Azathioprin

Handelspräparat:  Imurek®-Tabletten zu 50 mg

Imurek®-Stechampullen zu 50 mg

Indikationen:

SLE, Vaskulitiden, CED-assoziierte Spondarthropathien, sehr selten

Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis).

Dosierungsschema

Azathioprin 1,0–2,0 mg/kg KG/Tag als Dauertherapie, nur ganz kurzfristig eventuell bis

3 mg/kg KG/Tag.

Beginn mit 50 mg tgl., ab der 3. Woche je nach Verträglichkeit steigern auf

100 mg (evtl. 150 mg) tgl.

Wirkungseintritt

Nach 3–4 Monaten, bei Ineffizienz spätestens nach 4 Monaten Therapie beenden

Untersuchungen vor Therapiebeginn

klinisch-physikalisch, Laborbasisblock

Orientierende Untersuchung auf bestehende Infekte (Harnkultur, insbesondere

bei gleichzeitigem Diabetes mellitus), Thoraxröntgen, evtl. HNO-Befund.

Laborkontrollen

Blutbild nach der ersten Einnahme

– Blutbild mit Differentialzählung und Thrombozyten einmal im Wochenabstand,

– danach zweimal 14tägig,

– danach monatlich.

– Übriger Laborblock nach 2 und 4 Wochen und danach für

– die Dauer der Therapie im Abstand von 2 Monaten.

Klinische Kontrollen:

Frage nach Hauterscheinungen, Stomatitis, Subfebrilität (Medikamentenfieber!),

Verschlechterung des Allgemeinbefindens!

Kontraindikationen

Infektionskrankheiten, schwere Leber-, Nieren- und Knochenmarkschäden.

Schwangerschaft. Bekannte Allergie gegen das Präparat. Bereits vorangegangene

massive Leukopenie nach Azathioprinmedikation (bei kongenitalem

Thiopurinmethyltransferasemangel).

Nebenwirkungen

– Knochenmarkdepression (Leuko- und Thrombopenie, Anämie);

– Magen-Darm-Erscheinungen (Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen),

– Stomatitis, Fieber, Infektionen (Herpes zoster),

– Exanthem, Haarausfall, Cholestase, Hepatopathie.

Interaktionen

Ausgeprägte Wirkungsverstärkung bei gleichzeitiger Allopurinolmedikation

(Medikamente zur Senkung der Harnsäure).

Mögliche Wirkungsaufhebung polarisierender Muskelrelaxantien (z.B. Tubocurarin),

Verstärkung der Wirkung von Suxamethonium.

Achtung:

– Bei gleichzeitiger Allopurinolgabe Dosisreduktion auf 25%.

 – Kontrazeption erforderlich (Verhütung der Schwangerschaft)

Therapieunterbrechung bzw. -abbruch bei

– Leukopenie < 3.000, Thrombopenie < 100.000 bei chronischer Polyarthritis.

– Anämie,

– Ikterus (Darmverschluss),

– Infektionen (z.B. Herpes zoster, Harnwegsinfekt etc.),

– schwere gastrointestinale Erscheinungen (Magen- Darm),

– Fieber.

Autor: Eveline Ioannidis

Stand: 15.07.2009

Quelle:

Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation

European Medicines Agency (EMEA)

Johannes

Hey Leute, freut mich sehr dass Ihr auf meine Seite gefunden habt. Ich bin der Johannes und kenne in meinem Bekanntenkreis leider einige Personen die von Rheuma betroffen sind. Dadurch habe ich natürlich Zugang zu Informationen die dem ein oder anderen ebenfalls helfen können. Schaut euch einfach um und schreibt mir falls Ihr Fragen habt.

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