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Rheuma mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln vorbeugen

Rheuma ist eine weitverbreitete Volkskrankheit die für Betroffene starke Knochen- und Gelenkschmerzen mit sich bringt. In keinem anderen medizinischen Fachgebiet haben sich die Therapie und Diagnostik so vehement verbessert wie in der Rheumatologie. Wenn Sie unter rheumatischen Erkrankungen leiden, haben Sie möglicherweise darüber nachgedacht, neben Ihrer bereits bestehenden Therapie Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, die die rheumatischen Beschwerden lindern sollen.

Die große Auswahl auf dem Markt mit natürlichen Ergänzungsmitteln, die behaupten Gelenkschmerzen zu behandeln, kann jedoch überwältigend sein. Welche von diesen Mitteln wirken tatsächlich? Wir geben Ihnen einen Überblick über die Krankheit Rheuma , Behandlungsmöglichkeiten und den aktuellen Forschungsstand zu Nahrungsergänzungsmitteln und deren Wirkung auf rheumatische Erkrankungen.

Was ist Rheuma?


Mit Rheuma werden Beschwerden beschrieben, die die Gelenke, Knochen oder das Bindegewebe betreffen. Betroffene leiden unter starken chronischen Schmerzen und häufig auch unter Bewegungseinschränkungen. Mit diesem Krankheitsbegriff wird keine bestimmte Erkrankung bezeichnet, sondern er ist ein Überbegriff für vielfältige Erkrankungen.

Zu den rheumatischen Erkrankungen gehören unter anderem autoimmunbedingte, entzündliche und verschleißbedingte Erkrankungen. Manche Formen der Krankheit betreffen vorwiegend ältere Personen, aber auch alle anderen Altersklassen können an rheumatischen Beschwerden leiden. So verschieden die Erkrankungsformen sind, so unterschiedlich fallen die Symptome und Krankheitsverläufe aus.

Viele Ursachen der verschiedenen rheumatischen Erkrankungen sind heute noch nicht gänzlich geklärt und es werden neue Behandlungsmöglichkeiten getestet wie z. B. Nahrungsergänzungsmittel.

Gibt es wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten?

Eine ursächliche Heilung von Rheuma ist mit dem derzeitigen medizinischen Stand nicht möglich. Die Medizin hat erkannt, dass die verschiedenen rheumatischen Erkrankungen unterschiedliche Ursachen haben und unterschiedliche Arten der Behandlung erfordern. Es gibt eine Vielzahl an medikamentösen sowie nicht-medikamentösen Behandlungsoptionen, mit denen die Erkrankung unter Kontrolle gebracht werden kann.

Medikamente mit antirheumatischen Wirkstoffen werden oftmals als Basistherapie bei Rheumaerkrankungen eingesetzt. Diese verhindern das weitere Fortschreiten von Gelenkzerstörungen und lindern die Schmerzen. Als Ergänzung zur medikamentösen Therapie können Nahrungsergänzungsmittel mit Mikronährstoffen eine weitere Therapiemaßnahme sein.

Kann man Rheuma mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln vorbeugen?

Es ist wissenschaftlich nicht belegt, dass natürliche Ergänzungsmittel Rheuma vollständig vorbeugen können. Forschungsergebnisse legen jedoch nahe, dass die Ernährungsweise und damit einhergehend auch bestimmte Nahrungsbestandteile zur Linderung von Schmerzen bei entzündlich-rheumatischen Beschwerden beitragen können.

Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie zusammen mit der medikamentösen Therapie angewendet werden. Nahrungsergänzungsmittel können daher zusammen mit den ärztlich verschriebenen Medikamenten eine wirksame Ergänzung zum Behandlungsprogramm sein. Wir zeigen Ihnen natürliche Ergänzungsmittel, die bei der Behandlung der Krankheit hilfreich sein können.

Vitamine

Rheuma mithilfe von Nahrungsergänzungsmittel vorbeugenEntzündliche Rheumaerkrankungen kommen mit erhöhten oxidativen Stress und erhöhten Entzündungswerten einher. Es bilden sich große Mengen an Sauerstoffradikalen, die durch antioxidative Vitamine neutralisiert werden, um Schädigungen an den Gelenken vorzubeugen. Durch die chronischen Entzündungen bei Rheuma kommt es daher zu einem erhöhten Vitaminbedarf.

Oftmals kann dieser Bedarf mit der gewohnten Ernährungsweise nicht gänzlich abgedeckt werden und die Supplementierung mit einem Nahrungsergänzungsmittel kann ein Defizit vorbeugen und zu einer Linderung der rheumatischen Beschwerden führen.

Vitamin B12: 
Vitamin B12 lässt den Eiweißbaustein Homocysteinspiegel senken und schützt damit die Blutbahnen und reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die bei Rheumapatienten doppelt so häufig wie bei gesunden Menschen auftreten.

Vitamin C: 
Durch den erhöhten oxidativen Stress benötigen Rheumapatienten einen größeren Bedarf an Vitamin C als Gesunde. Vitamin C unterstützt erhöhte Entzündungsmarker. Es begünstigt gleichzeitig die Reifung und die Bildung der Knochensubstanz und erhöht die Kalziumaufnahme aus dem Darm. Vitamin C ist ausreichend in Nahrungsmitteln enthalten, bei sehr hohen Defiziten kann auch hier eine Supplementierung mit Vitamin C sinnvoll sein.

Vitamin D: 
Vitamin D unterstützt die Kalziumaufnahme und Erhaltung der Knochenstärke. Des Weiteren reguliert das Vitamin die Muskelregulation und schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einige Medikamente können das Risiko eines Vitamin-D-Mangels erhöhen. Daher ist es für Menschen mit rheumatischen Beschwerden besonders wichtig, genügend Vitamin D zu sich zu nehmen.

Vitamin E: 
Vitamin E hat eine antioxidative Wirkung und vermindert Entzündungen und Schmerzen. Studien haben gezeigt, dass Rheumapatienten oftmals einen erniedrigten Vitamin-E-Status und einen erhöhten Grundbedarf an Antioxidantien aufweisen. Ein Vitamin-E-Supplementierung hat sich in Studien positiv auf Morgensteifigkeit und Schmerzempfinden ausgewirkt. Im Gegensatz zu Vitamin C ist es schwierig den erhöhten Grundbedarf an Vitamin E allein durch die Nahrung zu decken und eine Supplementierung der Ernährung ist empfehlenswert.

Folsäure: 
Folsäure lässt den Eiweißbaustein Homocysteinspiegel senken. Ein niedriger Homocysteinspiegel senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die bei Rheumapatienten doppelt so häufig wie bei Gesunden auftreten. Auch auf die Knochendichte hat Folsäure einen positiven Effekt.

Spurenelemente

Spurenelemente haben ebenso eine antioxidative Wirkung wie Vitamine und wirken oxidativem Stress, der bei entzündlichen Rheumaerkrankungen üblich ist, entgegen. Sie helfen dabei die Entzündungen der Gelenke zu verringern und damit die Schmerzen für Patienten zu lindern. Nahrungsergänzungsmittel mit Spurenelementen können dazu beitragen Osteoporose, welche oftmals eine Folgeerkrankung von Rheuma ist, vorzubeugen.

Selen: 
Selen wirkt antioxidativ, immunstimulierend und antiinflammatorisch. In Studien wurden verringerte Selenkonzentrationen bei Rheumapatienten gefunden. Ergebnisse dieser Studien deuten darauf hin, dass mit erniedrigtem Selenspiegeln ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für rheumatoide Erkrankungen einhergeht. Außerdem besteht in Deutschland eine marginale Versorgung mit Selen.

Eisen: 
Blutarmut und ein niedriger Eisenspiegel stellen typische Symptome von Rheumapatienten mit aktiven Entzündungen dar. Ein stabiler Eisenspiegel kann helfen, die Entzündungen zu lindern und die Blutarmut zu verringern. Auch einige Medikamente, die bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden, können dazu führen, dass der Körper vermehrt Eisen verliert. Jedoch sollte der Eisenspiegel nicht zu hoch sein, da sonst die Entzündungen angeheizt werden können.

Omega-3-Fettsäuren: 
Untersuchungen legen nahe, dass Omega-3-Fettsäuren, die in Kaltwasserfischen wie Lachs, Thunfisch, Hering, Sardinen und Makrele vorkommen, entzündungshemmende Eigenschaften haben. Studien, in denen Menschen mit rheumatoider Arthritis Fischölpräparate einnahmen, ergaben, dass Fischöl durch die antiinflammatorischen Wirkungen der Omega-3-Fettsäuren bei empfindlichen Gelenken und Steifheit helfen kann.

Mineralien

Auch Mineralstoffe werden von Rheumapatienten in einem höheren Maße als von Gesunden benötigt. Mineralien sind anorganische Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie sind hauptsächlich dafür zuständig die Knochen zu stärken. Da Osteoporose eine regelmäßige Folge von Rheuma ist, sollte durch eine mineralstoffreiche Ernährung und gegebenenfalls durch Nahrungsergänzungsmittel auf die Knochendichte und den Knorpelaufbau Acht gegeben werden.

Kalzium: 
Kalzium ist für die Knochen einer der wichtigsten Baustoffe. Eine ausreichende Zufuhr an Kalzium stärkt zusammen mit Magnesium und Vitamin C, Vitamin K und Vitamin D die Knochendichte. Um das Risiko für Osteoporose zu minimieren sollte auf eine ausreichende Kalziumversorgung geachtet werden. Jedoch sollte eine passende Dosis eingehalten werden, denn eine zu hohe Kalziumaufnahme kann sich negativ auf den Körper auswirken.

Magnesium: 
Magnesium wirkt entzündungshemmend und unterstützt den Knorpelaufbau und die Knochendichte. Denn nur mit Hilfe von Magnesium wird Vitamin D im Körper aktiviert und das vorhandene Kalzium kann in die Knochen und die vorhandenen Eiweiße in das Knorpelgewebe aufgenommen werden. Umgekehrt kann ein Magnesiummangel das Fortschreiten einer Rheumaerkrankung fördern.

Zink: 
Rheumapatienten weißen einen erhöhten Zinkbedarf auf. Zink ist für die Ausbildung der Knochensubstanz substanziell. Es ist eines der Mineralien, welches in der Nahrung oft zu wenig enthalten ist. Um Mangelzuständen vorzubeugen, kann es hilfreich sein Zink zu supplementieren, jedoch konnte in Studien kein therapeutischer Effekt für rheumatische Erkrankungen beobachtet werden.

Wurde die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln bei Rheuma bereits wissenschaftlich belegt?

Es werden vermehrt klinische Studien durchgeführt die Nahrungsergänzungsmittel und deren Wirksamkeit in Bezug auf Rheuma erforschen und auf den Prüfstand stellen. Es wurde festgestellt, dass Vitamine, Spurenelemente und Mineralien dazu beitragen können Schmerzen und Entzündungen bei Menschen mit rheumatischen Erkrankungen zu lindern.

Eine Supplementierung kann eine ausreichende Versorgung mit antioxidativ wirksamen Nährstoffen sicherstellen und einen Mangelzustand vermeiden. Grundsätzlich sollte bei rheumatischen Erkrankungen ein Blutbild erstellt werden um Vitaminmängel und Mineralstoffmängel zu erkennen, damit der Facharzt die Rheumatherapie gezielt auf den Patienten anpassen kann.

Was sollten Erkrankte bei der Einnahme beachten?

Wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel ausprobieren möchten, verwenden Sie sie als Ergänzung zu Rheuma-Medikamenten und nicht als Ersatz. Auch wenn Ergänzungsmittel als “natürlich” gekennzeichnet sind, besteht die Gefahr, dass sie Nebenwirkungen hervorrufen oder mit den von Ihnen eingenommenen Arzneimitteln interagieren.

So können beispielsweise hochdosierte Fischölpräparate die Blutgerinnung verlangsamen. Auch die Dosis muss beachtet werden. Anders als wasserlösliche Vitamine können fettlösliche Vitamine sich in Ihrem Körper ansammeln und bei einer zu hohen Dosis eine schädliche Wirkung hervorrufen.

Sollte der zuständige Arzt des Rheumaerkrankten über die Nahrungsergänzungsmittel informiert werden?

Sollte der zuständige Arzt des Rheuma Erkrankten über die Einnahme informiert werdenUm eine sichere Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel zu garantieren, halten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Rheumatologen, bevor Sie ein neues Präparat probieren. So können Sie sicherstellen, dass die Ergänzungsmittel für Sie und Ihr Rheuma passend sind. Finden Sie heraus, welche Dosis Sie einnehmen müssen und auf welche Nebenwirkungen Sie achten müssen.

Falls Sie ein Produkt einige Monate lang ohne wirkliche Verbesserung Ihrer Beschwerden angewendet haben, ist es Zeit, sich erneut bei Ihrem Facharzt zu erkundigen.

Weitere Maßnahmen um Rheuma vorzubeugen

Neben der medikamentösen Therapie stellen regelmäßige körperliche Aktivitäten und Physiotherapie weitere Maßnahmen dar, um die Entzündung und die Schmerzen bei einer Rheumaerkrankung zu lindern. Eine gestärkte Muskulatur kann die Gelenke schonen und die Belastung verringern.

Weiterhin hat Sport auch positive Auswirkungen auf das seelische Befinden. Sport kann Depressionen, welche häufige Begleiterscheinungen bei Rheuma darstellen, entgegenwirken. Des Weiteren kann eine Ernährungsumstellung die Behandlung positiv beeinflussen und Folgekrankheiten vorbeugen.

Bei einer Umstellung zu einer vollwertigen Ernährung mit überwiegend pflanzlicher Kost und etwaigen Einnahme von einem Nahrungsergänzungsmittel kann eine Linderung der Entzündungen und Schmerzen erzielt werden. Durch die Ernährungstherapie konnten in Studien die gebildeten Entzündungsstoffe reduziert werden und oxidativer Stress abgebaut werden.

Abschließende Worte

Umso früher die Diagnose Rheuma gestellt wird, desto besser kann die Krankheitsaktivität kontrolliert und eingedämmt werden. Da Menschen mit Rheumaerkrankungen aufgrund ihrer chronischen Entzündung einen höheren Nährstoffbedarf als gesunde Menschen haben, ist es stets hilfreich auf eine vollwertige und nährstoffreiche Ernährung zu achten und gegebenenfalls mit natürlichen Ergänzungsmitteln zu supplementieren.

Sie sollten jedoch etwaige Änderungen Ihrer Therapie stets mit einem Rheumatologen absprechen, falls Sie daran interessiert sind Ihre Rheumaerkrankung mit einem Nahrungsergänzungsmittel zu behandeln.

Rheumatismus – Das können Sie tun

Um was handelt es sich bei Rheumatismus

Rheuma oder Rheumatismus ist eine Gelenkserkrankung. Zu den ersten Symptomen zählt die Entzündung der kleinen Zehen- und Fingergelenke. Schmerzen treten auf. Ein Anzeichen für die Erkrankung ist eine Unbeweglichkeit gleich nach dem Aufstehen am Morgen. Im Laufe der Krankheit werden immer mehr Gelenke betroffen.

Rheumaknoten können sich insbesondere am Ellenbogen sowie an den Fingergelenken bilden. Zum Rheumatismus zählen entzündlich-rheumatische Erkrankungen, chronische Schmerzen des Bewegungsapparats, degenerative Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen sowie stoffwechselbedingte rheumatische Erkrankungen.

Um was handelt es sich bei Rheumatismus?

Um was handelt es sich bei RheumatismusBei Rheumatismus greift das Immunsystem das Gewebe und die Gelenke an. Rheuma ist demnach eine Gelenkserkrankung – eine progressive Erkrankung. Das bedeutet, dass mit der Zeit immer mehr Gelenke betroffen werden. Bei  der Erkrankung treten Schmerzen in den Gelenken auf, vor allem in kleineren Gelenken, wie zum Beispiel im Fingergrundgelenk. Außerdem ist die Gelenkserkrankung mit Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme sowie Müdigkeit verbunden.

Gelenkergüsse können ebenfalls auftreten und es kommt zu Schwellungen sowie Rötungen im Bereich der Gelenke. Die Ursachen für Rheumatismus können genetische Veranlagung, Störung des Immunsystems, bakterielle Erkrankungen, Überlastung von Gelenken, Bewegungsmangel sowie Stoffwechselstörungen sein.

Das können Sie tun

Die Behandlung von Rheumatismus kann durch eine medikamentöse Therapie, Physiotherapie und Ergotherapie sowie eine Umstellung der Ernährung erfolgen. Das Medikament Kortison lindert die Schmerzen und wirkt gegen Entzündungen. Nichtsteriodale Antirheumatika (NSAR) bekämpfen ebenfalls die Schmerzen, hemmen die Entzündung und senken das Fieber.

Basismedikamente, wie zum Beispiel Methotrexat, Sulfasalzin und Leflunomoid stellen einen Teil der langwirksamen Therapie von Patienten mit Rheumatismus dar. Biologicals setzt man bei der Therapie aller Gelenke ein. Pflanzliche Mittel, wie zum Beispiel Arnika und Beinwell, wirken gegen Schmerzen bei Rheuma.

Eine Physiotherapie hilft bei der Erhaltung der Gelenkfunktionen, der Muskelkraft sowie der Beweglichkeit der Gelenke. Kälte- oder Elektrotherapie, Infrarotbestrahlung oder Ultraschall lindern die Schmerzen. Bei der Ergotherapie lernen Patienten, wie die Gelenke entlastet werden und welche Mittel benutzt werden können.


Vermeiden Sie Zigaretten und andere Tabakprodukte

Durch den Zigarettenkonsum steigt das Risiko, an rheumatischen Erkrankungen zu erkranken. Außerdem beschleunigt das Rauchen den Krankheitsverlauf. Die Zerstörung der Gelenke erfolgt demnach schneller bei Rauchern als bei Personen, die nicht rauchen. Das Rauchen beeinflusst zudem negativ die Behandlung von Rheumatismus. Die Arzneimittel haben eine geringere Wirkung. Patienten, die mit dem Rauchen aufhören, haben deutlich weniger Beschwerden und Schmerzen.

Verzichten Sie auf Softdrinks und Alkohol

Softdrinks erhöhen das Risiko für viele Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes und Adipositas, aber auch für rheumatische Erkrankungen. Das Risiko, an Rheuma zu erkranken, erhöht sich um 63 Prozent bei Personen, die regelmäßig Softdrinks trinken. Daher sollte auf Softdrinks am besten komplett verzichtet werden.

Softdrinks sind reich an Zucker und Kalorien. Sie besitzen zudem Inhaltsstoffe, die gefährlich sein können. Dagegen sind Wasser, Mineralwasser sowie Tee ohne Zucker empfehlenswert. Ein Glas Wein oder ein Glas Bier sind bei Rheumatismus erlaubt. Wenn jedoch die Dosis von 30 Gramm Alkohol am Tag überschritten wird, kommt es zu schädlichen Einflüssen.

Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung

gesunde Ernährung bei RheumatismusUnterschiedliche Stoffe in der Ernährung wirken Entzündungen entgegen. Bestimmte pflanzliche Stoffe in der Kirsche können beispielsweise die Beschwerden von Rheumatismus lindern. Fleisch, insbesondere Schweinefleisch, ist hingegen entzündungsfördernd. Fleischreiche Mahlzeiten sollten bei der Erkrankung gemieden werden.

Rotes Fleisch kann Entzündungen noch mehr verstärken. Sinnvoll ist es, dass sich Rheuma-Patienten mineral- sowie vitaminreich ernähren. Es wird geraten, zusätzliche Mikronährstoffe, wie beispielsweise Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, einzunehmen. Mahlzeiten mit vielen Basenbildern, wie zum Beispiel Gemüse sind wünschenswert.

Auf Eiweiße sollten erkrankte Personen verzichten, denn Eiweiße wirken sich negativ auf die Entzündung aus. Dagegen sind Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren empfehlenswert, wie zum Beispiel Lachs, Hering, Makrele, Leinsamen, Walnüsse, Leinöl und Rapsöl. Bei der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren werden die Schmerzen reduziert, die Schwellungen gehen zurück, die Morgensteifigkeit wird verringert und es kommt zu mehr körperlicher Leistungsfähigkeit.

Bewegung ist das A und O

Regelmäßiger Sport mit Sportarten, die die Gelenke schonen, wie zum Beispiel Schwimmen und Nordic Walking, fördert und unterstützt die Beweglichkeit der Gelenke, kräftigt die Muskulatur und mildert Schmerzen. Sport ist bei Rheumatismus sehr wichtig. Eine regelmäßige Bewegung sorgt für den besseren Stoffwechsel.

Eine gestärkte Muskulatur nutzt den schmerzhaften Gelenken und schützt sie. Körperliche Aktivitäten stärken das Immunsystem und wirken entzündungshemmend. Durch Sport wird die Sauerstoffaufnahme verbessert, was zugleich eine Entlastung des Herz-Kreislauf-Systems bedeutet.

Ausdauertraining: 
Ausdauertraining hat das Ziel, die Ausdauer zu erhöhen. Ausdauertraning wirkt positiv auf das Herz-Kreislauf-System, stärkt das Immunsystem und optimiert das Blutbild. Sportarten wie zu Beispiel Radfahren, Gehen, Schwimmen, Walking und Tanzen sind gut für Menschen mit Rheuma geeignet.

Kraftübungen
: Beim Krafttraining wird die Muskulatur vergrößert. Zum Krafttraining gehören Übungen wie Kniebeugen, vorgebeugtes Rudern, Bizeps-Curls, Seitheben, Crunch-Arm-Combo, Crunches mit Gewicht sowie Kickbacks. Bei den Kraftübungen wird der Körper Belastungen ausgesetzt, zum Beispiel durch das Heben an der Klimmzugstange.

Wassergymnastik: 
Wassergymnastik schont die Gelenke, dennoch werden Muskeln sowie die Beweglichkeit trainiert. Im Wasser trägt man nur ein Zehntel des Körpergewichts. Die muskulären Haltesysteme um Wirbelsäule und Gelenke werden stabilisiert.

Abschließende Worte

Rheumatismus ist sehr schmerzhaft und beeinträchtigt den Bewegungsapparat, zu welchem 206 Knochen, mehr als 400 Muskeln, Gelenke, Bänder und Sehnen gehören. Bei Erkrankten kommt es zu Gelenkschmerzen, zu einer Morgenstreife der Gelenke, zu Schwellungen von Gelenken sowie zur Erschöpfung, Fieber, Gewichtsabnahme, Müdigkeit und zum Nachtschweiß.

Rheuma-Patienten sollten auf keinen Fall rauchen. Außerdem sollten sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Rheumatismus Erkrankte sollten die Einnahme von Arachidonsäure reduzieren. Arachidonsäure ist in Fleisch- und Wurstwaren, Milch sowie Milchprodukten zu finden. Fisch, Öle und Gewürze sind dagegen empfehlenswert. Softdrinks dürfen ebenfalls nicht getrunken werden. Alkohol nur in geringen Mengen.

Welche Lebensmittel sind gut bei Arthritis?

Arthritis Beitragsbild

Arthritis bedeutet beim Lebensmittel-Konsum Einschränkungen. Die richtige Ernährung bei dieser rheumatischen Erkrankung bedeutet aber nicht, dass eine extreme und den Alltag einschränkende Diät eingehalten werden muss. Je nachdem was vor der Diagnose regelmäßig an Speisen genonssen wurde kann dies aber einen gewissen Verzicht bedeuten.

Ein Verzicht auf Ausgewogenheit und Genuss ist damit nicht verbunden. Im Gegenteil – die der Krankheit angepassten Ernährung kann sehr genussvoll sein und ist vor allem gesundheitsorientiert. Diese rheumatische Erkrankung ist eine Krankheit, bei der auf bestimmte Lebensmittel verzichtet werden muss.

Um was handelt es sich bei Arthritis?

Um was handelt es sich bei ArthritisBei dieser rheumatischen Erkrankung handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die die Gelenke betrifft. Es handelt sich um eine dauerhafte Entzündung, die zu einer Schädigung und sogar Zerstörung der Gelenkinnenhaut sowie der umliegenden Strukturen führen kann.

Gemeint sind damit Knorpel, Knochen und auch das Weichteilgewebe. Verantwortlich dafür sind entzündungsfördernde Botenstoffe, die den Entzündungsprozess begünstigen und in Gang halten. Dadurch dass bestimmte Lebensmittel nicht verzehrt werden, können die Symptome gelindert werden.

Denn Speisen und Getränke enthalten viele Stoffe, die diese rheumatische Erkrankung negativ beeinflussen.

Beeinflussen spezielle Lebensmittel den Verlauf der Krankheit?

Hierbei handelt es sich vor allem um Eicosanoide, die im Körper aus Arachidonsäure (AA) gebildet werden. Diese Stoffe werden größtenteils durch die Nahrung aufgenommen. Dabei ist Arachidonsäure nur in tierischen Lebensmitteln enthalten, nicht in pflanzlichen, wie Obst. Doch auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten viel Arachidonsäure, die die Ausgangsubstanz ist, für die Bildung der letztlich entzündungsfördernden Fettsäuren.

Fleisch und Wurst – egal von welchem Nutztier – können aus diesem Grund diese Autoimmunerkrankung negativ beeinflussen bzw. fördern.

Diese Ernährungstipps sind hilfreich

Daher gilt es nach der Diagnose dieser Autoimmunerkrankung, fetthaltige und ölige Speisen zu vermeiden. Das heißt, der Ernährungsplan sollte entsprechend umgestellt werden – von einer bisher eher fleischlastigen Ernährung auf Obst und Gemüse. Statt zu Fleisch kann zu Fisch gegriffen werden.

Zwei Fischmahlzeiten die Woche und die Verwendung von rein pflanzlichen Ölen kann dabei helfen die Symptome der Autoimmunkrankheit zu lindern. Die richtige Ernährung bei einer solchen Erkrankung ist daher keine Diät, sondern nur eine Ernährungsumstellung.

Arthritis – Diese Lebensmittel sollten Sie essen

Arthritis LebensmittelSchon aus dem bisher Geschriebenen können Sie sehen, dass eine Ernährung, die dieser Autoimmunerkrankung zugutekommt, keine Diät ist. Denn was gegessen werden darf, ist immer noch sehr abwechslungsreich. Mit Obst und Gemüse, mit Kräutern und Gewürzen sowie mit Pflanzenölen und Nüssen lassen sich viele tolle Gerichte zaubern, die sehr schmackhaft und abwechslungsreich sind.

Für all diejenigen, die bereits auf Fleisch verzichten, dürfte die Ernährungsumstellung, nach der Diagnose der rheumatischen Erkrankung, kein großes Problem darstellen.

Obst und Gemüse: Bei Obst und Gemüse gibt es hinsichtlich der Sorten und der Zubereitungsarten im Rahmen einer solchen Ernährungsumstellung nach der Diagnose der Autoimmunerkrankung keine Einschränkungen. Vom Apfel bis zur Zitrone können alle Obst- und Gemüsesorten kombiniert, gekocht, gedünstet, gebraten und gebacken und natürlich auch roh verspeist werden.

Kräuter und Gewürze: Auch bei Kräutern und Gewürzen, die wir häufig für den besseren Geschmack der zubereiteten Gerichte verwenden, gibt es bei einer Ernährung bei der Autoimmunerkrankung keine Einschränkungen. Wenn Sie es würzig und scharf lieben, können Sie die Speisen auch so würzen. In den Kräutern und Gewürzen enthalten sind ätherische Öle und Ballaststoffe.

Pflanzenöle: Neben Fisch können Patienten, die an dieser Autoimmunerkrankung leiden, für die Zubereitung bzw. Verfeinerung der Lebensmittel auch Pflanzenöle verwenden. Es sollten hier Raps-, Lein-, Soja- und Walnussöl sein. Diese sind gute Lieferanten der alpha-Linolensäure, die einen entzündungshemmenden Effekt haben.

Nüsse: Auch bei dieser Autoimmunerkrankung gelten Nüsse als Super-Food. Die enthaltenen Inhaltsstoffe in Nüssen wirken ebenfalls entzündungshemmend. Ohne Sorge um die Folgen, können wir Wallnüsse essen. Bei anderen Nussarten sollten wir uns informieren, ob diese nicht Arachidonsäure (AA) enthalten. Jeder Griff in die Nusstüte muss daher überlegt werden.

Achtung! Auf diese Lebensmittel sollten Sie verzichten

Nach der gestellten Diagnose für diese Autoimmunerkrankung gilt es die Ernährung umzustellen. Denn nur das kann letztlich eine Linderung bewirken. Es gibt einige Lebensmittel, die wir unbedingt meiden sollten. Hierzu gehört vor allem Fleisch. Und zwar sowohl Rind- wie auch Schweinefleisch, aber auch Wild und Geflügel.

Schweineschmalz und Eigelb gehören dann ebenfalls nicht mehr auf den Speiseplan. Jegliche Arten von Wurst sollten ebenfalls nicht mehr verzehrt werden. Meiden sollten wir auch einige Arten von Nüssen, so schwer es auch fällt. Doch diese bilden Eicosanoide.

Myprotein hat hierzu einen guten Artikel veröffentlicht, in welchem es ebenfalls um Lebensmittel geht, die bei Arthritis vermieden werden sollten.

Abschließende Worte

Wenn wir krank sind, können wir meist nicht alles essen. Das ist noch etwas, was man jedem verständlich machen kann. Wenn es sich um eine Autoimmunerkrankung wie Arthritis handelt, dann kommen wir uns erst einmal sehr eingeschränkt vor in der Gestaltung unseres Speiseplans. Doch das ist bei weitem nicht der Fall.

Denn essen können wir eigentlich so viel und was wir wollen – Hauptsache die Speisen verursachen keine Verschlimmerung der Erkrankung und sorgen für eine Linderung der Symptome. Für viele ist eine solche Ernährungsumstellung, die wegen dieser Erkrankung nötig ist, gar kein Problem.

Denn immer mehr Verbraucher verzichten auf Fleisch und Wurst. Denn diese Lebensmittel sind diejenigen, die die meisten Eicosanoide bilden. Und es sind diese Stoffe, die letztlich bei der Autoimmunerkrankung zusätzliche Symptome verursachen und eine dauerhafte Entzündung herbeiführen, die zu einer Schädigung und sogar Zerstörung der Gelenkinnenhaut und der umliegenden Strukturen wie Knorpel führen können.

Mit Sport rheumatoider Arthritis vorbeugen

Rheumatoide Arthritis Beitragsbild

Eine rheumatoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt, ist eine rheumatische Erkrankung der Gelenke. Der Anfang der Erkrankung ist oft schleichend, kann jedoch auch plötzlich eintreten. Die Folgen sind meistens Schmerzen in den Finger- sowie Zehengelenken. Auch andere Gelenke, wie zum Beispiel Knie-, Hand-, Fuß-, Hüft- und Schultergelenke, können betroffen sein.

Die Gelenke schwellen an und es kann zu einer Rötung kommen. Die rheumatoide Arthritis lässt sich durch Sport vorbeugen. Patienten mit der Erkrankung rheumatoide Arthritis können trainieren, um die Schmerzen zu lindern und die Gelenke zu schonen.

Um was handelt es sich bei einer rheumatoiden Arthritis?

Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Das überreagierende Immunsystem greift bei dieser Erkrankung die Gelenkinnenhaut an. Eine Entzündung ist die Folge davon. Die Gelenke schwellen auf und sind druckempfindlich. Wenn die Erkrankung nicht behandelt wird, werden die Gelenke zerstört. Meistens verläuft die Krankheit schubweise. Zwischen den Schüben lassen die Schmerzen nach.

Symptome und Verlauf der Krankheit

Rheumatoide Arthritis Symptome VerlaufZu den Symptomen der Erkrankung rheumatoide Arthritis zählen die Schwellungen der Gelenke und Schmerzen der Gelenke. Die Gelenke fühlen sich weich sowie prall-elastisch an. Die Beweglichkeit wird deutlich eingeschränkt. Die Schmerzen treten meistens in der Nacht auf. Ein Druck auf die Gelenke und eine Streckung oder Beugung erhöhen die Schmerzen.

Ein weiteres Symptom ist die verringerte Greifkraft in der Hand. Die verringerte Beweglichkeit der Gelenke manifestiert sich normalerweise morgens am stärksten und kann über eine Stunde dauern. Außerdem werden bei der Erkrankung rheumatoide Arthritis bestimmte Gelenke befallen. Die Erkrankung fängt an kleinen Gelenken an, zum Beispiel an Fingermittelgelenken sowie Fingergrundgelenken.

Im Laufe der Zeit greift die Entzündung mehr Gelenke an, was eine Einschränkung der Beweglichkeit zur Folge hat. Weitere Symptome können Erschöpfung, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, Gewichtverlust sowie Muskelschmerzen sein. 
Der Verlauf der Krankheit unterscheidet sich von Person zu Person und ist nicht vorhersehbar.

Die Erkrankung beginnt meist schleichend und kann für eine längere Zeit nur wenige Gelenke befallen. Bei manchen Patienten fängt die Erkrankung ganz plötzlich an und befällt auf einmal viele Gelenke.

Lässt sich die rheumatoide Arthritis durch Sport vorbeugen?

Rheumatoide Arthritis vorbeugen durch SportViele Menschen mit einer rheumatoiden Arthritis verzichten auf Bewegung und Übungen, um die Beschwerden nicht zu verstärken. Es gibt jedoch Sportarten, die durchaus ausgeübt werden können und die sogar die rheumatoide Arthritis vorbeugen. Übungen und Bewegung fördern die Gelenkfunktionen und verzögern den Verlauf der Krankheit.

Außerdem wirkt das Training schmerzlindernd und beugt dem Knochenschwund vor. Bewegung und Sportübungen verbessern zudem die Herz-Kreislauf-Funktion sowie den Schlaf. Die rheumatoide Arthritis lässt sich durch Bewegung vorbeugen.

Wassergymnastik

Wassergymnastik schont und entlastet die Gelenke, dennoch werden Muskeln sowie die Beweglichkeit trainiert. Die Übungen im Wasser sind sehr schonend. Im Wasser wird nur ein Zehntel des Körpergewichts getragen. Die muskulären Haltesysteme um Wirbelsäule und Gelenke werden stabilisiert.

Wassergymnastik ist zudem ein wirksames Training für Kraft und Ausdauer. Wassergymnastik stärkt auch das Herz-Kreislauf-System. Der Wasserdruck wirkt wie eine Massage und regt die Durchblutung an. Es empfiehlt sich, in einem Kurs mit einem Trainer zu trainieren.

Ausdauertraining

Das Ziel des Ausdauertrainings ist es, die Ausdauer zu verbessern und zu erhöhen. Ausdauertraning wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, stärkt das Immunsystem und verbessert das Blutbild. Sportarten wie zum Beispiel Radfahren, Gehen, Schwimmen, Walking und Tanzen eignen sich gut für Menschen mit einer rheumatoiden Arthritis.

Das Ziel des Ausdauertrainings ist es, die aerobe Leistungsfähigkeit zu verbessern. Es ist empfehlenswert, zwei- bis dreimal in der Woche Ausdauertraining durchzuführen. Die Dauer des Trainings ist am Anfang 15 bis 20 Minuten. Die Dauer kann alle sechs Wochen um 5 Minuten verlängert werden.

Krafttraining

Beim Krafttraining wird die Muskulatur vergrößert. Krafttraining sollte ein- bis zweimal in der Woche durchgeführt werden. Zum Krafttraining zählen Übungen wie Kniebeugen, vorgebeugtes Rudern, Bizeps-Curls, Seitheben, Crunch-Arm-Combo, Crunches mit Gewicht sowie Kickbacks. Beim Krafttraining wird der Körper Belastungen ausgesetzt, zum Beispiel durch das Heben an der Klimmzugstange.

Krafttraining macht stark und fördert die Gesundheit. Es ist für Personen mit rheumatoider Arthritis bestens geeignet. Beim Krafttraining kommt es nicht zu einer Verschlechterung der Gelenkschäden.

Wurde die Wirkung von Sport bei rheumatoider Arthritis durch Studien belegt?

Zahlreiche Studien deuten auf eine präventive Wirkung von Sportübungen bei einer rheumatoiden Arthritis hin. Neue Studien zeigen, dass Sportübungen und Bewegung den Personen mit einer rheumatoiden Arthritis helfen, mit den Schmerzen besser umzugehen. Außerdem zeigen Studien, dass Bewegung die Beschwerden lindern kann.

In einer Studie zum dynamischen Training bei Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis wurde eine verringerte Weiterentwicklung der kleinen Gelenke festgestellt. Studien zeigen weiterhin, dass Ausdauer- sowie Krafttraining die Aktivität der Krankheit verringert und die Weiterentwicklung aufhält.

Ist der Sport für Erkrankte mit Risiken verbunden?

Es kommt nur sehr selten vor, dass ein Training Gelenkschäden verursachen kann. Bei der rheumatoiden Arthritis im Frühstadium sowie bei der rheumatoiden Arthritis, die langsam fortschreitet, ist es nicht wahrscheinlich, dass Training die Gelenke schädigt. Bei Sportarten, wie zum Beispiel Joggen oder Tennis, werden die Gelenke verdreht. Daher gelten diese Sportarten als belastend. Schwimmen und Wassergymnastik schonen hingegen die Gelenke.

Abschließende Worte

Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine rheumatische Erkrankung der Gelenke. Die Zellen des Immunsystems greifen die körpereigenen Substanzen an. Durch zahlreiche Studien wurde belegt, dass sich die rheumatoide Arthritis durch Sportübungen vorbeugen lässt. Auch Personen mit einer rheumatoiden Arthritis können regelmäßig trainieren. Wassergymnastik, aber auch Ausdauer- sowie Krafttraining sind bestens geeignet.

Rheuma – Symptome erkennen und behandeln

Rheuma Beitragsbild

Als eigenständiges Krankheitsbild existiert Rheuma gar nicht. Vielmehr werden unter dem Begriff fast 100 entzündliche Erkrankungen zusammengefasst, von denen ein großer Teil die Gelenke und/oder die Muskulatur betrifft. Mehr als zehn Millionen Menschen sind in Deutschland von einer dieser chronischen Erkrankungen betroffen.

Die Symptome begleiten die Menschheit schon seit dem 5. Jahrhundert. Heute gilt Rheuma längst als eine Volkskrankheit von der Jung und Alt betroffen sein können.

Was ist Rheuma?

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bezeichnet einen ziehenden Schmerz im Bewegungsapparat des Menschen. Basieren diese auf entzündlichen Prozessen, spricht man auch vom Rheuma im engeren Sinne. Dabei können auch innere Organe oder das Nervensystem betroffen sein. Mediziner teilen die rheumatischen Erkrankungen in vier Gruppen auf:

  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen
  • degenerativ-rheumatische Erkrankungen
  • Weichteilrheumatismus
  • Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden

Unter allen Erscheinungsformen ist die sogenannte rheumatoide Arthritis am weitesten verbreitet. Von der auch chronischen Polyarthritis genannten Entzündung der Gelenke, sind fast 1 Prozent der Weltbevölkerung betroffen. Besonders häufig trifft die rheumatoide Arthritis bei Frauen in der zweiten Lebenshälfte auf.

Symptome

Rheuma SymptomeBei der rheumatoiden Arthritis, der verbreitetsten rheumatischen Erkrankung, wird das körpereigene Immunsystem angegriffen und reagiert mit Entzündungen. Sicht- und spürbar wird dies zunächst durch anschwellende Gelenke, die sich weich elastisch anfühlen und zudem meist empfindlich auf Druck reagieren.

Begleitet werden diese äußeren Erscheinungen durch mitunter lokale Schmerzen, die vor allem nachts verstärkt auftreten können. Dieser Schmerz wird durch starke Bewegung, etwa Streckung oder Beugung, noch verstärkt. Die Folge ist eine zunehmende Beeinträchtigung bei alltäglichen Tätigkeiten.

Vor allem im fortgeschritteneren Verlauf wird die normale Funktion der Gelenke immer weiter beeinträchtigt. Der Grund ist die Verdickung der Bindehaut innerhalb des Gelenks, hervorgerufen durch die Entzündung. Diese Verdickung, auch Pannus genannt, führt zu einer zunehmenden Funktionseinschränkung der betroffenen Gelenke.

Diese Einschränkungen treten meist am Morgen verstärkt auf. Deshalb spricht man auch von der Morgensteifigkeit.

Die wichtigsten Symptome für Rheuma auf einen Blick:

  • Morgensteifigkeit
  • Schwellungen an den Gelenken
  • Druckempfindlichkeit an den Gelenken
  • Schmerzen in den Gelenken
  • Eingeschränkte Funktionsfähigkeit beim Greifen oder gehen
  • Zunehmende Schmerzen bei Bewegung

Wie wird Rheuma diagnostiziert?

Für die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung haben sich in der Medizin bestimmte Klassifikationskriterien etabliert. Werden mehrere dieser Kriterien von einem Patienten erfüllt, dann spricht der Arzt von Rheuma. Ein wichtiges Kriterium ist die bereits angesprochene Morgensteifigkeit. Tritt diese für mindestens 60 Minuten auf und ist bereits über einen Zeitraum von 4-6 Wochen feststellbar, dann gilt das Kriterium als erfüllt.

Sind über den gleichen Zeitraum an mindestens drei Stellen Gelenkentzündungen feststellbar, so gilt auch dieses Kriterium als erfüllt. Insbesondere dann, wenn die Entzündungen die Gelenke der Hand oder der Finger betreffen. Weil rheumatische Erkrankungen symmetrisch auftreten, ist der gleichzeitige Befall an beiden Händen ein weiteres Kriterium.

Neben diesen Symptomen, die über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen beobachtet werden müssen, gibt es auch einmalig auftretende Kriterien, die Ärzte bei der Diagnose berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise Rheumaknoten, oder im Blutbild erkennbare Rheumafaktoren.

Nicht zuletzt kann auch ein Röntgenbild weitere Anzeichen für eine rheumatische Erkrankung liefern. Werden mindestens vier dieser Kriterien festgestellt oder über einen längeren Zeitraum beobachtet, dann spricht der Mediziner von einer rheumatischen Erkrankung.

Ursachen und Risiken für die Entstehung der Krankheit

Die Ursachen an Rheuma zu erkranken sind sehr vielfältig. Nicht selten kommen mehrere Ursachen gleichzeitig in Betracht. Der Einfluss einer genetischen Vorbelastung ist nach neuesten Studien weniger ausgeprägt als vielfach angenommen. Größeren Einfluss haben dagegen Umwelteinflüsse sowie Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten.

Eine ungünstige erbliche Vorbelastung muss also nicht zwingend zu einer Erkrankung führen. Häufiger geht eine rheumatische Erkrankung mit anderen entzündlichen Erkrankungen einher. Beispielsweise zieht eine entzündliche Darmerkrankung nicht selten auch eine rheumatische Erkrankung nach sich.

Als ein möglicher Verursacher rheumatischer Erkarnkungen wurden in der Forschung verschiedene Bakterien identifiziert, wie sie in Rindfleisch und Milchprodukten vorkommen. Aber auch eine insgesamt ungesunde, mineralstoffarme oder vitaminarme Ernährung begünstigt zumindest die Entstehung einer rheumatischen Erkrankung.

Der Verlauf von Rheuma

Üblicherweise nimmt Rheuma einen schleichenden Verlauf. Werden bestimmte Symptome anfangs noch übersehen oder ignoriert, so werden sie mit der Zeit immer deutlicher, auch wenn sich Zeiten mit starker Entzündung und schwächere Phasen abwechseln. Rheuma ist eine typische schubartig verlaufende Krankheit.

Ein Schub kann dabei unterschiedlich lange dauern, von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Deutlich aggressivere Krankheitsverläufe kommen eher selten vor. Weil entzündliche Prozesse immer auch Einfluss auf den gesamten Organismus haben, sprechen Mediziner beim Rheuma auch von einer systemischen Erkrankung.

Wird diese nicht behandelt, so können rheumatische Entzündungen zu einer völligen Versteifung der Gelenke führen. Eine wirksam behandelte Erkrankung kann diese Entwicklung jedoch verhindern.

Therapie und Behandlung

Rheuma Therapie und BehandlungÜblicherweise wird eine rheumatische Erkrankung von Ärzten mit Medikamenten behandelt. Vor allem die entzündungshemmende Wirkung von Kortison wird gerne in der Therapie verwendet. Dadurch lassen sich die deutlichsten und schmerzhaften Auswüchse des Rheumas schnell und wirksam bekämpfen.

Hinzu kommen meist schmerzstillende Medikamente, die zudem auch positiv auf Entzündungsprozesse einwirken. Diese Grundmedikation wird von Ärzten meist für mehrere Monate verordnet. Zu den langfristigen Behandlungsmaßnahmen gehört aber auch eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung haben eine sehr positive Auswirkung auf den Krankheitsverlauf.

Im schlimmsten Fall ist zur Behandlung der rheumatischen Erkrankung eine Operation notwendig. Dies kann vor allem bei bereits stark zerstörten Gelenken notwendig werden. Kann die Funktion der Gelenke allerdings erhalten werden, raten Mediziner meist von einer Operation ab.

Abschließende Worte

Eine rheumatische Erkrankung kann zu einer starken Beeinträchtigung des täglichen Lebens führen. Allerdings ist der Verlauf und sind die Auswirkungen der Krankheit sehr gut zu behandeln. Vor allem eine frühzeitige Diagnose und ein gesunder Lebensstil können den Verlauf günstig beeinflussen. Rheuma ist also kein unabwendbares Schicksal.