jedenfalls die kolportierten 30 Mill Euro stellen einen lächerlichen, minimalen Prozentsatz der wahren Kosten dar.
Bürokratieexplosion und Totalüberwachung belasten Ärzte und Patienten.

Bisher wurde es außerdem in der Öffentlichkeit nicht kommuniziert, dass ELGA nur dann funktioniert, wenn auch die Befolgung der Medikationseinnahme durch die Patienten sichergestellt ist, was nur mit totaler Überwachung auch der Patienten möglich ist!

Alles auf einen kurzen Nenner gebracht:
E-Medikation dient nicht der Medizin sondern ist ein Verwaltungssystem medizinischer Daten mit Überwachungscharakter zu enormen Kosten.

Von einem "Wollen" der Ärzteschaft zu e-Medikation und ELGA kann jedenfalls keine Rede sein!

Quelle OTS0024 2011-09-29/08:58 290858 Sep 11

Dieser Artikel wurde bereits 536 mal gelesen.

Tags: e-Gesundheit, elektronische Gesundheitsakte, ELGA

Kategorien: NEWS aus aller Welt - dies und das

Artikel bewerten

Blog Navigation

Nächster Artikel

Balance für Körper, Geist & Seele

Von Eveline (Donnerstag, 29. September 2011, 14:38)

Vorheriger Artikel

"7. Patienteninformationstag Schuppenflechte" - am 15. Oktober 2011

Von Eveline (Donnerstag, 29. September 2011, 10:34)


Unsere Webseite verwendet Cookies! Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung!

Sollten Sie mit der beschriebenen Datenverarbeitung nicht einverstanden sein, bitten wir Sie, die Website wieder zu verlassen bzw. keine
personenbezogene Daten zu übermitteln.