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Welche Lebensmittel sind gut bei Arthritis?

Arthritis bedeutet beim Lebensmittel-Konsum Einschränkungen. Die richtige Ernährung bei dieser rheumatischen Erkrankung bedeutet aber nicht, dass eine extreme und den Alltag einschränkende Diät eingehalten werden muss. Je nachdem was vor der Diagnose regelmäßig an Speisen genonssen wurde kann dies aber einen gewissen Verzicht bedeuten.

Ein Verzicht auf Ausgewogenheit und Genuss ist damit nicht verbunden. Im Gegenteil – die der Krankheit angepassten Ernährung kann sehr genussvoll sein und ist vor allem gesundheitsorientiert. Diese rheumatische Erkrankung ist eine Krankheit, bei der auf bestimmte Lebensmittel verzichtet werden muss.

Um was handelt es sich bei Arthritis?

Um was handelt es sich bei ArthritisBei dieser rheumatischen Erkrankung handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die die Gelenke betrifft. Es handelt sich um eine dauerhafte Entzündung, die zu einer Schädigung und sogar Zerstörung der Gelenkinnenhaut sowie der umliegenden Strukturen führen kann.

Gemeint sind damit Knorpel, Knochen und auch das Weichteilgewebe. Verantwortlich dafür sind entzündungsfördernde Botenstoffe, die den Entzündungsprozess begünstigen und in Gang halten. Dadurch dass bestimmte Lebensmittel nicht verzehrt werden, können die Symptome gelindert werden.

Denn Speisen und Getränke enthalten viele Stoffe, die diese rheumatische Erkrankung negativ beeinflussen.

Beeinflussen spezielle Lebensmittel den Verlauf der Krankheit?

Hierbei handelt es sich vor allem um Eicosanoide, die im Körper aus Arachidonsäure (AA) gebildet werden. Diese Stoffe werden größtenteils durch die Nahrung aufgenommen. Dabei ist Arachidonsäure nur in tierischen Lebensmitteln enthalten, nicht in pflanzlichen, wie Obst. Doch auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten viel Arachidonsäure, die die Ausgangsubstanz ist, für die Bildung der letztlich entzündungsfördernden Fettsäuren.

Fleisch und Wurst – egal von welchem Nutztier – können aus diesem Grund diese Autoimmunerkrankung negativ beeinflussen bzw. fördern.

Diese Ernährungstipps sind hilfreich

Daher gilt es nach der Diagnose dieser Autoimmunerkrankung, fetthaltige und ölige Speisen zu vermeiden. Das heißt, der Ernährungsplan sollte entsprechend umgestellt werden – von einer bisher eher fleischlastigen Ernährung auf Obst und Gemüse. Statt zu Fleisch kann zu Fisch gegriffen werden.

Zwei Fischmahlzeiten die Woche und die Verwendung von rein pflanzlichen Ölen kann dabei helfen die Symptome der Autoimmunkrankheit zu lindern. Die richtige Ernährung bei einer solchen Erkrankung ist daher keine Diät, sondern nur eine Ernährungsumstellung.

Arthritis – Diese Lebensmittel sollten Sie essen

Arthritis LebensmittelSchon aus dem bisher Geschriebenen können Sie sehen, dass eine Ernährung, die dieser Autoimmunerkrankung zugutekommt, keine Diät ist. Denn was gegessen werden darf, ist immer noch sehr abwechslungsreich. Mit Obst und Gemüse, mit Kräutern und Gewürzen sowie mit Pflanzenölen und Nüssen lassen sich viele tolle Gerichte zaubern, die sehr schmackhaft und abwechslungsreich sind.

Für all diejenigen, die bereits auf Fleisch verzichten, dürfte die Ernährungsumstellung, nach der Diagnose der rheumatischen Erkrankung, kein großes Problem darstellen.

Obst und Gemüse: Bei Obst und Gemüse gibt es hinsichtlich der Sorten und der Zubereitungsarten im Rahmen einer solchen Ernährungsumstellung nach der Diagnose der Autoimmunerkrankung keine Einschränkungen. Vom Apfel bis zur Zitrone können alle Obst- und Gemüsesorten kombiniert, gekocht, gedünstet, gebraten und gebacken und natürlich auch roh verspeist werden.

Kräuter und Gewürze: Auch bei Kräutern und Gewürzen, die wir häufig für den besseren Geschmack der zubereiteten Gerichte verwenden, gibt es bei einer Ernährung bei der Autoimmunerkrankung keine Einschränkungen. Wenn Sie es würzig und scharf lieben, können Sie die Speisen auch so würzen. In den Kräutern und Gewürzen enthalten sind ätherische Öle und Ballaststoffe.

Pflanzenöle: Neben Fisch können Patienten, die an dieser Autoimmunerkrankung leiden, für die Zubereitung bzw. Verfeinerung der Lebensmittel auch Pflanzenöle verwenden. Es sollten hier Raps-, Lein-, Soja- und Walnussöl sein. Diese sind gute Lieferanten der alpha-Linolensäure, die einen entzündungshemmenden Effekt haben.

Nüsse: Auch bei dieser Autoimmunerkrankung gelten Nüsse als Super-Food. Die enthaltenen Inhaltsstoffe in Nüssen wirken ebenfalls entzündungshemmend. Ohne Sorge um die Folgen, können wir Wallnüsse essen. Bei anderen Nussarten sollten wir uns informieren, ob diese nicht Arachidonsäure (AA) enthalten. Jeder Griff in die Nusstüte muss daher überlegt werden.

Achtung! Auf diese Lebensmittel sollten Sie verzichten

Nach der gestellten Diagnose für diese Autoimmunerkrankung gilt es die Ernährung umzustellen. Denn nur das kann letztlich eine Linderung bewirken. Es gibt einige Lebensmittel, die wir unbedingt meiden sollten. Hierzu gehört vor allem Fleisch. Und zwar sowohl Rind- wie auch Schweinefleisch, aber auch Wild und Geflügel.

Schweineschmalz und Eigelb gehören dann ebenfalls nicht mehr auf den Speiseplan. Jegliche Arten von Wurst sollten ebenfalls nicht mehr verzehrt werden. Meiden sollten wir auch einige Arten von Nüssen, so schwer es auch fällt. Doch diese bilden Eicosanoide.

Myprotein hat hierzu einen guten Artikel veröffentlicht, in welchem es ebenfalls um Lebensmittel geht, die bei Arthritis vermieden werden sollten.

Abschließende Worte

Wenn wir krank sind, können wir meist nicht alles essen. Das ist noch etwas, was man jedem verständlich machen kann. Wenn es sich um eine Autoimmunerkrankung wie Arthritis handelt, dann kommen wir uns erst einmal sehr eingeschränkt vor in der Gestaltung unseres Speiseplans. Doch das ist bei weitem nicht der Fall.

Denn essen können wir eigentlich so viel und was wir wollen – Hauptsache die Speisen verursachen keine Verschlimmerung der Erkrankung und sorgen für eine Linderung der Symptome. Für viele ist eine solche Ernährungsumstellung, die wegen dieser Erkrankung nötig ist, gar kein Problem.

Denn immer mehr Verbraucher verzichten auf Fleisch und Wurst. Denn diese Lebensmittel sind diejenigen, die die meisten Eicosanoide bilden. Und es sind diese Stoffe, die letztlich bei der Autoimmunerkrankung zusätzliche Symptome verursachen und eine dauerhafte Entzündung herbeiführen, die zu einer Schädigung und sogar Zerstörung der Gelenkinnenhaut und der umliegenden Strukturen wie Knorpel führen können.

Rheumatoide Arthritis Beitragsbild

Mit Sport rheumatoider Arthritis vorbeugen

Eine rheumatoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt, ist eine rheumatische Erkrankung der Gelenke. Der Anfang der Erkrankung ist oft schleichend, kann jedoch auch plötzlich eintreten. Die Folgen sind meistens Schmerzen in den Finger- sowie Zehengelenken. Auch andere Gelenke, wie zum Beispiel Knie-, Hand-, Fuß-, Hüft- und Schultergelenke, können betroffen sein.

Die Gelenke schwellen an und es kann zu einer Rötung kommen. Die rheumatoide Arthritis lässt sich durch Sport vorbeugen. Patienten mit der Erkrankung rheumatoide Arthritis können trainieren, um die Schmerzen zu lindern und die Gelenke zu schonen.

Um was handelt es sich bei einer rheumatoiden Arthritis?

Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Das überreagierende Immunsystem greift bei dieser Erkrankung die Gelenkinnenhaut an. Eine Entzündung ist die Folge davon. Die Gelenke schwellen auf und sind druckempfindlich. Wenn die Erkrankung nicht behandelt wird, werden die Gelenke zerstört. Meistens verläuft die Krankheit schubweise. Zwischen den Schüben lassen die Schmerzen nach.

Symptome und Verlauf der Krankheit

Rheumatoide Arthritis Symptome VerlaufZu den Symptomen der Erkrankung rheumatoide Arthritis zählen die Schwellungen der Gelenke und Schmerzen der Gelenke. Die Gelenke fühlen sich weich sowie prall-elastisch an. Die Beweglichkeit wird deutlich eingeschränkt. Die Schmerzen treten meistens in der Nacht auf. Ein Druck auf die Gelenke und eine Streckung oder Beugung erhöhen die Schmerzen.

Ein weiteres Symptom ist die verringerte Greifkraft in der Hand. Die verringerte Beweglichkeit der Gelenke manifestiert sich normalerweise morgens am stärksten und kann über eine Stunde dauern. Außerdem werden bei der Erkrankung rheumatoide Arthritis bestimmte Gelenke befallen. Die Erkrankung fängt an kleinen Gelenken an, zum Beispiel an Fingermittelgelenken sowie Fingergrundgelenken.

Im Laufe der Zeit greift die Entzündung mehr Gelenke an, was eine Einschränkung der Beweglichkeit zur Folge hat. Weitere Symptome können Erschöpfung, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, Gewichtverlust sowie Muskelschmerzen sein. 
Der Verlauf der Krankheit unterscheidet sich von Person zu Person und ist nicht vorhersehbar.

Die Erkrankung beginnt meist schleichend und kann für eine längere Zeit nur wenige Gelenke befallen. Bei manchen Patienten fängt die Erkrankung ganz plötzlich an und befällt auf einmal viele Gelenke.

Lässt sich die rheumatoide Arthritis durch Sport vorbeugen?

Rheumatoide Arthritis vorbeugen durch SportViele Menschen mit einer rheumatoiden Arthritis verzichten auf Bewegung und Übungen, um die Beschwerden nicht zu verstärken. Es gibt jedoch Sportarten, die durchaus ausgeübt werden können und die sogar die rheumatoide Arthritis vorbeugen. Übungen und Bewegung fördern die Gelenkfunktionen und verzögern den Verlauf der Krankheit.

Außerdem wirkt das Training schmerzlindernd und beugt dem Knochenschwund vor. Bewegung und Sportübungen verbessern zudem die Herz-Kreislauf-Funktion sowie den Schlaf. Die rheumatoide Arthritis lässt sich durch Bewegung vorbeugen.

Wassergymnastik

Wassergymnastik schont und entlastet die Gelenke, dennoch werden Muskeln sowie die Beweglichkeit trainiert. Die Übungen im Wasser sind sehr schonend. Im Wasser wird nur ein Zehntel des Körpergewichts getragen. Die muskulären Haltesysteme um Wirbelsäule und Gelenke werden stabilisiert.

Wassergymnastik ist zudem ein wirksames Training für Kraft und Ausdauer. Wassergymnastik stärkt auch das Herz-Kreislauf-System. Der Wasserdruck wirkt wie eine Massage und regt die Durchblutung an. Es empfiehlt sich, in einem Kurs mit einem Trainer zu trainieren.

Ausdauertraining

Das Ziel des Ausdauertrainings ist es, die Ausdauer zu verbessern und zu erhöhen. Ausdauertraning wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, stärkt das Immunsystem und verbessert das Blutbild. Sportarten wie zum Beispiel Radfahren, Gehen, Schwimmen, Walking und Tanzen eignen sich gut für Menschen mit einer rheumatoiden Arthritis.

Das Ziel des Ausdauertrainings ist es, die aerobe Leistungsfähigkeit zu verbessern. Es ist empfehlenswert, zwei- bis dreimal in der Woche Ausdauertraining durchzuführen. Die Dauer des Trainings ist am Anfang 15 bis 20 Minuten. Die Dauer kann alle sechs Wochen um 5 Minuten verlängert werden.

Krafttraining

Beim Krafttraining wird die Muskulatur vergrößert. Krafttraining sollte ein- bis zweimal in der Woche durchgeführt werden. Zum Krafttraining zählen Übungen wie Kniebeugen, vorgebeugtes Rudern, Bizeps-Curls, Seitheben, Crunch-Arm-Combo, Crunches mit Gewicht sowie Kickbacks. Beim Krafttraining wird der Körper Belastungen ausgesetzt, zum Beispiel durch das Heben an der Klimmzugstange.

Krafttraining macht stark und fördert die Gesundheit. Es ist für Personen mit rheumatoider Arthritis bestens geeignet. Beim Krafttraining kommt es nicht zu einer Verschlechterung der Gelenkschäden.

Wurde die Wirkung von Sport bei rheumatoider Arthritis durch Studien belegt?

Zahlreiche Studien deuten auf eine präventive Wirkung von Sportübungen bei einer rheumatoiden Arthritis hin. Neue Studien zeigen, dass Sportübungen und Bewegung den Personen mit einer rheumatoiden Arthritis helfen, mit den Schmerzen besser umzugehen. Außerdem zeigen Studien, dass Bewegung die Beschwerden lindern kann.

In einer Studie zum dynamischen Training bei Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis wurde eine verringerte Weiterentwicklung der kleinen Gelenke festgestellt. Studien zeigen weiterhin, dass Ausdauer- sowie Krafttraining die Aktivität der Krankheit verringert und die Weiterentwicklung aufhält.

Ist der Sport für Erkrankte mit Risiken verbunden?

Es kommt nur sehr selten vor, dass ein Training Gelenkschäden verursachen kann. Bei der rheumatoiden Arthritis im Frühstadium sowie bei der rheumatoiden Arthritis, die langsam fortschreitet, ist es nicht wahrscheinlich, dass Training die Gelenke schädigt. Bei Sportarten, wie zum Beispiel Joggen oder Tennis, werden die Gelenke verdreht. Daher gelten diese Sportarten als belastend. Schwimmen und Wassergymnastik schonen hingegen die Gelenke.

Abschließende Worte

Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine rheumatische Erkrankung der Gelenke. Die Zellen des Immunsystems greifen die körpereigenen Substanzen an. Durch zahlreiche Studien wurde belegt, dass sich die rheumatoide Arthritis durch Sportübungen vorbeugen lässt. Auch Personen mit einer rheumatoiden Arthritis können regelmäßig trainieren. Wassergymnastik, aber auch Ausdauer- sowie Krafttraining sind bestens geeignet.

Rheuma Beitragsbild

Rheuma – Symptome erkennen und behandeln

Als eigenständiges Krankheitsbild existiert Rheuma gar nicht. Vielmehr werden unter dem Begriff fast 100 entzündliche Erkrankungen zusammengefasst, von denen ein großer Teil die Gelenke und/oder die Muskulatur betrifft. Mehr als zehn Millionen Menschen sind in Deutschland von einer dieser chronischen Erkrankungen betroffen.

Die Symptome begleiten die Menschheit schon seit dem 5. Jahrhundert. Heute gilt Rheuma längst als eine Volkskrankheit von der Jung und Alt betroffen sein können.

Was ist Rheuma?

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bezeichnet einen ziehenden Schmerz im Bewegungsapparat des Menschen. Basieren diese auf entzündlichen Prozessen, spricht man auch vom Rheuma im engeren Sinne. Dabei können auch innere Organe oder das Nervensystem betroffen sein. Mediziner teilen die rheumatischen Erkrankungen in vier Gruppen auf:

  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen
  • degenerativ-rheumatische Erkrankungen
  • Weichteilrheumatismus
  • Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden

Unter allen Erscheinungsformen ist die sogenannte rheumatoide Arthritis am weitesten verbreitet. Von der auch chronischen Polyarthritis genannten Entzündung der Gelenke, sind fast 1 Prozent der Weltbevölkerung betroffen. Besonders häufig trifft die rheumatoide Arthritis bei Frauen in der zweiten Lebenshälfte auf.

Symptome

Rheuma SymptomeBei der rheumatoiden Arthritis, der verbreitetsten rheumatischen Erkrankung, wird das körpereigene Immunsystem angegriffen und reagiert mit Entzündungen. Sicht- und spürbar wird dies zunächst durch anschwellende Gelenke, die sich weich elastisch anfühlen und zudem meist empfindlich auf Druck reagieren.

Begleitet werden diese äußeren Erscheinungen durch mitunter lokale Schmerzen, die vor allem nachts verstärkt auftreten können. Dieser Schmerz wird durch starke Bewegung, etwa Streckung oder Beugung, noch verstärkt. Die Folge ist eine zunehmende Beeinträchtigung bei alltäglichen Tätigkeiten.

Vor allem im fortgeschritteneren Verlauf wird die normale Funktion der Gelenke immer weiter beeinträchtigt. Der Grund ist die Verdickung der Bindehaut innerhalb des Gelenks, hervorgerufen durch die Entzündung. Diese Verdickung, auch Pannus genannt, führt zu einer zunehmenden Funktionseinschränkung der betroffenen Gelenke.

Diese Einschränkungen treten meist am Morgen verstärkt auf. Deshalb spricht man auch von der Morgensteifigkeit.

Die wichtigsten Symptome für Rheuma auf einen Blick:

  • Morgensteifigkeit
  • Schwellungen an den Gelenken
  • Druckempfindlichkeit an den Gelenken
  • Schmerzen in den Gelenken
  • Eingeschränkte Funktionsfähigkeit beim Greifen oder gehen
  • Zunehmende Schmerzen bei Bewegung

Wie wird Rheuma diagnostiziert?

Für die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung haben sich in der Medizin bestimmte Klassifikationskriterien etabliert. Werden mehrere dieser Kriterien von einem Patienten erfüllt, dann spricht der Arzt von Rheuma. Ein wichtiges Kriterium ist die bereits angesprochene Morgensteifigkeit. Tritt diese für mindestens 60 Minuten auf und ist bereits über einen Zeitraum von 4-6 Wochen feststellbar, dann gilt das Kriterium als erfüllt.

Sind über den gleichen Zeitraum an mindestens drei Stellen Gelenkentzündungen feststellbar, so gilt auch dieses Kriterium als erfüllt. Insbesondere dann, wenn die Entzündungen die Gelenke der Hand oder der Finger betreffen. Weil rheumatische Erkrankungen symmetrisch auftreten, ist der gleichzeitige Befall an beiden Händen ein weiteres Kriterium.

Neben diesen Symptomen, die über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen beobachtet werden müssen, gibt es auch einmalig auftretende Kriterien, die Ärzte bei der Diagnose berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise Rheumaknoten, oder im Blutbild erkennbare Rheumafaktoren.

Nicht zuletzt kann auch ein Röntgenbild weitere Anzeichen für eine rheumatische Erkrankung liefern. Werden mindestens vier dieser Kriterien festgestellt oder über einen längeren Zeitraum beobachtet, dann spricht der Mediziner von einer rheumatischen Erkrankung.

Ursachen und Risiken für die Entstehung der Krankheit

Die Ursachen an Rheuma zu erkranken sind sehr vielfältig. Nicht selten kommen mehrere Ursachen gleichzeitig in Betracht. Der Einfluss einer genetischen Vorbelastung ist nach neuesten Studien weniger ausgeprägt als vielfach angenommen. Größeren Einfluss haben dagegen Umwelteinflüsse sowie Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten.

Eine ungünstige erbliche Vorbelastung muss also nicht zwingend zu einer Erkrankung führen. Häufiger geht eine rheumatische Erkrankung mit anderen entzündlichen Erkrankungen einher. Beispielsweise zieht eine entzündliche Darmerkrankung nicht selten auch eine rheumatische Erkrankung nach sich.

Als ein möglicher Verursacher rheumatischer Erkarnkungen wurden in der Forschung verschiedene Bakterien identifiziert, wie sie in Rindfleisch und Milchprodukten vorkommen. Aber auch eine insgesamt ungesunde, mineralstoffarme oder vitaminarme Ernährung begünstigt zumindest die Entstehung einer rheumatischen Erkrankung.

Der Verlauf von Rheuma

Üblicherweise nimmt Rheuma einen schleichenden Verlauf. Werden bestimmte Symptome anfangs noch übersehen oder ignoriert, so werden sie mit der Zeit immer deutlicher, auch wenn sich Zeiten mit starker Entzündung und schwächere Phasen abwechseln. Rheuma ist eine typische schubartig verlaufende Krankheit.

Ein Schub kann dabei unterschiedlich lange dauern, von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Deutlich aggressivere Krankheitsverläufe kommen eher selten vor. Weil entzündliche Prozesse immer auch Einfluss auf den gesamten Organismus haben, sprechen Mediziner beim Rheuma auch von einer systemischen Erkrankung.

Wird diese nicht behandelt, so können rheumatische Entzündungen zu einer völligen Versteifung der Gelenke führen. Eine wirksam behandelte Erkrankung kann diese Entwicklung jedoch verhindern.

Therapie und Behandlung

Rheuma Therapie und BehandlungÜblicherweise wird eine rheumatische Erkrankung von Ärzten mit Medikamenten behandelt. Vor allem die entzündungshemmende Wirkung von Kortison wird gerne in der Therapie verwendet. Dadurch lassen sich die deutlichsten und schmerzhaften Auswüchse des Rheumas schnell und wirksam bekämpfen.

Hinzu kommen meist schmerzstillende Medikamente, die zudem auch positiv auf Entzündungsprozesse einwirken. Diese Grundmedikation wird von Ärzten meist für mehrere Monate verordnet. Zu den langfristigen Behandlungsmaßnahmen gehört aber auch eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung haben eine sehr positive Auswirkung auf den Krankheitsverlauf.

Im schlimmsten Fall ist zur Behandlung der rheumatischen Erkrankung eine Operation notwendig. Dies kann vor allem bei bereits stark zerstörten Gelenken notwendig werden. Kann die Funktion der Gelenke allerdings erhalten werden, raten Mediziner meist von einer Operation ab.

Abschließende Worte

Eine rheumatische Erkrankung kann zu einer starken Beeinträchtigung des täglichen Lebens führen. Allerdings ist der Verlauf und sind die Auswirkungen der Krankheit sehr gut zu behandeln. Vor allem eine frühzeitige Diagnose und ein gesunder Lebensstil können den Verlauf günstig beeinflussen. Rheuma ist also kein unabwendbares Schicksal.