Juvenile idiopathische Arthritis

Juvenile idiopathische Arthritis ( Abk.: JIA. Ältere Synonyme:

Juvenile rheumatoide Arthritis, Juvenile chronische Arthritis,

Morbus Still oder volkstümlicher: kindliches Rheuma)

– ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe von vorwiegend gelenkbefallenden

Erkrankungen (Arthritis) des rheumatischen Formenkreises im Kindesalter.

– Systemische juvenile Arthritis (älteres Synonym: Still-Syndrom)

– Juvenile Polyarthritis, Rheumafaktor positiv

– Juvenile Polyarthritis, Rheumafaktor negativ

– Juvenile idiopathische Oligoarthritis

– Juvenile idiopathische Arthritis mit Enthesitis

Systemische juvenile Arthritis (älteres Synonym: Still-Syndrom)

Laboruntersuchungen zeigen oft maximale Entzündungszeichen (BSG,

C-reaktives Protein, Leukozytose, Ferritin), Thrombozytose >500/nl,

ausgeprägte hypochrome Anämie, Erhöhung von Fibrinogen,

Komplementfaktoren (C3, C4), eventuell auch GOT und LDH. Es fehlen

für andere Autoimmunkrankheiten typische Autoantikörper (ANA,

ds-DNAAK, ENA, ANCA) und Hämolysezeichen (Coombs-Test negativ).

Es gibt häufig zahlreiche, sorgfältig auszuschließende Differentialdiagnose,

bevor man von einer systemischen Arthritis sprechen kann.

Juvenile Polyarthritis, Rheumafaktor positiv

Die Diagnose benötigt laborchemisch den Nachweis von Rheumafaktoren

in mindestens zwei Untersuchungen im Abstand von 3 Monaten. Die

Schwere des Verlaufes kann orientierend anhand der Höhe der

Rheumafaktoren sowie der Entzündungsaktivität (C-reaktives Protein, BSG)

abgeschätzt werden.

Juvenile Polyarthritis, Rheumafaktor negativ

In der Labordiagnostik zeigt sich oft nur eine mäßiggradige Entzündungsaktivität

(C-reaktives Protein, BSG), eindeutige Merkmale fehlen bei dieser Verlaufsform.

Ausgeschlossen werden müssen u. a. eine ärztlich gesicherte Psoriasis bei dem

Patienten oder einem Verwandten I. Grades, eine Arthritis bei einem

HLA-B27-positiven Jungen nach dem 6. Lebensjahr, eine ankylosierende Spondylitis,

Enthesitis-assoziierte Arthritis, Sakroiliitis bei chronisch entzündlicher Darmerkrankung,

Reiter-Syndrom, akute vordere Uveiitis bei einem Verwandten ersten Grades,

Rheumafaktornachweis bei zwei Untersuchungen im Abstand von mindestens 3

Monaten und Zeichen der systemischen Arthritis.

Juvenile idiopathische Oligoarthritis

In den Laboruntersuchungen können die Entzündungswerte (C-reaktives Protein,

BSG) erhöht sein oder aber auch normal.

Risikofaktoren sind: Weibliches Geschlecht, früher Krankheitsbeginn, Nachweis von

ANA, Arthritisdauer unter 4 Jahren.

Juvenile idiopathische Arthritis mit Enthesitis

Die Laborwerte zeigen im Krankheitsschub meist eine beschleunigte BSG und

ein erhöhtes C-reaktives Protein. Die Parameter können trotz fortbestehender

Entzündung im Verlauf langsam abfallen. Bei ca. 75% betroffenen Kinder kann

man den genetischen Marker HLA-B27 nachweisen (Vorkommen in der

Normalbevölkerung: ca. 9%).

Genaue Beschreibung der Laborwerte : siehe Labor von A bis Z

Autor: Dipl. MTF Nicole Dorner

Stand: 12.12.2010

Quellen:

wikipedia.at/

AKH consilium

med4you.at/

Johannes

Hey Leute, freut mich sehr dass Ihr auf meine Seite gefunden habt. Ich bin der Johannes und kenne in meinem Bekanntenkreis leider einige Personen die von Rheuma betroffen sind. Dadurch habe ich natürlich Zugang zu Informationen die dem ein oder anderen ebenfalls helfen können. Schaut euch einfach um und schreibt mir falls Ihr Fragen habt.

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