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Rheuma – Symptome erkennen und behandeln

Als eigenständiges Krankheitsbild existiert Rheuma gar nicht. Vielmehr werden unter dem Begriff fast 100 entzündliche Erkrankungen zusammengefasst, von denen ein großer Teil die Gelenke und/oder die Muskulatur betrifft. Mehr als zehn Millionen Menschen sind in Deutschland von einer dieser chronischen Erkrankungen betroffen.

Die Symptome begleiten die Menschheit schon seit dem 5. Jahrhundert. Heute gilt Rheuma längst als eine Volkskrankheit von der Jung und Alt betroffen sein können.

Was ist Rheuma?

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bezeichnet einen ziehenden Schmerz im Bewegungsapparat des Menschen. Basieren diese auf entzündlichen Prozessen, spricht man auch vom Rheuma im engeren Sinne. Dabei können auch innere Organe oder das Nervensystem betroffen sein. Mediziner teilen die rheumatischen Erkrankungen in vier Gruppen auf:

  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen
  • degenerativ-rheumatische Erkrankungen
  • Weichteilrheumatismus
  • Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden

Unter allen Erscheinungsformen ist die sogenannte rheumatoide Arthritis am weitesten verbreitet. Von der auch chronischen Polyarthritis genannten Entzündung der Gelenke, sind fast 1 Prozent der Weltbevölkerung betroffen. Besonders häufig trifft die rheumatoide Arthritis bei Frauen in der zweiten Lebenshälfte auf.

Symptome

Rheuma SymptomeBei der rheumatoiden Arthritis, der verbreitetsten rheumatischen Erkrankung, wird das körpereigene Immunsystem angegriffen und reagiert mit Entzündungen. Sicht- und spürbar wird dies zunächst durch anschwellende Gelenke, die sich weich elastisch anfühlen und zudem meist empfindlich auf Druck reagieren.

Begleitet werden diese äußeren Erscheinungen durch mitunter lokale Schmerzen, die vor allem nachts verstärkt auftreten können. Dieser Schmerz wird durch starke Bewegung, etwa Streckung oder Beugung, noch verstärkt. Die Folge ist eine zunehmende Beeinträchtigung bei alltäglichen Tätigkeiten.

Vor allem im fortgeschritteneren Verlauf wird die normale Funktion der Gelenke immer weiter beeinträchtigt. Der Grund ist die Verdickung der Bindehaut innerhalb des Gelenks, hervorgerufen durch die Entzündung. Diese Verdickung, auch Pannus genannt, führt zu einer zunehmenden Funktionseinschränkung der betroffenen Gelenke.

Diese Einschränkungen treten meist am Morgen verstärkt auf. Deshalb spricht man auch von der Morgensteifigkeit.

Die wichtigsten Symptome für Rheuma auf einen Blick:

  • Morgensteifigkeit
  • Schwellungen an den Gelenken
  • Druckempfindlichkeit an den Gelenken
  • Schmerzen in den Gelenken
  • Eingeschränkte Funktionsfähigkeit beim Greifen oder gehen
  • Zunehmende Schmerzen bei Bewegung

Wie wird Rheuma diagnostiziert?

Für die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung haben sich in der Medizin bestimmte Klassifikationskriterien etabliert. Werden mehrere dieser Kriterien von einem Patienten erfüllt, dann spricht der Arzt von Rheuma. Ein wichtiges Kriterium ist die bereits angesprochene Morgensteifigkeit. Tritt diese für mindestens 60 Minuten auf und ist bereits über einen Zeitraum von 4-6 Wochen feststellbar, dann gilt das Kriterium als erfüllt.

Sind über den gleichen Zeitraum an mindestens drei Stellen Gelenkentzündungen feststellbar, so gilt auch dieses Kriterium als erfüllt. Insbesondere dann, wenn die Entzündungen die Gelenke der Hand oder der Finger betreffen. Weil rheumatische Erkrankungen symmetrisch auftreten, ist der gleichzeitige Befall an beiden Händen ein weiteres Kriterium.

Neben diesen Symptomen, die über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen beobachtet werden müssen, gibt es auch einmalig auftretende Kriterien, die Ärzte bei der Diagnose berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise Rheumaknoten, oder im Blutbild erkennbare Rheumafaktoren.

Nicht zuletzt kann auch ein Röntgenbild weitere Anzeichen für eine rheumatische Erkrankung liefern. Werden mindestens vier dieser Kriterien festgestellt oder über einen längeren Zeitraum beobachtet, dann spricht der Mediziner von einer rheumatischen Erkrankung.

Ursachen und Risiken für die Entstehung der Krankheit

Die Ursachen an Rheuma zu erkranken sind sehr vielfältig. Nicht selten kommen mehrere Ursachen gleichzeitig in Betracht. Der Einfluss einer genetischen Vorbelastung ist nach neuesten Studien weniger ausgeprägt als vielfach angenommen. Größeren Einfluss haben dagegen Umwelteinflüsse sowie Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten.

Eine ungünstige erbliche Vorbelastung muss also nicht zwingend zu einer Erkrankung führen. Häufiger geht eine rheumatische Erkrankung mit anderen entzündlichen Erkrankungen einher. Beispielsweise zieht eine entzündliche Darmerkrankung nicht selten auch eine rheumatische Erkrankung nach sich.

Als ein möglicher Verursacher rheumatischer Erkarnkungen wurden in der Forschung verschiedene Bakterien identifiziert, wie sie in Rindfleisch und Milchprodukten vorkommen. Aber auch eine insgesamt ungesunde, mineralstoffarme oder vitaminarme Ernährung begünstigt zumindest die Entstehung einer rheumatischen Erkrankung.

Der Verlauf von Rheuma

Üblicherweise nimmt Rheuma einen schleichenden Verlauf. Werden bestimmte Symptome anfangs noch übersehen oder ignoriert, so werden sie mit der Zeit immer deutlicher, auch wenn sich Zeiten mit starker Entzündung und schwächere Phasen abwechseln. Rheuma ist eine typische schubartig verlaufende Krankheit.

Ein Schub kann dabei unterschiedlich lange dauern, von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Deutlich aggressivere Krankheitsverläufe kommen eher selten vor. Weil entzündliche Prozesse immer auch Einfluss auf den gesamten Organismus haben, sprechen Mediziner beim Rheuma auch von einer systemischen Erkrankung.

Wird diese nicht behandelt, so können rheumatische Entzündungen zu einer völligen Versteifung der Gelenke führen. Eine wirksam behandelte Erkrankung kann diese Entwicklung jedoch verhindern.

Therapie und Behandlung

Rheuma Therapie und BehandlungÜblicherweise wird eine rheumatische Erkrankung von Ärzten mit Medikamenten behandelt. Vor allem die entzündungshemmende Wirkung von Kortison wird gerne in der Therapie verwendet. Dadurch lassen sich die deutlichsten und schmerzhaften Auswüchse des Rheumas schnell und wirksam bekämpfen.

Hinzu kommen meist schmerzstillende Medikamente, die zudem auch positiv auf Entzündungsprozesse einwirken. Diese Grundmedikation wird von Ärzten meist für mehrere Monate verordnet. Zu den langfristigen Behandlungsmaßnahmen gehört aber auch eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung haben eine sehr positive Auswirkung auf den Krankheitsverlauf.

Im schlimmsten Fall ist zur Behandlung der rheumatischen Erkrankung eine Operation notwendig. Dies kann vor allem bei bereits stark zerstörten Gelenken notwendig werden. Kann die Funktion der Gelenke allerdings erhalten werden, raten Mediziner meist von einer Operation ab.

Abschließende Worte

Eine rheumatische Erkrankung kann zu einer starken Beeinträchtigung des täglichen Lebens führen. Allerdings ist der Verlauf und sind die Auswirkungen der Krankheit sehr gut zu behandeln. Vor allem eine frühzeitige Diagnose und ein gesunder Lebensstil können den Verlauf günstig beeinflussen. Rheuma ist also kein unabwendbares Schicksal.

Johannes

Hey Leute, freut mich sehr dass Ihr auf meine Seite gefunden habt. Ich bin der Johannes und kenne in meinem Bekanntenkreis leider einige Personen die von Rheuma betroffen sind. Dadurch habe ich natürlich Zugang zu Informationen die dem ein oder anderen ebenfalls helfen können. Schaut euch einfach um und schreibt mir falls Ihr Fragen habt.

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